Warframe: Ein Spiel, mit dem man alt werden kann – User-Review

Warframe: Ein Spiel, mit dem man alt werden kann – User-Review
User-Wertung von Peacebob: 9/10

Hier findet ihr das User-Review unseres Lesers Peacebob zu dem Spiel Waframe. Er hat in dem Spiel schon viel Erfahrung gesammelt und diese ausführlich niedergeschrieben. 

Ich will hier auch mal etwas zu einem Spiel sagen, welches ich nun schon seit Jahren spiele. Inzwischen macht es mir mehr Spaß, als alles was ich bisher so ausprobiert habe und es wird mit jedem Update nur noch besser.

Was ist Warframe?

Warframe ist ein Third-Person-Shooter, bei welchem man sich, mit den namensgebenden Kampfanzügen, Aufgaben und Missionen in dem Sonnensystem einer fernen Zukunft stellt.
Es spielt lange nach einem großen Krieg, in einer düsteren Zukunft, in der drei große Fraktionen um die Vorherrschaft streiten.

  • Die Grineer, eine Armee aus Klonen, angeführt von zwei mysteriösen Königinnen und deren zahllosen brutalen Generälen.
  • Die Corpus, ein Konglomerat von kommerziellen und industriellen Interessen die lediglich eine gemeinsame Sprache und die Gier nach Profit eint.
  • Die Befallenen, eine parasitäre Spezies, welche Besitz von Toten ergreift und diese mutiert. Ihr Ursprung ist nicht endgültig geklärt, aber sie waren wohl einst als Waffe im alten Krieg im Einsatz und verfolgen nun eigene Ziele.

Dazu kommen weitere kleinere Gruppierungen und Syndikate, welche teilweise auch mit dem Spieler kooperieren. In dieser Welt sucht man als Tenno, mit den namensgebenden Warframes, sein Glück. Man erfüllt Aufträge, erspielt sich zahllose neue Waffen, Kampfrüstungen und erlebt sehr unterhaltsame Abenteuer.

Warframe-TennoGen

Ich war beileibe nicht immer ein großer Fan dieses Spieles. Als ich Warframe das erste Mal ausprobierte, war es gerade in die Beta gegangen. Diese hatte aber eine größere Ähnlichkeit mit einer Alpha. Entsprechend ernüchtert war ich daher auch.

Nach einem kurzem Anspielen fristete es, sicherlich gut ein Jahr lang, ein äußerst trauriges Dasein in einer besonders staubigen Ecke meiner Festplatte.

Warframe-Screenshots-04

Dass Digital Extremes damals große finanzielle Probleme hatte und sie das Spiel nur auf den Markt geschmissen hatten, um nicht Konkurs anmelden zu müssen, war mir damals nicht klar.

Da mir aber unter anderem besonders das Nahkampfsystem gefallen hatte, nahm ich mir vor, Warframe später noch einmal Probe zu spielen. Letzteres tat ich dann auch etwa ein Jahr später.
Jetzt war es in einem schon deutlich präsentableren Zustand und ich blieb dem Spiel von da an, mal mehr mal weniger, treu.

Warframe Slide

Es gab noch immer viele entwicklungstechnische Baustellen, aber das Gameplay war sehr unterhaltsam und man hatte immer etwas zu tun. Wobei das “etwas zu tun haben” bei Warframe anders zu betrachten ist, als bei anderen MMOs. Dazu aber später mehr.

Mit dem verbesserten Parkour-System und den cineastischen Quests wurde es immer mehr zu einem meiner Lieblingsspiele.

Mit den Ebenen von Eidolon ging Warframe nun eines der einzigen Dinge an, welche ich zur Zeit noch immer etwas vermisse: die Persistenz.

warframe-eidolon-screens-34
Mit den Plains von Eidolon erhielt die erste Open-World Einzug in Warframe

Bisher war es ein Spiel gewesen, bei welchem jeder neue Schauplatz hinter Loadingscreens zu finden war. Mit Erscheinen der Ebenen konnte man mit einer minimalen Verzögerung von einem Gebiet in ein anderes laufen. Bei einem weiteren Spielmodus, welcher später eingefügt wurde, zeigte sich, dass sich diese Übergänge allem Anschein nach noch deutlich vielfältiger einsetzen lassen.

Das im Herbst kommende Railjack-Update, bei welchem man direkt aus der neuen Open-World in den Weltraum durchstarten kann, wird wohl ein weiterer Schritt in Richtung eines zusammenhängenden Warframe-Universums sein.

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5 Gründe, die mich bei Warfame halten

Nummer 1: Das Gameplay.

Es ist einfach verdammt gut gemacht. Es wird nicht umsonst oft “Warframe” und “Space-Ninjas” im selben Satz verwendet. Wobei es schon lange deutlich mehr als das ist.
Es macht mir selbst nach tausenden Stunden noch immer Spaß.

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Nummer 2: Es wird es nie langweilig.

Sobald man mal genug davon hat sich mit Excalibur durch die Gegner zu schnippeln, wechselt man einfach zu Frost und ist sogleich Gebieter über Eis und Kälte. Schon hat sich der Spielstil grundlegend geändert.

Im Moment gibt es 35 Warframes und diese teilweise auch noch mal in unterschiedlicher Form.

Warframe-Khora-1

Selbst ein einfacher Waffenwechsel kann in Warframe die Spielweise Grundlegend ändern, da keine Waffe einer anderen ähnelt.

Hier gibt es Waffen, die gibt’s nicht. Da nutzt man in einem Spiel eben den AoE-Kälteproc-Explosions-Energiebogen mit einer selbstlernenden Laserpistole und einer Gegner gefangen setzenden Wurfscheibe.

Zur Zeit gibt es gut 300 unterschiedliche Waffen. Zusammen mit den hunderten von Mods, welche Waffen und Warframes noch mal grundlegend umkrempeln können… man hat immer etwas zu tun.

Nummer 3: Die Individualisierungsmöglichkeiten.

warframe-schiff

Es gibt, nicht nur wie oben schon angedeutet, zahllose Möglichkeiten seine Waffen und Warframes mit Mods zu verbessern und zu individualisieren, sondern auch unendlich viele Möglichkeiten sein Erscheinungsbild über Farben, Rüstungsteile und Umhänge anzupassen.

Neben den hunderten Teilen, welche zum einem vom Entwickler erstellt werden, gibt es noch zahllose weitere von der Community erstellte Skins und Teile, die über Steam erschaffen und verkauft werden können. “Fashionframe” nennt sich das Ganze und praktisch jeder macht es. Auch eine Art Endgame.

Warframe war auch das erste Spiel in dem ich Echtgeld für kosmetische Anpassungen ausgegeben habe und auch weiterhin ausgeben werde. Die Qualität sucht einfach ihres gleichen und so einen Entwickler will man unterstützen!

Nummer 4: Es hat keine der typischen Itemspiralen.

Zumindest nicht, wie man sie in praktisch allen anderen MMORPGs findet. Bei Warframe gibt es zwar Ränge und die Warframes und Waffen kann man bis lv30 leveln aber wenn man sich erst mal die wichtigsten Mods erspielt hat und ein paar Waffen und Warfames mit Formas und Orokinbeschleunigern ausgestattet hat, wandelt man von da an in “Endgame” um.

Warframe-Khora-Peitsche

Das ändert sich auch nicht, wenn neue Waffen, neue Warframes oder anderer Content erscheint. Dieser gibt einem einfach neue Möglichkeiten, entwertet aber die alte Ausrüstung nicht. Man braucht in Warframe aber auch keine Imaginäre Karotte, die einem der Entwickler vor der Nase baumeln lässt, um weiter spielen zu wollen. Dafür ist neuer Content einfach zu gut, um ihn nicht ausprobieren zu wollen.

Man wird nicht gezwungen Warframe zu spielen, es macht einfach Laune. Darum spielt man es!

Nummer 5: Die Cineastischen Quests.

Ein MMO wegen den Quests spielen… spinnt der jetzt endgültig? Das mag sich jetzt vielleicht ein uneingeweihter fragen… aber nein.

Die späteren Quests, beginnend mit “Der zweite Traum”, sind wirklich außergewöhnlich gut. Alleine um zu wissen wie es dort weiter geht, würde ich schon Warframe spielen. Leider kommt man erst etwa mir Rang 6+ in den Genuss dieser Quests. Wären die schon früher angesiedelt, würde sicher jeder der Warframe mal ausprobiert hat, auch dabei bleiben.

Warframe-Lotus

Man sollte aber auch erwähnen, das Warframe einen nicht wirklich an die Hand nimmt.

Es gibt zwar ein Tutorial, welches einen in grundlegende Funktionen einweist, aber viele Fragen bleiben offen und man muss externe Quellen zu Rate ziehen.
Zum Glück ist die Community sich dieses Problems durchaus bewusst und sehr hilfsbereit.

Im regionalen Chat bekommt man immer schnell eine Antwort auf alle Fragen und die Wiki ist eine der ausführlichsten die ich kenne. Dazu kommen tausende Guides bei Youtube oder anderswo im Internet (auch hier auf Mein-MMO).

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Am besten ist es aber, wenn man jemanden hat, der einen bei der Hand nimmt oder besser noch einen ganzen Clan.
Eine der ersten Dinge, die man in Warframe machen sollte ist die Suche nach einem aktiven Clan!

Wer es schafft, sich in Warframe rein zu fuchsen, wird mit einen wirklich außergewöhnlichem Spiel belohnt, welches nie langweilig wird. Vertrieben und entwickelt von ebenso außergewöhnlichen Menschen.

Ach ja, Warframe ist nicht P2W, aber es ist gerade 2 Uhr und ich hoffe, dass ich dazu später noch etwas schreiben kann…

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