Hacker unterwegs in Guild Wars 2

In Guild Wars 2 treibt sich finsteres Gesindel umher; der Sicherheits-Experte von ArenaNet gibt wertvolle Tipps, wie man dem Account-Diebstahl und all seinen unangenehmen Folgen entgehen kann.

Auf der offiziellen Facebook-Seite des Spiels räumt ein Mitarbeiter von ArenaNet ein, dass mehr Goldseller denn je das in Mega-Servern vereinte Reich heimsuchen. Hacker arbeiteten härter als je zuvor daran, die treuen Bürger von Tyria um ihr erspartes Gold zu bringen. Sicher sei den Spielern auch der vermehrte Gold-Spam aufgefallen. Mit dem gehäuften Auftreten der Goldverkäufer seien auch verstärkt Hacks bemerkt worden. Von Facebook aus schickt man die Leser zum Chef für Account-Sicherheit bei ArenaNet, zu Chris Cleary.

Ein Universal-Passwort tut es nicht mehr

Der erklärt in einem Foren-Post, dass die meisten Spieler sich die Sicherheits-Lehren von früher zu Herzen genommen hätten. Sie hätten ein gutes und sicheres Passwort, das sie dann für jeden Zweck verwenden. Ein einziges Passwort reiche heute aber nicht mehr aus, so Cleary. Bei ArenaNet beobachte man, wie von verschiedenen IPs ganz gezielt ein Konto mit einem bestimmten Passwort ausprobiert werde. Dann werde das Passwort noch mit einigen naheliegenden Veränderungen versucht und danach rasch zu einem neuen Account-Namen übergegangen.

Die Hacker probierten gehackte Passwörter aus anderen Spielen durch, weil auch sie davon ausgehen, dass Spieler ein und dasselbe Passwort für jeden Zweck verwenden. Daher die dringende Aufforderung von Cleary: Benutzt ein Passwort für GW 2, das Ihr für nichts anderes verwendet und schon gar nicht für das zuständige E-Mail-Konto.

ArenaNet arbeitet an besserem Schutz der Accounts

Außerdem sei es wichtig, die E-Mail-Adresse zu verifizieren und die üblichen Vorsichtsmaßnahme gegen Phishing und Account-Diebstahl einzuhalten: Niemandem das Passwort verraten und nicht auf den Inhalt von Mails klicken, deren Absender man nicht kennt.

Aber nicht nur die User tun etwas für ihre Account-Sicherheit, auch bei ArenaNet hält man sich ran. So ist seit einer Weile eine Blacklist aktiv, auf der Passwörter stehen, von denen bekannt ist, dass sie Hackern in die Hände gefallen sind. Diese Passwörter können nicht mehr verwendet werden, unabhängig vom Account-Namen. Dadurch sei es, so Cleary, ArenaNet gelungen, die Zahl gehackter Accounts von 1,5% auf 0,1% zu senken.

Zudem sei es wichtig, den Absatzmarkt für Gold der Hacker zu zerstören, deshalb fordert Cleary dazu auf, kein Gold von Goldseller-Seiten zu erwerben. In Guild Wars 2 habe man aus dem ersten Guild Wars-Titel gelernt und die Möglichkeit des legalen Umtausches von Echt-Geld in die virtuelle Währung zu erlauben. Man tue alles dafür, um das Spiel und die Accounts noch sicherer zu gestalten.

Letztlich gebe es allerdings keinen kompletten Schutz. Guild Wars 2 sei nun mal ein beliebtes Spiel und jedes beliebte Spiel habe mit Hackern zu kämpfen.

Autor(in)
Quelle(n): Facebook Seite von GW2
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