Ich bin in Japan auf Schatzsuche nach physischen Spielen gegangen und habe für die nächsten Jahre vorgesorgt

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MeinMMO-Redakteurin Jasmin hat sich für ihren Urlaub in Japan ein großes Ziel gesetzt: so viele exklusive physische Spiele wie möglich sammeln! Dahinter steckt eine Maßnahme gegen die aktuellen Trends der Videospielindustrie.

Schon in meinem letzten Japan-Urlaub vor zwei Jahren habe ich vor allem nach Spielen Ausschau gehalten, die nur in Japan in physischer Form erschienen sind. Ich liebe es einfach, meine Spiele im Regal zu betrachten, und sehe auch schon das Sammeln der Games als Hobby. Deshalb würde ich Retail-Spiele immer digitalen vorziehen.

Da es aktuell mehrere Veränderungen in der Videospiel-Branche gibt, habe ich den Plan gefasst, so viele physische Spiele im Voraus zu sammeln, wie es nur geht. Das hat mehrere Gründe:

  • Konsolen werden immer teurer, weshalb für mich ungewiss bleibt, ob ich mir die kommende Generation überhaupt leisten kann und will. Deshalb müssen meine aktuellen Konsolen so lange wie möglich aushalten.
  • Physische Spiele stehen vor dem Aus und werden zunehmend nur noch digital angeboten. Ich möchte aber auch noch nach Jahren meine Games einlegen und sie zocken können.
  • Ich möchte Spiele, wenn sie mir nicht mehr gefallen, weiterverleihen oder weiterverkaufen können. 
  • Wie bereits erwähnt, sehe ich schon das Sammeln als Hobby und ich finde es einfach schön, im Wohnzimmer auf dem Sofa zu sitzen und seine Spiele-Sammlungen im Schrank betrachten zu können. 

Aus diesen Gründen stand mein Urlaub in Japan ganz im Zeichen der Beutejagd auf physische Spiele, die nicht im Westen nur in digitaler Form erschienen sind. Da es bei den moderneren Konsolen keinen Region-Lock mehr gibt, kann ich die Discs und Cartridges aus Japan völlig problemlos auf meiner europäischen Konsole abspielen. 

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Die Schatzjagd auf physische Spiele in Japan 

Bei meiner Schatzsuche habe ich einen bestimmten Laden ins Auge gefasst. Book-Off ist nämlich dafür bekannt, zahlreiche gebrauchte Artikel im Sortiment zu haben. Es gehört zudem zu den größten Gebrauchtwarenketten in Japan. 

Dementsprechend hoch ist hier auch die Chance, einen besonders seltenen Schatz zu finden. Deshalb habe ich mich in Tokio, Kyoto und Fukuoka in unterschiedlichen Filialen umgeschaut und bin dort auf die Suche gegangen. 

Und tatsächlich bin ich hier auf insgesamt neun Titel gestoßen, die ich wieder mit zurück nach Deutschland genommen habe:

  • Super Mario 3D All-Stars (Switch)
  • Atelier Marie Remake: The Alchemist of Salburg (PS5)
  • Infinity Strash: Dragon Quest The Adventure of Dai (PS5)
  • Fate/Samurai Remnant (PS5)
  • Natsu-Mon! 20th Century Summer Kid (Switch)
  • Noctuary (PS5)
  • Bokura no Kingdom: Toki Hamu Kajitsu to Inishie no Mamono (PS5)
  • Starsand Island (Switch 2)

Die meisten der Spiele haben keinen physischen Release in Europa erhalten. Bei Star Sand Island habe ich nicht mitbekommen, dass erst vor Kurzem eine physische Version angekündigt wurde, aber nunja. 

Eines der wenigen Spiele mit einem physischen EU-Release ist Fate/Samurai Remnant. Die Preise im Book-Off waren so günstig, dass ich es einfach direkt mitnehmen musste. Genaue Preise habe ich leider nicht mehr für alle Titel – aber sie lagen meist unter 20 Euro.

Auch Super Mario 3D All-Stars gab es als physischen EU-Release. Allerdings hat es sich dabei um ein zeitlich begrenztes Angebot gehandelt und der Preis beim Book-Off war einfach unschlagbar. 

Was man allerdings beachten muss: Nicht alle der Spiele haben eine deutsche oder englische Sprachausgabe. Hier versuche ich, mich einfach mit meinem gebrochenen Japanisch und dem Google-Übersetzer durchzuschlagen. 

Zudem gibt es einige Genres, bei denen es für mich egal ist, was da bei den Texten steht. Bei einem Cozy-Game konzentriere ich mich beispielsweise auf das Insektenfangen und Fischen. Da ist es mir weniger wichtig, was die Personen sagen. 

Leider habe ich zudem nicht alle Spiele von meiner Wunschliste gefunden. Chocobo’s Mystery Dungeon EVERY BUDDY! stand ganz oben auf meiner Liste. Doch egal, in welchem Store ich war, es war zurzeit leider nicht vorrätig. Das ist nunmal der Nachteil beim Gebrauchtmarkt. 

Vorsorge für eine schwere Zukunft 

Mit meiner Ausbeute bin ich total zufrieden. Damit möchte ich nämlich für die Zukunft vorsorgen, wenn Konsolen immer teurer werden und Spiele nur noch digital erscheinen. Ich habe einmal ausgerechnet, wie lange mich die Spiele bei Laune halten werden. 

Wenn man die Zeiten bei How Long to Beat für alle Extras und Nebenmissionen addiert, komme ich auf insgesamt 303 Spielstunden. Bei einer durchschnittlichen Spielzeit von 10 Stunden pro Woche würde ich mich damit 7 Monate über Wasser halten können. 

Hinzu kommt, dass ich mir ja trotzdem noch neue Spiele zwischendurch kaufen werde. Aktuell warte ich beispielsweise auf das Remake von The Legend of Zelda, was glücklicherweise ebenfalls in physischer Form erscheint. Die von mir gekauften Spiele sollen einfach als Überbrückung dienen, falls ich mal kein anderes Spiel habe oder zu einem digitalen Game greifen möchte. 

Ich schließe für die Zukunft nicht aus, dass ich mir ein digitales Spiel kaufen werde. Gerade bei Indie-Games, die frisch erschienen sind, ist es oft der Fall, dass sie erst einmal digital erscheinen. Auch bei PC-exklusiven Games muss ich leider zur digitalen Variante greifen. 

Doch ich fühle mich sicherer mit dem Gedanken, dass ich bereits einen Backlog aufgebaut habe aus physischen Spielen, auf den ich jederzeit zurückgreifen kann, wenn ich gerade eine Flaute bei neuen Games habe und Zeit überbrücken muss. 

Welche Schätze habt ihr schon mal erbeutet? Schreibt gerne in die Kommentare, woher ihr besonders seltene physische Spiele bezieht. 

Der Japan-Urlaub ist vorbei und Deutschland hat mich wieder. Bislang ist die Sehnsucht nach dem Land auf der anderen Seite der Welt noch nicht wieder zurückgekehrt. Falls das Fernweh doch nochmal kickt, habe ich ein Spiel, in das ich mich flüchten kann: Nach 8 Jahren spiele ich ein Rollenspiel auf PS5 noch mal durch, weil ich Sehnsucht nach einem ganz bestimmten Land habe

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