Ein Nutzer entdeckt zwei USB-Sticks. Neugierig riskiert er seinen Laptop, um zu schauen, was sich auf den Sticks befindet. Ganz so spannend wie erhofft, ist der Inhalt dann doch nicht. Zumindest gibt es weder einen Virus noch vergessene Kryptowährung.
USB-Sticks, die man draußen auf offener Straße findet, gelten immer als ein gewisses Sicherheitsrisiko. Denn diese können dort bewusst platziert worden sein, um den PC des Finders zu hacken.
Ein Nutzer hat jetzt nicht nur einen, sondern gleich zwei USB-Sticks mit der Aufschrift „How to Disappear Completely“ gefunden, zu Deutsch: Wie man vollkommen verschwindet
. Davon berichtet er auf Reddit. Nach einer längeren Diskussion erklärte er sich schließlich bereit, einen alten Laptop zu opfern, um die USB-Sticks anzuschließen und zu schauen, was sich darauf befindet.
Zwei USB-Sticks mit Betriebssystem und Anleitungen
Was ist jetzt auf den USB-Sticks zu finden? Auf dem ersten USB-Stick befindet sich eine PDF-Datei mit dem Titel „How to Disappear Completely“. Es handelt sich im Wesentlichen um ein Handbuch zum digitalen Datenschutz. Der Nutzer berichtet: „Es enthält Anleitungen zum Starten eines Betriebssystems namens Tails sowie Informationen zu Tor, Verschlüsselung, Monero, anonymer Kommunikation und digitalem Datenschutz.“ Außerdem befinde sich auf dem USB-Stick eine verschlüsselte Datei namens „Rabbit_hole.7z“
Der zweite USB-Stick sei ein Boot-Medium für das Betriebssystem „Tails“. Tails ist ein kostenloses, quelloffenes Betriebssystem, welches speziell auf den Schutz der Privatsphäre und absolute Anonymität im Internet ausgerichtet ist.
Dabei handelt es sich um ein Live-System: Ihr steckt es via USB-Stick an euren PC und startet es auf diese Weise. Es wird nichts auf eurem Computer installiert. Nach dem Herunterfahren löscht das System alle zwischengespeicherten Informationen aus dem Arbeitsspeicher, sodass keine Verläufe oder temporären Dateien zurückbleiben.
Viele Nutzer in den Kommentaren zeigen sich enttäuscht darüber, dass die USB-Sticks wirklich nur das tragen, was sie versprechen, und keine Geheiminformationen oder verlorene Bitcoin. Dann wieder hätte es auch viel schlimmer kommen können. Unbekannte Flash-Drives zu nutzen, ist nie eine gute Idee.
Habt ihr schon einmal wilde USB-Sticks gefunden? Was würdet ihr tun, wenn ihr einen solchen Stick findet? Würe die Neugier oder die Vernunft siegen? Schreibt einen Kommentar!
Ein deutscher Künstler hat vor 15 Jahren ein ungewöhnliches Projekt gestartet. Er hat eine Handvoll USB-Sticks in Mauern einzementiert. Heute gibt es über 400 solcher „Dead Drops“ in Deutschland. Weltweit sind 2.300 Datenträger in Wänden versteckt und bilden damit ein Offline-Netzwerk: In Deutschland gibt es über 400 USB-Sticks, die aus Wänden herausragen
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!
Kommentare
Ausserdem, sind die Bitcoins nicht verschlüsselt? Also, auch wenn es drauf wäre. Wäre es nutzlos oder man lässt Wochen/Monate lang einen Passwort Hacking Tool laufen. Wie angeblich ein User seit Jahren seine Festplatten auf den Müll sucht. Ich glaube aber eher er verdient mehr Geld mit verkaufen seiner Story, als er jeher seine Platten finden würde. Die sicherlich total Schrott sind nun.