Total War: Shogun 2 Complete Edition kam in einem desolaten Zustand auf den Markt und verschwand wenig später wieder. Ein Fan hat ein Projekt vorgestellt, welches die Performance des Spiels massiv verbessert. Und nicht nur die Complete Edition profitiert davon: Selbst das deutlich ältere Original-Spiel gewinnt an Performane.
Sega und Creative Assembly brachten Total War: Shogun 2 als Complete Edition neu auf Steam heraus, doch zwei Tage später wurde das Spiel von Steam schon wieder entfernt: Zu groß war die Kritik an der schwachen Performance und an der heimlich genutzten KI. Die Bewertungen auf Steam liegen derzeit bei 16 % positiv bei mehr als 4.000 Einzelbewertungen.
Das Team erklärte, man entferne das Spiel und wolle den Titel noch einmal gründlich überarbeiten. Die Modding-Community ist aber bereits schneller. Denn ein umfangreiches Fix-Pack kümmert sich um viele Probleme und verbessert die Performance deutlich.
Open-Source-Mod „s2fix“ verbessert in vielen Fällen massiv die Performance
Was genau ist das für ein Update? Der Modder Meisgoot312 entwickelte die Open-Source-Mod „s2fix“ und kümmert sich um diverse Probleme, die sowohl in der „Complete Edition“ als auch in der alten Original-Fassung von Shogun 2: Total War stecken.
Denn ein Problem haben sowohl das alte Spiel als auch die neue Fassung gemeinsam: Shogun 2 unterstützt zwar Prozessoren mit mehreren Threads, lässt die meiste Rendering-Arbeit aber trotzdem von einem einzigen Thread erledigen. Das ist sehr ineffizient und führt zu erheblichen CPU-Engpässen, wodurch moderne Grafikkarten insbesondere bei groß angelegten Schlachten völlig unterfordert sind.
Der Nutzer führt mit „s2fix“ eine Reihe von Optimierungen auf Engine-Ebene ein, indem er beispielsweise verschiedene Aufgaben auf mehrere Threads verteilt. Dadurch wird die Last des Rendering besser auf mehrere Threads verteilt und der Workload auf die CPU stark verringert.
Der Entwickler hinter der Modifikation erklärte selbst auf Reddit, dass Spieler nur von den Verbesserungen profitieren, „bei denen die CPU die GPU ausbremst.“ Ist die Grafikkarte hingegen bereits am Limit, dann würde selbst diese Modifikation keine großen Vorteile mehr liefern.
Praktisch ist, dass die Spieldateien selbst nicht verändert werden. Der Nutzer schreibt dazu auf Github: „Es wird keine Spieldatei verändert: Eine Proxy-DLL, die neben dem Spiel läuft, lädt die Korrekturen, und diese patchen die Engine ausschließlich im Arbeitsspeicher.“
20 Jahre haben Fans von Total War auf ein neues Spiel im Mittelalter gewartet. Im Zuge des 25. Geburtstags der Reihe gab es nun endlich die Ankündigung. Auf die anfängliche Euphorie folgte jedoch schnell Ernüchterung. Mehr dazu direkt auf MeinMMO: Legendäres Strategiespiel auf Steam bekommt nach 20 Jahren einen 3. Teil, Community jubelt erst – dann die Ernüchterung
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