Final Fantasy XIV: Vom Licht in die Schatten
Wertung: 9.5 / 10

Nach Stormblood bringen Square Enix und das Team um Producer Naoki Yoshida im mittlerweile gewohnten Zweijahresrhythmus, das nächste Addon Shadowbringers für Final Fantasy XIV auf den Markt.

Anstatt die noch unerforschten Flecken auf der Weltkarte von Eorzea weiter aufzudecken, werden wir dieses Mal in eine der sogenannten Splitterwelten geschickt, oder besser gerufen. Hier sollen wir nicht etwa die Dunkelheit bekämpfen, sonder sie zurück bringen. Daher auch der Name der Erweiterung: „Shadowbringers“.

Story

Ohne Spoiler kann man zur Story gar nicht viel sagen, deswegen kommt nur eine Bewertung, um niemanden den Spaß zu verderben.

Final Fantasy XIV hatte schon immer eine gute Geschichte für ein MMORPG, aber was wir dieses Mal erleben dürfen, stellt so ziemlich alles in den Schatten. Auch das hochgelobte Heavensward kann da beileibe nicht mithalten.

Inszenierung, Twists und Charaktere sind auf einem dermaßen hohem Niveau, da können sich manche Singleplayer-RPG’s noch eine Scheibe von abschneiden. Wir erfahren mehr über die Ascians, die Götter Hydaelyn und Zodiark und die Katastrophen, die unseren Planten schon so oft überzogen haben. Stellt euch auf ein paar richtige „What the fuck“-Momente ein. Hier glänzt das Addon richtig.

Die Gebiete in „The First“

Insgesamt dürfen wir durch 6 neue Gebiete und zwei Städte reisen. Da hätten wir zum einen Crystarium, welches um den beschworenen Kristallturm aufgebaut ist und die letzte Bastion im Kampf gegen das Licht darstellt. Eulmore ist da genau das Gegenteil. Hier haben sich die Bewohner damit abgefunden, dass die Welt untergeht und frönen ihrer letzten Tage in Saus und Braus.

Alle Gebiete sind optisch eine Augenweide, was typisch für Final Fantasy XIV ist. Im Seenland erwarten uns idyllische lila Wälder und das Meer, während im Großen Wald Rak’tika ein wahrer Dschungel dazu anregt auch die letzten Ecken zu erkunden.

Der Soundtrack der einzelnen Gebiete ist gewohnt großartig. Hier gibt es einfach nichts auszusetzen. In jedem der Gebiete gibt es einen Dungeon, den es am Ende der jeweiligen Main-Story-Quest zu erobern gilt. Auch hier trumpft das Addon mit wirklich schönen Designs, die gerne Mal zum Stehenbleiben und dem Knipsen von Screenshots anregen.

Allerdings sieht man Final Fantasy XIV sein Alter oft an. Was aus der Ferne wirklich hübsch wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung oft als sehr verwaschene Texturen. Man kann nur auf ein Grafik-Update im nächsten Addon hoffen, dafür müssten allerdings Ressourcen freigeräumt werden, die das Entwicklerteam zur Zeit einfach nicht hat.

Gameplay

Wie es sich für ein MMORPG-Addon gehört, gibt es neue Jobs (die Klassen in FF XIV) und Rassen. Zu den neuen Jobs zählen:

  • Die Revolverklinge, ein Tank der sich recht flott spielt und dadurch schon fast wie ein Damage Dealer wirkt.
  • Und der Tänzer: Ein physischer Fernkampf Damage Dealer, der vor allem auf Buffs für einen Tanzpartner und die Gruppe setzt.

Die neuen Rassen sind die Viera und die Hrothgar. Viera sind bekannt aus Final Fantasy XII und ein hasen-ähnliches Waldvolk, während die Hrothgar zum Teil an die Ronsos aus Final Fantasy X erinnern. Leider gibt es einen Genderlock für die beiden Rassen. Die Viera können nur weibliche Charaktere erstellen und die Hrothgar nur männliche. Man hat das ganze Lore-technisch begründet und wir müssen uns damit dann wohl zufrieden geben.

Die neue Maximal-Stufe steigt in Shadowbringers von 70 auf 80. Zum Leveln benutzen wir vor allem die Main Story Quest. Die sollte neben den täglichen Dungeon-Herausforderungen meistens genug Erfahrung bringen, um EP für die Stufenaufstiege zu sammeln.

Wem das nicht reichen sollte, der kann Neben-Quests annehmen, die sich ab Stufe 70 an die jeweilige Stufe des Charakters anpassen. Eignet sich also vor allem, um andere Jobs nach dem Abschluss der Story voran zu bringen.

Natürlich haben wir auch noch in jedem Gebiet die altbekannten FATEs. Diese bringen euch dieses Mal nicht nur EP, sie steigern auch euren Rang im jeweiligen Gebiet und geben euch sogenannte „zweifarbige Edelsteine“ als Belohnung. Die könnte ihr ab einem bestimmten Rang gegen schnelleres Reiten (nur Boden), Materialien oder später auch Begleiter und Housing-Gegenstände tauschen.

Zum Abschluss noch zwei Dinge: Story-Dungeons kann man ab sofort mit NPC-Begleitern bestreiten. Das Trust-System bietet hier vor allem Damage Dealer die Möglichkeit ohne langes Warten durch die Story zu kommen, eine wirklich tolle Neuerung.

Die Handwerker haben einen Missions-Hub erhalten, in dem sie für verschiedene Werkstätten Missionen erfüllen. Diese ersetzen die alten Story-Missionen und bieten eine gute Möglichkeit schnell an Erfahrung zu kommen. Dasselbe gilt aber auch für die normalen Jobs. Es gibt keine einzelnen Job-Missionen mehr. Stattdessen erfüllen wir Rollen-Quest die in Tank, Heiler, physischer Schaden und magischer Schaden unterteilt sind.

Abschließendes Fazit

Pro:

  • herausragende Story
  • tolle Gebiete
  • musikalische Untermalung ist hervorragend
  • Trust-System hilf vor allem Spielern, die sonst lange in Warteschlangen festsitzen würden

Contra:

  • Grafik nicht mehr auf der Höhe der Zeit
  • Genderlock bei den neuen Rassen

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass mit Shadowbringers die wahrscheinlich bisher beste Erweiterung für Final Fantasy XIV erschienen ist. Viel gibt es nicht auszusetzen und ob es nun das Abschließen der Story, Leveln von Handwerkern, Sammlern und anderen Jobs oder einfach nur Screenshots in Dungeons ist, man hat immer etwas zu tun. Content ist massig da und am 16.07.19 erscheint auch schon der erste Raid.

Wenn die Qualität des Contents weiterhin so hochwertig ausfällt, stehen Final Fantasy XIV noch ein paar tolle Jahre bevor.

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