@swoohoobat

Active vor 5 Monaten, 2 Wochen
  • Viele Frauen wollen online nicht sagen, dass sie Frauen sind. Das hat sich in letzter Zeit kaum geändert. Die Angst vor Diskriminierung ist groß.

    In vielen Köpfen passen „Frauen“ und „Videospiele“ noch immer […]

    • Als weiblicher Spieler ist der größte Teil meiner Erfahrungen mit anderen Spielern positiv. Entsprechend mache ich zumeist kein Geheimnis daraus – wenn das Geschlecht denn je zur Sprache kommt. Die schöne Tatsache ist, dass es die meisten wirklich nicht interessiert.

      Einmal allerdings habe ich eine wirklich ekelerregende Erfahrung machen müssen.
      Ich war erst 13 oder 14 Jahre alt und hatte sehr gerne Guild Wars gespielt. Nach einem gescheiterten Unterwelt-Run hat mich ein anderer, mir unbekannter Spieler aus der Gruppe angeschrieben und wir haben noch etwas gechattet. Allein meines Schreibstils wegen war ich schnell als weiblich zu identifizieren (bei manchen liest man es einfach heraus :D).
      Es dauerte nicht lange, bis sich das anfänglich nette Gespräch dahin entwickelt hatte, dass er mich über intime Dinge ausfragte. Ob ich von dieser und jener sexuellen Praktik bereits gehört hätte oder ob ich das mal ausprobieren wollte. Wenn ich so darüber nachdenke, glaube ich, mein Alter erwähnt zu haben, was das ganze Gespräch noch ekelerregender macht…

      Der gesunde Menschenverstand sagt, dass es für genau solche Leute die Möglichkeit gibt, andere zu blockieren. Ich für meinen Teil war allerdings einfach nur überfordert bis verstört. Ich hatte bis dato ja nur sehr netten Kontakt mit anderen Spielern und wusste nicht einzuordnen, wieso man einen wildfremden Menschen auf so eine Art und Weise belästigt.

      Ich habe ihn letztlich zwar schnell blockiert, aber den Spaß am Spiel hat es mir fürs erste doch genommen. Das lag auch daran, dass er mich zwei Tage später über einen anderen Account anschrieb. Ja, den konnte ich auch einfach blockieren und “gut ist”. Aber: mit einem Mal fühlte ich mich nicht mehr sonderlich wohl im Spiel. Nicht sonderlich sicher, was zum großen Teil sicher auch an meiner altersgeschuldeten Unbedarftheit lag.

      Ich denke, nicht mal heute – einige Jahre später – würde ich wesentlich selbstsicherer reagieren. Entsprechend kann ich schon nachvollziehen, wenn die eine oder andere schon von Angst spricht.

      Es ist ein schwieriges Thema. Als grundsätzlich falsch empfinde ich es allerdings, bei so etwas umgehend mit “aber Frauen sind oftmals auch nicht besser!!!1111” zu reagieren. Damit ist niemanden geholfen.

      Es muss nicht an der männlichen Ehre kratzen, wenn darüber geredet wird, wie sich einige (prozentual gesehen eher sehr wenige) daneben benehmen. Ich bin auch nicht beleidigt, wenn jemand über Frauen herzieht, die sich durch ihr Geschlecht irgendwelche Vorteile erschnorren wollen. Das kotzt mich selber an. Ehrlich. Ich bin erst dann angefressen, wenn alle über einen Kamm geschert werden.

      Man muss nicht zugleich beteuern, dass sich das ja so gar nicht mit der eigenen Erfahrung deckt. Es gibt seeeehr viele Probleme auf der Welt, mit denen ich als Mensch, der rein von den “Start-Voraussetzungen” her eher Glück hatte, nie in Berührung komme und gekommen bin. Macht es diese Probleme weniger existent?

      Es gibt mehr als die eigene Blase in der man lebt – positives, wie negatives.

  • Lasst uns zusammen an unsere ersten MMORPG-Erfahrungen erinnern. Erzählt uns, was diese Games für euch so besonders gemacht hat.

    Wisst ihr, was ich gerne mache, wenn es draußen kalt und nass ist? Mich an di […]

    • Swoobat kommentierte vor 1 Jahr

      Mein erstes MMO war so ein furchtbarer Anime-Grinder namens Fiesta Online. Was habe ich dieses blöde Spiel geliebt. Im nachhinein betrachtet gibt es aus spielerischer Sicht kaum etwas, das bemerkenswert wäre. Die Quests waren stummsinnig und unoriginell, die Story nur wenig existent und je näher man aufs Levelcap zuging, desto grindlastiger wurde das ganze. Oh, und der Itemshop-Zwang war stellenweise echt groß, soweit ich mich richtig erinnere – Und doch hatte ich meinen Spaß. Man mochte mir vorwerfen, es nicht besser gewusst zu haben – oder ich war mit meinen 11/12 Jahren einfach leicht zu beeindrucken. Was ich damals wie heute tatsächlich wirklich toll an dem Spiel finde, ist die Musik. Da sind einige Ohrwürmer enthalten. 🙂
      Obwohl ich das Spiel damals wirklich viel gespielt habe, war ich immer eher casual unterwegs, kann also zu den Raids nichts sagen. Für mich waren es klassischerweise die tollen Menschen, die ich kennengelernt habe, die mich am Spiel hielten. Bei einem Menschen bereue ich es richtig, sie aus den Augen verloren zu haben.
      Tatsächlich läuft das Spiel heute noch, und ich bin wirklich versucht, mal wieder reinzuschauen. Der Nostalgie wegen.

      Parallel entdeckte ich Guild Wars, wobei man hier ja über die Bezeichnung eines MMOs streiten darf. Jenes spiele ich übrigens noch heute 😀

      • Fearloc kommentierte vor 1 Jahr

        War auch mein erstes MMO und hab es rückblickend betrachtet auch nur wegen der Leute knapp 2 Jahre gespielt xD

        Hab vor ner Weile nochmal reingeschaut und muss leider sagen, dass von der netten, hilfsbereiten Community nur noch minimale Bruchstücke über sind :/

        Mein Tipp: belasse es als schöne Erinnerungen 😅

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