Die Absolventen der Gen Z suchen bei ihrem ersten Job gar nicht nach den coolen Benefits wie Tischtennisplatten, sondern darum, ihre Schulden loszuwerden.
Die Generation Z hat mit so einigen Vorurteilen, besonders am Arbeitsplatz, zu kämpfen. Der Mitgründer der Karriereplattform Handshake, Ben Christensen, erklärte zuletzt, was wirklich dran ist an der Einstellung der Generation Z. Seine Plattform richtet sich genau an die Absolventen der Unis weltweit und möchte ihnen den Berufseinstieg erleichtern.
Dabei ist dem Mitgründer aufgefallen, dass Benefits wie unbegrenzter Kombucha und eine Tischtennisplatte zwar nett sind, die Gen Z aber Wert auf ganz andere Dinge legt.
Raus aus den Schulden und einen Mentor, bitte!
Was ist der Gen Z wichtig? Die Generation Z setzt ihre Prioritäten anders als andere Absolventen davor. So erklärt Christensen auf dem Fortune’s Workplace Innovation Summit (via fortune.com):
Studenten sagen uns: Cool, eure Tischtennisplatte mit Kombucha am Zapfhahn ist wirklich nett, super lustig, aber ich möchte wissen, was in meinem Leben einen Unterschied machen wird, […] Sie suchen nach Dingen wie Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Sie fragen: ‚Wo ist dein Stipendium, mit dem ich in ein paar Jahren in mich selbst und meine Entwicklung investieren kann?‘
Neben den Weiterentwicklungsmöglichkeiten legen die Studierenden aber auch Wert darauf, dass sie ihre Schulden loswerden. Auch die Rückzahlung von Studiendarlehen „ist wichtig für sie, wenn sie über ihren nächsten Job nachdenken“, erklärt Christensen. Statt lustigen Benefits geht es der Gen Z augenscheinlich mehr darum, in ihrer Karriere weiterzukommen.
Wie denkt die Gen Z über das Homeoffice? Laut Christensen liegt auch hier ein Irrglaube vor. Laut seinen Zahlen möchten 81 % der Nutzer seiner Plattform beim ersten Job in den Kontakt mit Menschen kommen. 47 % von ihnen wollen auch in der Zukunft, nach ihrem ersten Job, Kontakt mit Menschen in der Berufswelt haben.
Dabei sucht die Gen Z einen Mentor „von denen man lernen kann, wie man sich am Arbeitsplatz zurechtfindet“, meint Christensen. Er rät Arbeitgebern, darüber nachzudenken, wie man die persönlichen Kontakte umsetzen kann, auch wenn es sich um ein Unternehmen handelt, in dem es Homeoffice und Remote-Work gibt.
Dass die Generation Z statt Spaß-Benefits lieber Erfolg im neuen Job und Weiterbildungsmöglichkeiten sucht, dürfte viele Start-ups überraschen, die immer noch versuchen, mit möglichst ausgefallenen Angeboten zu punkten. Wenn die Generation Z erst einmal im Job ist, dreht sie den Spieß aber auch gerne mal um: Die Generation Z ist zu Chefs geworden, und das Erste, was sie tun: Sie beschweren sich darüber, wie junge Menschen arbeiten
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Was auch wichtig ist, gerade bei Startups:
Man steigt ein, wird mit ‘jeder fängt klein an, lass uns zusammen etwas großes erschaffen’ hingehalten, es wird mit fancy Titeln um sich geschmissen, aber Geldmäßig eher unterer Bereich – und kurz bevor der Laden dann doch insolvent ist, verticken der/die Gründer das Unternehmen dann mit Mann und Maus für viel Kohle an einen Konzern, der die Erfindungen dann ins eigene Portfolio übernimmt und die Menschen, die sich den Arsch aufgerissen haben, um die Erfindungen zu entwickeln, werden rausgeschmissen.