Die großen Änderungen an Dead by Daylight werden gestoppt und gestrichen. Kein Wunder, denn die Community hat getobt.
Erst vor einigen Tagen hatten die Entwickler von Dead by Daylight angekündigt, dass sie große Änderungen im Spiel vornehmen wollen. Diese Änderungen hätten für immer verändert, wie Killer das Spiel spielen müssen. Doch nachdem selbst Profis mit den Änderungen kaum noch Erfolge erzielten und die Community in den Foren getobt hat, hieß es jetzt: Nein, das machen wir so nicht. Die ganzen Änderungen kommen nicht.
Was war das Problem? Den ganzen Vorfall auf „ein Problem“ zu begrenzen, ist gar nicht so einfach. Zusammengefasst lässt sich wohl sagen, dass die Änderungen vor allem zu Lasten der Killer gegangen wären. Was in der Theorie wie gute Methoden klang, um Probleme wie „Tunneln“ und „Slugging“ in den Griff zu kriegen, war allerdings so einseitig, dass Killer den Spaß komplett verloren haben.
Selbst absolute Profi-Spieler hatten es plötzlich schwer, mehr als nur einen einzigen Überlebenden bis zum Ende der Runde zu töten.
Das liegt vor allem daran, dass Überlebende mit der neuen Mechanik einen „Freifahrtsschein“ bekommen hätten. Denn das System sah vor, dass der Killer bestraft wird, wenn er den gleichen Überlebenden mehrfach in Folge angreift und aufhängt.
Das daraus resultierende Problem: Das bedeutet, dass ein Überlebender, der zuletzt aufgehängt wurde, im Grunde machen kann, was er will. Er kann unbehelligt an einem Generator sitzen, weil er weiß: Wenn der Killer mich angreift, wird er bestraft und alle anderen Überlebenden werden stärker.
Gleichzeitig war es so, dass frisch vom Haken gerettete Überlebende für 30 Sekunden „immun“ wurden, solange sie keinen Generator reparieren. Das heißt, sie haben keine Kollision und sind unverwundbar. Mit einem kleinen Zusatz: Sie können noch immer Schläge „abfangen“. Überlebende konnten also 30 Sekunden einfach mit dem Killer mitlaufen und so ihre Freunde beschützen.
Entsprechend groß war der Aufschrei in der Community und machte klar: Wenn das so kommt, werden Killer gar keinen Spaß mehr am Spiel haben und selbst Überlebende dürften sich rasch langweilen, wenn Killer gar keine Gefahr mehr darstellen.
Manch einer nannte das Spiel schon nicht mehr Dead by Daylight
sondern Geringfügig unangenehm by Daylight
.
Selbst Profis konnten in Dead by Daylight nicht mehr gewinnen
Komplexität war zu verwirrend: Ein weiterer Punkt ist, dass Dead by Daylight im Grunde ein recht intuitives Spiel ist. Der Killer will die Überlebenden umbringen, die Überlebenden wollen Generatoren reparieren und entkommen. Das ist simpel und klar zu verstehen. Doch die Änderungen sollten viele Zusatzregeln einbauen, an die sich vor allem Killer halten mussten. Zusatzregeln, die eine massive Komplexität ins Spiel einbauten, die gerade für neue Spielerinnen und Spieler nur schwer zu begreifen war.
Es fühlte sich nicht mehr so an, als würde man einen mächtigen, angsteinflößenden Killer spielen, sondern versucht nur noch panisch, irgendwie um die komplexen Regeln des Spiels drumherum etwas zu erreichen.
Das sagen die Entwickler: In einem Update sagten die Entwickler zu Beginn des Wochenendes, dass sie die Änderungen vorerst nicht bringen werden:
Wir haben euch laut und deutlich gehört, dass die aktuelle Implementierung der Systeme zur Reduktion von Slugging und Tunneling, die wir diese Woche getestet haben, sich zu bestrafend auf Killer auswirken.
Für den Start des Sinister Grace-Kapitels werden wir diese Änderungen und die Perk-Anpassungen nicht bringen, um uns einige Änderungen basierend auf eurem Feedback zu überlegen. Wir werden diese Features erneut auf einem kommenden Testserver ausprobieren und sie erst veröffentlichen, wenn wir glauben, dass sie bereit sind.
Klar ist, dass die Entwickler gegen Tunneling und Slugging vorgehen wollen, weil das ein tatsächliches Problem ist. Doch die Lösung, die sie hier versucht haben, war nicht nur zu kompliziert, sondern auch so einschränkend für Killer, dass es dem Spiel als Ganzes massiv geschadet hätte. Gut, dass man hier auf die überwältigende Mehrheit der Community hört und zurückrudert.
Fast so eklig wie die geplanten Änderungen ist auch der nächste Killer – der ist nichts für schwache Nerven.
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Das Problem ist man kann und wird es keinem recht machen können. Kommt ein Patch wird die eine Seite happy sein und die andere Seite solange heulen bis es geändert wird. Und der ganze Käse beginnt wieder von vorne. So geht das schon seit Jahren. Ich hatte etwas mehr als 10 k Stunden Spielzeit. Aber diese toxische ekelhafte Art die manch einer an den tag gelegt hat ist der Hauptgrund warum ich aufgehört habe. Meine Nerven dankten es mir.
Idee: warum starten nicht einfach ALLE survivor am Haken, warum den armen killern die Arbeit nicht ab nehmen? Pro Spieler hatten Probleme ohne slugging? Klingt nach richtig guten Spielern, komisch das andere trotzdem 4ks ohne sluggen oder Tunneln hinbekommen. Und wenn der Bauer nicht schwimmen kann ist es die Hose. 🤷🏻♂️
Sorry, das kann doch nicht dein Ernst sein.
Selbst die Überlebenden in der Community waren sich einig, dass das ein kompletter Overkill war. Wenn ein Überlebender einfach “sicher” ist, weil er nicht mehr angegriffen werden _darf_ und dadurch ungehindert am Generator sitzen kann oder für alle anderen Überlebenden die Schläge einstecken kann … das hat doch nichts mehr mit einem Horror-Spiel zu tun.
BHVR: Tunneling, Camping und Slugging sind Spieltaktiken und kein Meldegrund!
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