H1Z1: Ich war mal Zombie, dann bekam ich einen Pfeil ins Knie

Das Zombie-MMO mit Sandbox-Elementen H1Z1 steckt im Moment zwar noch in der Entwicklung, das hindert die Devs aber nicht mit einem frühen Built schon einigen Spaß zu haben. Im Live-Stream zeigten sie die „Minecraft“-artigen Komponenten ihres Spiels und auch die Shooter-Aktionen.

Die vermeintlich leere Welt von H1Z1 folgt der Baukasten-Logik von Minecraft, Starbound und ähnlichen Spielen, wie man dem Stream entnehmen kann. Mit einer Axt fällt man einen Baum, gewinnt aus den Holzsplittern Planken, formt die zu Stöcken und verbindet sie mit etwas Stoff dann zu einem Bogen.

Doch das erste Problem: „Wo findet man Stoff, wenn man ihn braucht?“ Nach etwas lustlosem Herumsuchen reißt sich der spielende Entwickler in der Tradition des deutschen Diskuswerfers Robert Harting das Hemd vom Leib und baut sich einen Bogen. Mit dem Bogen geht es dann erst auf Hirsch- und schließlich auf Zombiejagd.

Dabei trifft der Probespieler aber nur das Knie eines Zombies, was seinen Mitspieler zu der verhängnisvollen Aussage verleitet, da habe der Zombie wohl einen Pfeil ins Knie bekommen … weil das auch einer Wache in Skyrim wiederfuhr, dessen gequältes Jammern zu einem Internet-Hit wurde, müssen sich die zwei die nächsten Minuten einige Sprüche anhören.

An vielen Stellen machen die beiden Moderatoren klar, das man hier noch in einer Pre-Alpha spiele, und das fertige Spiel sich in vielen Aspekten von den provisorischen Spielmechanismen unterscheiden werde. Einen guten ersten Einblick bekommt man von dem Video trotzdem. Wir haben den Stream für Euch hier.

H1Z1 punktet mit Robinson Crusoe-Motiven

Man kann schon in dieser frühen Phase gut erkennen, warum es um H1Z1 so einen Hype gibt und warum viele auf das Spiel warten. Das aus Minecraft und Starbound bekannte und gerade angesagte Spielprinzip, dass man sich aus kleinen Anfängen etwas baut und das nutzt, um weiter auf der Zivilisations-Leiter nach oben zu kommen, ist im Moment das Spielprinzip, auf das die ganze MMO-Gemeinde zu warten scheint. Die Shooter-Fans dürften die Kampfaspekte nun nicht gerade vom Hocker hauen.

Auf den ersten Blick scheint H1Z1 denn auch eine moderne Vision von „Robinson Crusoe“ zu sein. Der Roman, der heute gerne als Jugendbuch gelesen wird, war zu seiner Zeit auch als Werbung für den Kolonialismus gedacht: Der großartige Europäer konnte die komplette Zivilisation aus sich selbst heraus neu erschaffen. Nur tut das der Spieler in H1Z1 nun mal nicht auf einer einsamen Insel, sondern in der Zombie-Apokalypse. Wer hätte gedacht, dass Robinson Crusoe einmal die Spielprinzipien der Neuzeit bestimmen würde? Vielleicht lässt uns SOE einem Zombie ja noch ein paar Tricks beibringen, dann könnten wir ihn „Freitag“ nennen …

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