Alle Teilnehmer der Beta von WoW: Forever hatten ungewöhnlich viel Zeit, jede Ecke von Azeroth zu erkunden. Doch allein im spielbaren Bereich bis Stufe 30 sollen noch viele unentdeckte Geheimnisse auf alle Fans vom klassischen World of Warcraft warten.
Warum haben wir keine Ahnung? Zuerst eine tolle Nachricht: Der „The WoW: Forever Podcast“ wird auf unbestimmte Zeit fortgesetzt. Die neue Folge ist gestern Abend auf YouTube live gegangen. In dieser sprachen Moderator Josh Corbett, mehrere Blizzard-Entwickler und Creatorin Meeix über das Ende der Beta von Forever.
Besonders spannend fanden wir dabei die Ausführungen der Entwickler zu den Versuchen der Spieler, möglichst viel über Forever zu erfahren. Obwohl diese nur bis Stufe 30 leveln konnten, machten sie auf ihren Entdeckungstouren ganz Azeroth unsicher, also auch die hochstufigen und daher tödlichen Regionen. Parallel versuchten Dataminer, möglichst viele Infos aus den Installationsdateien von WoW zu ziehen.
Trotz dieser Bemühungen soll die Community bisher nur an der Oberfläche gekratzt haben, und das auch mit Blick auf die Inhalte bis Stufe 30. Die Gründe dafür:
- Blizzard hat Inhalte für die Beta von WoW Forever ganz bewusst deaktiviert. Als Beispiel nennen sie eine Quest, über die man sich im Dämmerwald eine besondere Fackel erspielen kann. Die war in der ersten Woche nicht verfügbar. In der zweiten Woche aktivierte man diese Quest dann, um zu sehen, was die Community mit den Fackeln macht und wie sich das Item auf die Performance im Spiel auswirkt.
- Die Entwickler haben mittlerweile einen effektiven Weg gefunden, um Spieldateien vor Dataminern zu verstecken und diese erst verfügbar zu machen, wenn sie im Spiel entdeckt worden sind (beispielsweise der Loot von Gegnern). Viele der Dataminer-Funde aus den vergangenen Wochen sollen aus anderen WoW-Versionen stammen oder zumindest nicht für Forever gedacht sein.
- Obwohl es eine der größten Beta-Phasen war, die Blizzard jemals abgehalten hat, konnten die Tester bislang nicht alle der bereits verfügbaren Geheimnisse bis Stufe 30 entdecken.
Kurzum: Glaubt nicht, dass ihr schon alles bis Stufe 30 gesehen habt, nur weil ihr mehrere Charaktere durch die Beta leveln konntet. Die Entwickler möchten, dass wir ab dem 5. November gemeinsam Forever entdecken. Daher gab’s in der jüngsten Vorschau auf die ersten Raids (auf blizzard.com) auch noch keine konkreten Details zu Bossen oder Loot.
Es spielt eine Rolle, wo ihr Forever spielt
Was verrät der Podcast noch? In der über 100 Minuten langen Folge ging es viel über persönliche Beta-Highlights und Anekdoten. Im Folgenden fassen wir euch aber noch einige handfestere Erkenntnisse aus dem Talk zusammen:
- Das System hinter den neuen Megaservern ist komplex. Es entscheiden nicht nur eure sozialen Kontakte und eure Auswahl zur bevorzugten Sprache darüber, welche Spieler ihr trefft. Auch euer Standort ist relevant, damit ihr beim Spielen einen möglichst guten Ping habt. Zudem möchte euch das System ganz bewusst auch immer wieder mit neuen Gesichtern zusammenbringen, damit ihr die Chance habt, neue Bekanntschaften zu schließen.
- Bei einigen Neuerungen wie der überarbeiteten Grafik oder dem Controller-Support gab es zuerst intern Bedenken und Skepsis, weil sie im Geiste von Classic vielleicht nicht vernünftig umsetzbar sind. Durch Praxis-Tests konnte man aber alle Zweifler bekehren. Bei der Controller-Umsetzung waren vor allem die Erfahrungen mit Diablo 3 und 4 sehr hilfreich. Einige Blizzard-Entwickler spielen WoW mittlerweile bevorzugt auf der Couch.
- Updates für WoW: Forever sollen in Zukunft regelmäßig neue Raids für 10 und 20 Spieler bringen. Dazu kommen immer mal wieder auch nostalgische Raids wie Onyxias Hort für 40 Spieler. Classic-Veteranen dürfen sich in den bekannten Schlachtzügen auf einige Anpassungen und Überraschungen freuen.
Darüber hinaus gibt es erste Hinweise auf das, was uns in den beiden neuen Raids Tiefengrabhügel (10 Spieler, 8 Bosse) und Hyjalgipfel (20 Spieler, 13 Bosse) erwartet. Lead Encounter Designer Michael Nuthals beschreibt seine Lieblingsbosse, ohne zu viel zu verraten:
- Bei einem Boss aus dem Tiefengrabhügel muss man einen Buff stapeln, um zunehmend mehr Schaden zu verursachen. Man darf es jedoch nicht übertreiben, denn als Strafe droht der Besuch beim Geistheiler.
- Ein anderer Boss aus dem Tiefengrabhügel dreht sich um ein Spinnenpaar.
- Im Hyjalgipfel soll es wiederum eine krokiliskenartige Kreatur geben, die von einer Art Geist besessen ist, und der Schlachtzug muss abwechselnd gegen das Tier und das spektrale Wesen kämpfen.
- Zu guter Letzt erwähnen die Entwickler einen Bosskampf mit Bodyhorror-Elementen.
Wer den gesamten Podcast nachholen möchte, findet diesen auf YouTube oder im Folgenden:
Weitere Folgen sollen kommen. In einer wird es dann sehr viel detaillierter um das neue Server-System und die Regelwerke von WoW: Forever gehen. Apropos: Die Entwickler haben das Feedback der Community vernommen und ganz frisch ein neues Regelwerk für den Start von Classic Plus angekündigt: WoW Forever kündigt neues Regelwerk an, startet direkt zum Launch
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