Ein Nutzer lässt eine App für seinen PC entwickeln. Dabei stellt er fest, dass er einen Kryptominer auf seinem PC hat, der seine Hardware extrem auslastet.
Der Nutzer berichtet, dass er mithilfe von Claude eine App gebaut hat, um die Temperaturen von seinem Mac überprüfen zu können. Dabei musste er feststellen, dass die Temperaturen für normale Verhältnisse viel zu hoch seien. Davon berichtet das Magazin WCCFTech.
Nach einer kurzen Überprüfung erklärt ihm der Chatbot, dass er einen Kryptominer auf seinem Mac hat, der alle seine Systemressourcen beansprucht. So schreibt er selbst in einem Post auf Reddit:
Ich habe Claude Code gebeten, mir eine App zur Überwachung der Mac-Temperatur zu entwickeln. Als die App die Rohdaten der Sensoren ausgab, um deren Genauigkeit zu überprüfen, schienen die Werte viel zu hoch zu sein, also wurde überprüft, was die CPU belastete. Dabei wurde ein Kryptominer (xmrig) entdeckt, der auf meinem Mac mit ~1.175 % CPU-Auslastung und etwa 12 Kernen lief.
Konkret lief wohl eine Variante der Software XMRig auf seinem Computer. XMRig ist eine Open-Source-Software für das Krypto-Mining. Grundsätzlich handelte es sich um eine legitime Software, das Tool wird aber regelmäßig von Kriminellen genutzt, um es auf fremden Rechnern oder Servern zu installieren.
Bei dem Nutzer war die Software zusätzlich so angepasst, dass sie sich nach einem Beenden direkt wieder neu startete.
Illegale Krypto-Miner sind weit verbreitet
Illegale Kryptominer sind ein bekanntes Problem und kann man sich über verschiedene Wege einfangen. Die bekanntesten „Quellen“ für solche Miner sind in der Regel illegale Downloads und Torrents, aber auch gefälschte Software-Updates. In einem Fall gaben Betrüger ihre Software als offizielles Nvidia-Tool aus.
Ein anderes beliebtes Tool zum Verbreiten solcher Schadsoftware: Phishing-Mails, die als Rechnungen, Paketbenachrichtigungen oder Bewerbungen getarnt sind.
Ein Risiko stellen außerdem Browser-Add-ons in offiziellen oder inoffiziellen Stores dar, die nützliche Funktionen versprechen, im Hintergrund aber heimlich schürfen. Hier sollte man bewusst auf die Bewertungen im Store achten. Von Mozilla oder Google empfohlene Addons sind deutlich seltener von solchen Problemen betroffen als andere Addons.
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