Maci

@maci

Active vor 2 Jahren, 5 Monaten
  • Kosten, Komponenten und was braucht man eigentlich alles für einen PC? Das sind Fragen, die man sich stellen muss, wenn man einen PC selbst zusammenbauen will. Doch es gibt Dinge, die verraten einem keine […]

    • Sich selbst einen PC zu bauen ist schon immer etwas besonderes und mein wichtigster Tipp wäre noch sich umfassend zu informieren. Wenn sich nicht ordentlich informiert wird, dann kann es schon mal passieren dass sogar eine falsche CPU für das angedachte Mainboard gekauft wird, oder sich später jemand wundert warum er dieses und jenes nicht machen kann (Stichwort Intel und Übertaktung, K und non K).
      Zu diesem Thema gibt es viele Foren im Netz und dort kann man sich auch erkundigen und (hoffentlich) fachkundige Meinungen einholen.
      Der Grund warum ich dass schreibe ist nämlich die Konfiguration von dir. So grob aus den Teilen auf dem Bild würde ich mal auf circa 500€ Budget schließen. Und da sind dann ein paar nicht ganz optimale Entscheidungen getroffen worden (wichtig: aus meiner Sicht, da kann gerne jeder gegen argumentieren).
      Zum ersten wird niemand ein b320 Board emphfehlen, meist sind das die Boards für Komplett-PC-Shops und machen irgendwo abstriche, in diesem Fall zum Beispiel größtes Manko sind die fehlenden Kühlkörper für die Spannungswandler. Außerdem werden a320 Boards keine Ryzen 4000er mehr unterstützen, wodurch die Upgrade-Möglichkeiten nun schon begrenzt sind. Das er nur 2 RAM-Bänke hat ist da nich zu verschmerzen, da Ryzen teilweise mit Quad-Channel Probleme hat.
      Bei der CPU ist es auch schwierig, zum einen ist dein Argument dass durch die integrierte Grafikeinheit immer ein Bild kommt gut, allerdings ist so eine iGPU immer schwächer als jede Grafikkarte und kostet dabei noch mehr als vergleichbare Prozessoren. In diesem Fall würde man für 10€ mehr einen Ryzen 1600 bekommen, welcher 2 Kerne mehr bieten und dabei noch Hyper-Threading unterstützt, wodurch er um ein vielfaches zukunftssicherer ist.
      Und als letztes noch ein Hinweis bei der M.2 SSD, die hier verwendete ist eigentlich eine SATA SSD im M.2 Design, bringt also auch nur die normale Geschwindigkeit. Hier könnte auch eine normale SSD genommen werden oder dann halt eine M.2 mit viel höherer Geschwindigkeit. Einzig zum Verbauen ist dies wohl ein Vorteil, da keine weiteren Kabel benötigt werden.
      Und zu letzt noch ein Hinweis beim shopping, Amazon ist meist eine der schlechtesten Anlaufstellen wenn es um diese Art von Hardware geht. Da gibt es eher Shops wie Mindfactory oder Alternate die günstigere Preise haben.

      An sich aber ein schöner Artikel mit vielen wichtigen und guten Hinweisen. Nur bei deiner Konfiguration sehe ich Verbesserungspotenzial, an sich begrüße ich es aber immer wenn jemand seinen Rechner selbst baut, zudem macht das einfach auch Spaß.

      • 4 Riegel sind kein Quad Channel sondern Vollbestückung. Das spielt nur beim RAM OC eine Rolle. 4 SpeicherKANÄLE gibts nur auf den großen Sockeln.

        Und gerade wenn man aufs Budget achten muss ist eine NVME ziemlich die sinnloseste Investition. Auch wenn die auf dem Papier bis zu 6x schneller als SATA-SSDs sind, ohne Stoppuhr merkt man den Unterschied nicht.

        Ansonsten recht ordentlich geschrieben 🙂

        • Ich muss auch sagen, sein Text ist relativ on Point. Über die Sache mit dem RAM bin ich noch hinweggestolpert, die Sache mit der NVME hat mich dann tatsächlich gecatched 😀

          Der Hinweis, dass das da keine echte NVME ist, sondern nur eine SATA-SSD im NVME-Gewand ist gut und sicherlich sinnvoll für Anfänger. Allerdings tut es nichts zur Sache, ob man nun so eine „Fake“-NVME oder eine konventionelle SSD verbaut. Preislich tut sich da nicht viel. Die Empfehlung einer „echten“ NVME ist totaler Humbug. Ich habe keine Ahnung, wo der Glaube herkommt, dass die Leute in Ihren Gaming-, Office- oder Surf-PCs unbedingt eine NVME haben müssen, die in keinem dieser drei Setups einen Vorteil bringen würde, gleichzeitig aber gut 50-100% teurer ist als eine ordentliche, konventionelle SSD Festplatte. Den Vorteil des Formfaktors und man zwei Kabel weniger im Gehäuse hat, sehe ich ein. Solange man aber nicht täglich gigabyteweise Daten hin- und herschubst (bspw. in der Videobearbeitung/ -rendering oder bei hochauflösender Bildbearbeitung) bringt eine NVME nüschts 🙂

      • Es gibt Gründe, warum ich mich damals für diese Konfiguration entschieden habe: Wenn man zum ersten Mal an einem Computer schraubt wie ich damals da gehen lieber 80 Euro flötten als gleich 300 Euro für einen Prozessor, falls genannte Zacken abbrechen oder ähnliches passiert. Das Mainboard habe ich vor allem wegen den sehr hilfreichen Signalleuchten genommen, die mir zeigen, wo es beim Zusammenbau hakt. Ich verbrenne ungern gleich mehrere tausend Euro, wenn es auch erst mal „nur“ 500 sein können. Mittlerweile habe ich einige Erfahrung gesammelt, würde aber beispielsweise wieder zu einer APU greifen. Wieso, das erkläre ich im nächsten Punkt.

        APUs, das heißt Prozessoren mit Grafikchip, würde ich trotzdem immer empfehlen. Die Hauptleistung beim Gaming trägt ohnehin die Grafikkarte und im seltensten Fall der Prozessor. Es gibt Ausnahmen wie beispielsweise Starcraft oder auch Civilization 6, wo die Rechenleistung die CPU übernimmt. Die Grafkkkarte bleibt also im Leerlauf, wenn die APU arbeitet.

        Vier Bauteile habe ich mir damals per Mindfactory bestellt, drei Teile durfe ich wegen Mängeln zurückschicken: Ein falscher, deutlich schlechter Arbeitsspeicher in einer teuren Hülle (Verpackungsfehler?), ein fehlerhaftes Mainboard (deswegen auch das A320-Board auf dem Bild, das ist ein Ersatz und war nicht geplant. Anstatt Asrock sollte es MSI werden) und kaputte Kabel. Die Grafikkarte hat funktioniert. Zu guter letzt bin ich dann auf Amazon ausgewichen, Mindfactory hat auf jeden Fall einen freundlichen, hilfsbereiten Support und kulant sind die ebenfalls. Mit Alternate habe ich wiederum gute Erfahrungen gesammelt und kann ich empfehlen.

        Und im Groben und Ganzen ging es ja auch nicht um „meine“ Konfiguration sondern um Tipps und Hinweise, die allgemein gelten.

        • Das mit der integrierten Grafikeinheit muss jeder für sich entscheiden, zumal die Ryzen da sogar noch eine gute Vega-Einheit haben mit der man sogar übergangsweise ganz ok spielen kann (wenn beispielsweise mal eine Grafikkarte kaputt geht). Bringt auf jeden Fall zusätzliche Sicherheit.
          Auch dass die Grafikkarte inzwischen fast immer die begrenzende Komponente ist sollte klar sein. Dennoch sind wir inzwischen an einem Punkt angekommen wo diskutiert wird ob 4 Kerne heutzutage beim Gaming noch reichen, und da ist der kleine Ryzen 2200g ohne hyperthreading zwar momentan noch ausreichend, wird aber zukünftig wohl eher limitieren. Dabei ist aber wichtig zu sagen: kenne deine Ansprüche. Ich habe schon häufig gesehen wie Leute 1000€ und mehr willig sind auszugeben und wenn man dann mal fragte für was sie den PC verwenden wollen kam Minecraft und surfen als Antwort. Dafür reicht ein 500-700€ mehr als aus, sogar tendenziell noch weniger. Für Spiele wie Starcraft und Civ6 (Civ dabei einer meiner absoluten Lieblingstitel) brauchen jetzt halt auch nicht mehr Leistung. In diesem Sinne ist dein PC eine gute Konfiguration.
          Und schade das du mit Mindfactory Probleme hattest, hab da jetzt schon häufiger bestellt ohne je Probleme zu haben.

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