@daggettbeaver

Active vor 3 Wochen, 1 Tag
  • Hearthstone wird immer dreister. Der neuste Modus ist eine Farce – das findet zumindest unser Karten-Dämon Cortyn und regt sich tierisch auf.

    Hearthstone und ich, das war schon immer eine Hassliebe. Zum St […]

    • Es wird immer so getan, als müsste man die Pre-Orders kaufen, um spielen zu können.

      Gut, ich spiele seit der Closed Beta 2013, daher ist mein Account entsprechend “stacked”, aber das ist keineswegs eine zwingende Voraussetzung. Wer sein Gold halbwegs managed, goldene Karten (die kein Mensch braucht!) zu Staub macht und nicht jeden Unsinn craftet, sondern nur das, was man wirklich braucht, kann free2play ziemlich gut über die Runden kommen. Das gilt vor allem, wenn man schon länger dabei ist.

      Lediglich die “new player experience” ist m.E. etwas zu schlecht, wenn man als Neueinsteiger nicht bereit ist, ein wenig zu investieren. Aber auch das hält sich in Grenzen.

      Ich jedenfalls habe seit 2017 kein Geld mehr für Hearthstone ausgegeben (und davor im Durchschnitt etwa 10 Euro pro Monat, was fair für ein Multiplayer-Online-Spiel ist…) und habe aktuell 68.580 Dust + 122.205 Dust auf meinem Disenchant-All-Button + etliches in goldenen Karten, die ich jederzeit disenchanten könnte. Kurzum: Obwohl ich seit 4 Jahren kein Geld mehr für Hearthstone ausgegeben habe, habe ich genug Dust, um noch die nächsten 10 Jahre alle nötigen Epics und Legendaries zu craften, die ich brauche, wenn ein neues Set rauskommt. Und ja, das ist fast einzig und alleine das Resultat davon, dass ich seit Einführung des Quest-Systems immer meine Daily und nun auch Weekly Quests mache (und vor 2015 viel Arena gespielt habe und “infinite” war, was auch heute noch der beste Weg ist, um sich alles, was man braucht, zu erspielen…)

    • Ich halte die übertriebene Kritik am neuen Modus zum jetzigen Zeitpunkt noch für übertrieben. Warten wir doch erst Mal ab, wie groß der Druck, Geld auszugeben, wirklich ist.

      Ohne zu wissen, wie hoch die In-Game-Rewards für’s Spielen aussehen, ist es unmöglich, abzuschätzen, ob die Monetarisierung “greedy” ist oder nicht.

      Die Strategie Blizzards, direkt mit 50 Euro Pre-Order-Bundles anzufangen, ist natürlich nicht gut. Battlegrounds war deshalb so erfolgreich, weil es zu Beginn absolut kostenlos war und später dann durch das Battlegrounds-Perks-System und Cosmetics eine sehr niederschwellige Monetarisierung hinzugefügt wurde. Wäre Battlegrounds direkt so teuer gewesen wie z.B. Duels oder jetzt Mercenaries ist es gut möglich, dass der Modus nie so populär geworden wäre. Daher stimme ich zu: Die teuren Pre-Orders sind ein Fehler, der Shitstorm auf Reddit und co. war absolut vorhersehbar.

      Dennoch:
      Abwarten, Free2play testen, wie sich der Modus spielt – und dann kann man entscheiden, ob man dafür Geld investieren will, ob man free2play sinnvoll spielen kann oder ob der Modus schlicht zu teuer ist. Jetzt kann man das unmöglich bewerten.

  • Mit „Vereint in Sturmwind“ gibt es 135 neue Karten in Hearthstone. Wir wollen 5 besondere Karten hervorheben, die schon bald für Chaos sorgen werden.

    Die neue Hearthstone-Erweiterung „Vereint in Sturmw […]

    • Sollte die Priest-Quest je Meta werden, wird Mutanus in absolut jedem Nicht-Aggro-Deck gespielt werden – einfach weil der Priest zwangsläufig eine Runde lang Xyrella in der Hand halten wird…

      Und die Warlock-Quest “kostet” nur 15 Netto-Lebenspunkte, nicht 21. Schlicht, weil die Quests selbst bei Abschluss zwei mal 3, also 6 Lebenspunkte über Lifesteal zurückgeben. Im Rahmen des Quests fügt man sich daher zwar 21 Lebenspunkte zu, erhält aber 6 davon automatisch zurück.

      Lady Prestor dürfte eher eine Meme-Karte sein. Ein Deck mit high-stat vanilla Minions (eventuell sogar mit negativen Battlecrys) ist zwar denkbar, aber zu abhängig davon, diese eine Karte früh zu ziehen. Es würde mich daher sehr wundern, wenn sich hier ein kompetitives Deck bilden würde…

      Die Bänkerin ist im Prinzip ein 3-Mana-Loot-Hoarder mit besseren Stats und potentieller Up- sowie Downside. Upside weil sie theoretisch mehr als eine Karte ziehen kann, Downside weil die Karten verloren gehen könnten. Generell aber wohl keine bedeutende Karte, höchstens in Decks die Deathrattles mehrfach triggern können (Hunter, Priest), vor allem in Wild. Aber da gibt’s in der Regel auch effektivere Karten.

      Sheldras ist die einzige Karte, die ich so gar nicht einschätzen kann. Das Problem ist, dass Druid-Decks, die teure Spells spielen, in der Regel auch viel Ramp spielen (Wild Growth, Overgrowth, Mana Bloom…) und diese Spells bringen relativ wenig, wenn sie automatisch gewirkt werden, nachdem man ein 8-Mana-Minion gespielt hat… andere Druid-Spells, für die es sich lohnen würde, sind sehr situativ – z.B. Arbor Up… Ich sehe daher nicht wirklich, wie sich hier ein Meta-Deck erstellen lässt – aber wenn ich in den letzten 8 Jahren Hearthstone eines gelernt habe, ist es, dass “Mana Cheat” (also die massive Reduktion von Karten-Kosten) immer einen Weg findet, relevant zu sein (siehe Nerfs zu unzähligen Mana-Cheat-Karten, wie Innervate, Wild Growth, Preparation… die Liste ließe sich lange fortsetzen…)

      • Zum Druiden Legendary, selbst wenn er nur 1 einzigen teuren Spell spielt ist das schon ne harte Value. Angenommen Du pullst den 8 Mana 8 Armor und 8 Mana Minion (Cenarion Ward) Spell, der verbraucht ja kein Mana, Du hast ja dann den Legendary auf dem Board, den 8 Mana spell gespielt und trotzdem 10 Mana auf der Hand weiterhin.

        Wenn der allein 2 x nen Cthun spell zieht + iwas mit carddraw, ist ja unglaubliche Value. Der Legendary ist 100% ne 5/5 Star Karte und wird so einiges an krankens Zeug abliefern in den kommenden 2 Jahren.

        Und wie Du schon sagtest, Mana cheat, und da ist Druide ja könig, wird immer relevant sein. Ich denke die Karte wird generft. Wenn Druide den Turn 8 spielt, was ja quasi für alle anderen Klassen Turn 4 oder 5 ist, und er im nächsten Turn Katen zieht, Cenarion Ward + Survival of the Fittest trifft, ist das spiel einfach vorbei.

        Da kannst Du selbst als Priester, die einzige Klasse die das überhaupt überstehen könnte, mit der Removal-Gotthand (Shadow Word Ruin / Hysteria / Soul Mirror etc.) nicht mehr auf Dauer mithalten.

        Kurz zur Priest Quest:

        Sieht zunächst wie nen Meme aus, aber in den Preview Gameplays der Streamer konnten nicht wenige die Quest bereits Turn 8/9/10 abschliessen. Ging jedenfalls deutlich schneller als man vermuten könnte. Mal schauen

  • Der große Reveal-Stream von Hearthstone ist ausgefallen. Droht damit auch der Release der neuen Erweiterung “Vereint in Sturmwind” auszufallen?

    Eigentlich ist in Hearthstone gerade eine freudige Zeit, denn […]

    • Nö, hätte man den Chat auf Emote Only gestellt oder gleich ganz ausgestellt und der Reveal-Stream wäre so abgelaufen, wie alte Reveal-Streams, hätte es am Tag danach gehießen:

      “Während die Staatsanwaltschaft ermittelt feiert Blizzard so, als sei nichts gewesen…”

      Kurzum: Der Shitstorm wäre noch größer gewesen. Durchaus mit Recht. Denn in diesem Reveal-Stream hätte man die laufenden Ermittlungen natürlich nicht ansprechen können und damit automatisch den Eindruck erweckt, man wolle es unter den Teppich kehren.

      Mit der Absage und dem Statement von Iksar (Dan Ayala) kann man zumindest zeigen, dass man sich mit der Problematik beschäftigt…

      Inwiefern Team 5 an diesen Skandalen beteiligt ist, ist natürlich generell eine interessante Frage. Ich habe eigentlich immer den Eindruck gehabt, dass Team 5, also das Entwicklerteam von Hearthstone, extrem divers aufgestellt ist und daher eher nicht als Verdachtsfall für eine “Frat Boy Mentality” durchgeht…

      Aber so lange die juristische Aufarbeitung nicht abgeschlossen ist kann man das halt auch nicht mit Sicherheit sagen… Nur eines ist klar: Die Geschäftsführung von Blizzard ist selbst Schuld an der Misere…

  • Bei League of Legends steht der neue Patch 11.15 an: Das Update bringt einen Nerf für den LoL-Champion Aurelion Sol. Der blaue Drache wird eigentlich nur wenig gespielt, doch jetzt stellt sich raus: Die Besten […]

    • Das ist absolut nichts Neues…

      Früher (2013 oder 2014) hatte auch mal LeBlanc eine Zeit lang eine miserable allgemeine Win-Rate (unter 45%), gleichzeitig hatten die Top-LeBlanc-Spieler die besten Win-Rates im Spiel. Resultat: Es gab einen Nerf – den die Community nicht verstanden hat (“Warum nerft Riot einen Champion mit so niedriger Win-Rate!).

      Balancing orientiert sich immer am obersten Bereich des Skill-Ceilings eines Champions. Und das Skill Ceiling ist bei Aurelion Sol ziemlich hoch, weil die Effektivität des Champions von jederzeit perfektem Positioning abhängt – und falsches Positioning sofort bestraft wird.

      Die meisten Spieler trauen sich nicht zu, so einen Champion zu spielen – und die meisten, die es doch tun, scheitern daran. Daher ist die Win-Rate niedrig. Wenn jedoch diejenigen, die das Skill Ceiling tatsächlich ausschöpfen, daher den Champion am oberen Ende seiner maximalen Effizienz spielen, damit zu hohe Win-Rates erreichen, muss der Champion halt generft werden.

      Grundlage für Nerfs ist nicht der Durchschnittsspieler, sondern der High-Elo-Spezialist. Und das ist auch gut so. Daher ist die Win-Rate des High-Elo-Spezialisten ausschlaggebend, nicht die allgemeine Win-Rate und schon gar nicht die Win-Rate in Bronze, Silver oder Gold…

      • Ebenfalls ein Beispiel: Eine wirklich gute Kai’Sa in Bronze oder Silber zu finden kann man eigentlich vergessen da man für Kai’Sa Hände braucht. In Master und höher ist sie jedoch ziemlich häufig ziemlich broken ergo= nerf

  • In League of Legends ist das sogenannte Queue-Doging weit verbreitet. Dabei verlassen Spieler die Warteschlange, um so einen Vorteil zu bekommen. Doch nun geht Riot Games dagegen vor, sperrt die Spieler bis zu 12 […]

    • Das ist genau das Problem – es ist möglich, sich durch Didgen einen Vorteil zu verschaffen – aber das ist eben nicht gewollt!

      Denn würde man es erlauben, hätte am Ende derjenige den größten Vorteil, der am meisten dodged – im Extremfall daher derjenige, der bereit ist, 19 von 20 spiele zu dodgen und nur die Matches zu spielen, die eine exzeptionelle Siegeschance haben (z.B. weil die Gegner einen schrecklichen Draft gaben…). Damit würde man eine Abwärtsspirale auslösen, die zu einem immer höheren Anteil an Spielabbrüchen führen würde.

      Stell dir einfach mal vor, alle Spieler würden “taktisch” dodgen alles dodgen, was unter 60% win-rate liegen würde. Das Resultat wäre, dass mathematisch kein einziges Spiel zu Stande kommen würde, weil eine Win-Rate uber 60% für ein Team zwangsläufig zu einer Win-Rate unter 40% für das Gegnerteam und damit einem Dodge des Gegners zur Folge hätte.

      Das System, dass die Spieler, die am bereitwilligsten dodgen, den größten Vorteil haben, ist daher extrem problematisch. Deshalb müssen die Strafen fürs dodgen höher sein als der Vorteil.

      Kannst du das Problem hier wirklich nicht erkennen?!?

      • Genau das ist kein Problem. Das Versteht man genau dann, wenn man mal in Master+ gespielt hat. Dodgen gehört zum taktischen Aspekt des Spiels, Wenn du weißt, du wirst das Spiel zu hoher Wahrscheinlichkeit verlieren, sollte man dem ausweichen können und dürfen. Gebannt werden die Spieler ja nicht, die für die niedrige Siegchance verantwortlich sind. Das bannen von Dodging führt nur zu noch mehr Trolls und Smurfs, die absolut keiner in League braucht, und die sowieso schon zu Massen verbreitet sind.
        Wenn man in Lowelo spielt sollte man nie dodgen. Wenn du da der Meinung bist, ein Spiel ist verloren, dann bist du einfach nur nicht gut genug um selber zu climben. Highelo dagegen ist was vollkommen anderes, und ich glaube nicht, das du jemals in D1+ gespielt hast, sonst hättest du die gleiche Einstellung wie 90% der Highelo Spieler. Dodgen gehört ins Spiel und MUSS ein Aspekt bleiben. Den meisten Leuten geht es nicht darum zu climben, weder geht es ihnen um die 10 LP die sie beim dodgen verlieren. Sie wollen Spiele haben die Spaß machen und in denen man sich verbessern kann, nicht Spiele, wo sie gnadenlos runtergerannt werden. Genau sowas kann man vor dem Spiel schon erkennen und verhindern, und so muss es bleiben. Wenn Riot anfängt massiv Trolls zu bannen, dann macht sowas Sinn. Einfach so, absolut nicht.

      • Solange dieses Spiel Feeder und Griefer hat, und davon hat LoL mehr als toxische, wird das Spiel NIEMALS fair sein. Vor allen Dingen wenn Rito Games behauptet etwas zu tun, es aber nichts passiert. Augenwischerei wie man es von einem heuchlerischen Unternehmen kennt.

    • Wenn keiner übermäßig dodged, gleicht sich der Zufallsaspekt der Mitspielerzulosung aus. Wenn jeder sich das Recht nimmt, zu dodgen, weil ihm die Stats eines Mitspielers nicht gefallen, wird das Matchmaking irgendwann unmöglich. Durch Dodgen bürdest du allen anderen Spielern deinen Anteil der Last auf, auch mal mit jemanden zu spielen, der einen Champion spielt, mit dem er nicht so viel Erfahrung hat… und das wird absolut mit Recht bestraft. Die Strafe, gerade im Hinblick auf die LP, muss höher sein als der potentielle Vorteil durchs Dodgen…

      Und ich würde mir weiterhin wünschen, dass Riot die Teammates in der Champion Select anonymisiert, damit dieses unsägliche “Ich dodge so lange bis ich nur Mitspieler habe, die ihre Main-Champions spielen” von Anfang an unterbunden wird, damit Spieler wie du das Matchmaking nicht mehr sabotieren können!

      • Beim dodgen verlierst du nur LP, keine MMR. Im Endeffekt gewinnst du beim dodgen langfristig LP, also ist dein Vorschlag schon ziemlich nichtsbringend. Man sollte das Recht haben, Spieler zu dodgen, die nicht in deren Elo gehören, die OTP’s sind und ihren Champ gebannt bekommen oder die Leute, die auf einer 10er losing streak sind und du weißt, die sind ultra tilted und laufen gleich das 11. Game runter. Auch ein Grund fürs dodgen sind offroles. Wenn du 3 Spieler im Team hast, die Jungle Mains sind, und dann ihre offrole champs im Ranked firsttimen, hat der Matchmaker einfach nur müll gebaut. Solange Riot nicht MM und Trolle unter Kontrolle bekommt, bringen Dodging Änderungen gar nichts. Das wird nur mehr Leute motivieren, 2. 3. und 4. Accounts in Highelo zu spielen.

        PS: Wenn du ‘nen neu zu erlernenden Champ im Ranked spielst, mach es auf nem 2. Account in ner niedrigeren Elo als deine eigene oder gar nicht. Sowas gehört auf dem Punkt sofort gebannt. Das ruiniert einfach nur Spiele, nichts weiter. Dafür gibts Smurfs.

  • Eine Hearthstone-Runde endet so schnell, dass der Kommentator nur noch schweigen kann. Man kommentiert quasi einen „Münzwurf“.

    Dass bei Hearthstone auch im eSport-Bereich eine gewisse Portion Glück dazu gehör […]

    • Dann würde dir die aktuellen Meta in High Legend Hearthstone tatsächlich gefallen, weil diese aktuell nicht von Aggro-Decks, sondern von Control Priest-Mirrors geprägt ist, hin und wieder mal unterbrochen von einem Combo Demon Hunter. Das sind Matchups, die zwar auch einiges an Glück enthalten (“created by” ist quasi zum Meme geworden), aber doch recht große Skill-Unterschiede zulassen, weil es zahlreiche kritische Entscheidungen gibt.

      Das Problem ist freilich:
      Aggro-Decks sind weiterhin billiger und zum Ladder Climb besser geeignet, weil die Matches kürzer sind. Deshalb sind die unteren Regionen der Ladder halt stets aggro-lastig. Niemand climbed die Ladder mit Control Priest, wo jedes Spiel das Potential hat, ne halbe Stunde zu dauern…

    • Das gilt aber tatsächlich für alle Kartenspiele. Ja, auch für MtG.

      Grundsätzlich gibt es im kompetitiven Bereich zwei entscheidende Zufallsmomente:
      a) Auslosung des Gegners. Gerade in MtG ist das oft entscheidend, da man nur ein Deck spielt. Und wenn man das Pech hat, Gegner mit deutlichen Kontern zum eigenen Deck zugelost zu bekommen startet man schon in einer 30/70-Situation (oder schlimmer…)
      b) Bekommt man im Early Game die richtigen Karten. In MtG aka “Mana Screw” oder “Mana Flood”, in Hearthstone halt “Zieht mein Gegner die passenden Konter zu meinem aggressiven Deck früh genug”

      Skill-Unterschiede in Kartenspielen zeigen sich halt nur in zwei Situationen:
      a) Wenn alle beteiligten Spieler eine möglichst große Anzahl an Spielen gegeneinander spielen.
      b) Wenn der Skill-Unterschied sehr, sehr groß ist und ein Spieler schlicht objektive Fehler macht.

      Der Ausgang eines Turnier-Spieles zwischen zwei Spielern, die skill-mäßig in etwa in der gleichen Liga spielen, wird immer stark vom Glück abhängen.

      Den Effekt haben wir übrigens auch im “physischen” Sport – nennt sich dort halt Tagesform. Wenn zwei Sprinter, die in etwa gleich stark sind, in einem Wettbewerb gegeneinander antreten, gewinnt derjenige, der gerade das Glück hat, in seiner natürlich schwankenden Leistungskurve gerade höher zu liegen, kurzum: Der Spieler mit der besseren Tagesform…

      • BoredMarcus kommentierte vor 3 Monaten

        Das halte ich im physischen Sport für ein Gerücht. Gerade im angesprochenen Sprint gibt es Sprinter die jahrelang kein einziges Rennen verlieren. Soviel zur Tagesform.
        Natürlich ist es nicht vollkommen falsch, denn je größer die Leistungsdichte ist, desto größer beeinflussen sonst kleine oder nebensächliche Faktoren das Geschehen, aber es gewinnt keineswegs immer nur derjenige, der gerade die bessere Tagesform hat.
        Und außerdem finde ich noch einen Unterschied wichtig, Tagesform ist zwar auch Glück, aber kann eben auch beeinflusst werden, z.B. in der Wettbewerbsvorbereitung(Ernährung, Schlaf, psychologische Betreuung etc.). Damit sind es zwar gering erscheinende Faktoren, aber auf diese hat man einen gewissen Einfluss, was eben bei dem im Artikel beschriebenen Effekt gerade nicht der Fall ist

  • In der US-Liga von League of Legends, der LCS, geschehen einmal mehr rätselhafte Dinge. Der aktuelle Meister Cloud9 hat den Botlaner Zven kaltgestellt und ihn zum Dienst im „Academy-Team“ verdonnert. Dabei gilt […]

    • Die LCS ist ein wenig wie Wrestling – durchaus ein hoher Unterhaltungswert, aber als kompetitiver Sport absolut nicht ernst zu nehmen… als Zuschauer finde ich die LCS daher auch unterhaltsamer als die LEC, einfach weil ich in der LCS klare Favoriten haben (=Teams mit vielen europäischen Spielern), während das in der LEC fehlt… aber (e)sportlich liegen halt Welten zwischen der LCS und den anderen Spitzen-Ligen (LEC, LCK, LPL), wie man in absolut jedem Turnier auf’s Neue sehen kann… (die LEC-Teams kommen immerhin regelmäßig in’s Halbfinale oder sogar Finale, auch wenn sie selten gewinnen… die LCS-Teams kommen meist nicht mal aus der Gruppenphase…)

      Was Zven betrifft – wenn er tatsächlich seine Mitspieler verbal attackiert, ist es nachvollziehbar, dass er rausfliegt. Es muss bei einem Team-Spiel halt klar sein, dass Teamfähigkeit mindestens genau so wichtig ist wie der individuelle Skill. Und wer für eine schlechte Stimmung im Team sorgt, weil er es nicht schafft, durchaus berechtigte Kritik an Mitspielern in einer konstruktiven Weise zu äußern, muss halt gehen. Das ist letztlich auch der Grund warum Top-Spieler wie Forg1ven nie langfristig in einem Team Fuß fassen konnten… niemand will einen Mitspieler, der einen nach einem schlechten Spiel nieder macht, statt einen aufzubauen und zu helfen, in zukünftigen Spielen besser zu performen. Sachen wie “You play like shit” oder “You lost us the game” sind halt nicht hilfreich – und wer nicht versteht, dass diese Solo-Q-Unkultur im professionellen eSport nichts zu suchen hat, muss halt die Konsequenzen tragen…

  • Das Team SoloMid (TSM) ist die größte und wertvollste E-Sport-Organisation der Welt und vor allem in League of Legends enorm bekannt. Auch in Valorant sind sie unterwegs. TSM hat in einem riesigen Werbe-Deal s […]

    • Hat damit eher nichts zu tun.

      Es geht wohl primär um rechtliche Probleme. Krypto-Börsen sind unregulierte Finanzmärkte, auf denen unerfahrene Anwender viel Geld verlieren können. Jugendschutz ist daher gerade im Hinblick auf die junge eSport-Zielgruppe ein Thema.

      Dazu haben erste Staaten Bezahlungen mit Krypto-Währungen verboten, unter anderem die Türkei. Werbung für Handelsplätze mit solchen Währungen kann daher z.B. zu Verstimmungen mit der Türkei führen und Riot hat ein nachvollziehbares Interesse daran, solche Verstimmungen zu vermeiden.

      Kurzum: Was Riot hier tut, ist eher im Bereich Compliance einzuordnen. Vielleicht sogar Overcompliance in dem Sinne, dass Riot mehr tut, als (aktuell) verlangt wird, um etwaigen zukünftigen Problemen vorzubeugen.

      • Stimmt es ist Arschkriechen und das Knie beugen vor totalitären System. Hat am Ende auch was mit Geld > Moral zu tun, aber ja, ist nen Unterschied zu meiner ersten Annahme.

      • Naja welche Staaten habe Kryptos verboten ? Es sind die, welche eh noch mit einem Fuss im Mittelalter stecken. Über kurz oder lang muss man sich trotzdem damit befassen vielleicht nicht mal als Währung aber die Technologie an sich wird wird kommen.

        Ich bin ob der Energieverschwendung kein Freund von Kryptowährungen aber das mit der Regulierung hier versteh ich jetzt nicht so wirklich.

      • Dazu haben erste Staaten Bezahlungen mit Krypto-Währungen verboten, unter anderem die Türkei.

        Vor allem aber auch seit wenigen Tagen in China. Riot wiederum ist 100%ige Tochter von Tencent, einem chinesischen Unternehmen. Entsprechend ist man da nochmal vorsichtiger.

  • Ein Murloc könnte schon bald der Star in Hearthstone werden. Denn er kann jeden anderen Diener vernichten – bevor der überhaupt gespielt wird.

    In Hearthstone steht schon bald die Veröffentlichung eines neue […]

    • Nein, Mutanus wird kein Meta-Deck ernsthaft bedrohen.

      Gerade C’Thun-Decks (die ohnehin aktuell kaum in der Meta vertreten sind) sind quasi immun, weil C’Thun fast immer in dem Zug gespielt wird, in dem er gezogen wird.

      Grundsätzlich gilt für eine Karte wie Mutanus:
      Kein Aggro-Deck wird ihn spielen, dafür ist er zu teuer.
      Er ist nur spielbar in Mid-Range und Control-Decks, die Angst vor Combo- oder OTK-Decks haben. Aktuell ist hier in Standard (Wild ist ein anderes Thema, aber da gibt’s mit Dirty Rat eh schon ähnliche Karten) nur Combo Rogue zu nennen, mit Abstrichen vielleicht noch OTK Demon Hunter.

      Kurzum:
      Wäre Mutanus in der aktuellen Meta, würde sich dadurch kaum etwas ändern. Je nachdem, was mit dem neuen Mini-Set noch so alles dazu kommt, kann sich das natürlich ändern. Grundsätzlich wird Mutanus aber eher deutlich überschätzt, im kompetitiven Bereich wird er vermutlich ein Nischendasein fristen.

      • Ich sehe es sogar noch negativer, denn ich denke diese Karte hat nicht mal gegen Control-Decks einen wirklichen Usecase und sogar bei Combo wird es schwierig, einfach wegen den enormen Manakosten.
        Denke ist ne nette Idee, aber diese Art Karten hat sich nicht wirklich durchgesetzt in der Vergangenheit, sogar Dirty Rat war super nischig, obwohl es sogar Combos als Ziele gab.

  • In der League of Legends gibt es einen handfesten Skandal: In China wurden Spiele manipuliert, um bei Wetten auf den E-Sport abzukassieren. Riot Games bannt 38 Profi-Spieler, Coaches oder Manager temporär oder […]

    • Während der Banns dürfen die Spieler nicht an offiziellen LoL-Matches teilnehmen, ihnen wird es auch untersagt, LoL zu streamen. Die haben praktisch ein Berufsverbot.”

      Ja, wie in jedem anderen Sport auch. Ein Fußballer hat während seiner Sperre ebenfalls quasi Berufsverbot, weil er von allem ausgeschlossen wird, womit er im Fußball Geld verdienen kann (Spiele sowieso, aber auch Werbeverträge sind in dem Fall in aller Regel weg…). So what?

      Die Spieler haben es sogar noch besser als richtige Sportprofis, weil es im eSports noch relativ gut möglich ist, Spiele zu wechseln (siehe die eSports-Migrationswellen von CS zu Valorant). Ein in LoL permanent gebannter Spieler kann daher zumindest theoretisch noch eine eSport- oder Streamer-Karriere in DotA und co. machen…

      Was man jedoch tatsächlich bedenken sollte ist die Länge der Strafen. Die meisten der Spieler waren noch sehr jung, da scheinen lebenslange Strafen unangemessen. Ein Ein-Jahres-Bann ist im eSports schon ziemlich hart und wäre hier angemessener.

      Ansonsten:
      Dass Wettbetrug auch im eSport nicht die höchsten Ligen betrifft, sondern die zweite und dritte Liga, ist wenig verwunderlich. Das ist im realen Sport ja genauso (siehe Hoyzer-Skandal in der zweiten Bundesliga). Wettbetrug lohnt sich halt am ehesten in der niedrigsten Liga, in der hohe Wetten möglich sind…

      • “Wettbetrug lohnt sich halt am ehesten in der niedrigsten Liga, in der hohe Wetten möglich sind…”

        Zum Einen das, zum Anderen ist es in den unteren Ligen auch einfacher möglich die Spieler mit sehr viel kleineren Mittel zu solchen Aktionen zu drängen. Ein Amateur ist sicherlich einfacher zu überzeugen, als ein Profi mit einem deutlich höheren Gehalt.

        • Ahennys kommentierte vor 5 Monaten

          Die sind alle zu ueberzeugen . Solange die Person die überzeugen soll den Triaden angehört😎oder die Kohle stimmt.Irgendwann gibt jeder auf.Und die jungen Leute haben da eine geringe Reizschwelle.

  • Blizzard hat sich erneut in eine prekäre Lage gebracht: Zu einem Hearthstone-Turnier lud man 18 Männer und nur 2 Frauen ein. Das gefiel einigen Nutzern auf Twitter nicht. Blizzard musste sich entschuldigen, w […]

    • Die Situation ist doch ein wenig komplexer.

      Blizzard geht es bei solchen Events vor allem darum, möglichst große Streamer einzuladen. Das ist halt grundsätzlich das Problem bei “Invitational”-Turnieren (im Gegensatz zu richtigen, kompetitiven Turnieren, wo die Teilnehmer sich über große öffentliche Turniere qualifizieren müssen).

      Die Spielerbasis mag z.B. 20% Frauen sein, leider jedoch wissen wir aus nahezu allen Bereichen des eSports, dass der Anteil der “Casuals” bei den Frauen deutlich größer ist. Der Hintergrund ist vermutlich weiter primär in der geschlechterspezifischen Erziehung zu suchen (dh. Mädchen werden nicht so “wettkampforientiert” wie Jungen erzogen, sondern mehr Wert auf das “soziale” gelegt…). Und so lange das noch so passiert, wird es leider weniger kompetitive weibliche Spieler im Vergleich zu ihrer Gesamt-Spielerzahl geben. Daher sehen wir auch in Qualification-Turnieren in der Regel eine sehr, sehr geringe Zahl weiblicher Spieler, meist deutlich unter 5%.

      Das schlägt sich auch auf das Streamen nieder. Abgesehen davon, dass Streaming als Frau leider oft die Hölle wird, weil die vornehmlich männliche Zuschauerschaft leider so ihre Probleme mit sich bringt.

      Bei der Auswahl der Einladungen für ein Invitational ist es halt eine Frage, wie man an die Sache herangeht. Blizzard scheint ein primäres Auswahlkriterium zu haben, das auch nachvollziehbar ist: Twitch-Follower, da das Turnier nur ein großes Publicity-Event ist und man die Follower der beteiligten Streamer mobilisieren will.

      Und hier sieht man relativ schnell, dass die Frauen, die nun eingeladen wurden, im Hinblick auf die Twitch-Follower leider nicht zu gut aufgestellt sind. Die einzigen Frauen, die es bisher geschafft hat, in Hearthstone eine massive Twitch-Folgschaft aufzubauen, sind Hafu und Alliestrasza – und Hafu spielt kein Hearthstone mehr. Es gibt schlicht kaum weiblichen Hearthstone-Streamer, die eine vergleichbare Folgschaft wie Kripp, Firebat, Dog, RDU, Thijs, Kibler und co haben.

      Ich bin durchaus auch dafür, solche Invitational-Turniere zu nutzen, um die Vielfalt der Community zu zeigen – aber es ist halt eine Gratwanderung. Zu wenig Vielfalt und der Shitstorm in den sozialen Medien geht los, zu wenig “große Namen”, die die Zuschauen bringen, und das Turnier wird nicht den in Zuschauerzahlen messbaren Erfolg haben, der nötig ist, um die Produktion und Preisgelder zu rechtfertigen.

      Als reflektierter Beobachter muss man sich halt die Frage stellen, ob das Problem wirklich so leicht zu lösen ist, wie man das meint. Der Rückzug Kripparians jedenfalls wird dem Turnier viele, viele Zuschauer kosten, viel mehr als der Skandal über mangelnde Zuschauerzahlen je hätte kosten können…

      Und zu deinem letzten Satz:
      Das Problem ist, dass die Mehrheit der Zuschauer halt “immer die gleichen Leute” sehen will – stell dir vor, man würde die Teilnehmer von der Community abstimmen lassen. Glaubst du, es würden dann mehr verschiedene Namen bei den Invitationals auftauchen? Wohl kaum… ob man das gut oder schlecht findet ist letztlich jedem selbst überlassen, aber uns muss halt klar sein, dass wir es hier mit knallharten Business-Entscheidungen zu tun haben.

  • Einen Tag, bevor die neue Saison im E-Sport von Hearthstone startet, hat Blizzard einen der 48 Großmeister, Paul „Zalae“ Nemeth, von dem Turnier verbannt. Man bezieht sich auf „Anschuldigungen“ gegen ihn. […]

    • Was du schilderst ist das allgemeine Problem von Anschuldigungen, die einzig auf Zeugenaussagen beruhen und letztlich dann halt in einem “Aussage gegen Aussage”-Verfahren enden.

      Wie auch ein Gericht wird sich Blizzard hier mit beiden Seiten auseinandergesetzt und dann entschieden haben, welche Partei sie für glaubwürdiger halten. Und das war dann wohl Rini. Da ich beide Beteiligten von ihren jeweiligen Twitch-Streams kenne kann ich sagen, dass mich das nicht überrascht.

      Ist es deshalb sicher, dass Zalae hier der Schuldige ist? Nein, natürlich darf sich jeder selbst eine Meinung dazu bilden. Auch am Ende eines Gerichtsprozesses, der einzig auf Zeugenaussagen basiert, bleibt immer ein gewisser Zweifel.

      “Unschuldsvermutung” und “Im Zweifel für den Angeklagten” heißt übrigens juristisch gerade nicht, dass die Schuld zu 100% sicher sein müsste – das ist eines der großes Missverständnisse im Rechtswesen. Es heißt lediglich, dass der Richter die Schuld für erwiesen hält, also davon überzeugt ist, dass der Angeklagte Schuldig ist. Geringfügige Restzweifel sind da nicht schädlich. “Im Zweifel für den Angeklagten” bedeutet nur, dass man im Zweifel einen Bias für den Angeklagten und nicht für den Kläger hat, also bei unklaren Situationen (z.B. 60% oder auch 80% sicher) eher dennoch zu einem Freispruch kommt. Bei 95% oder gar 99,9% sicher wird man jedoch stets zu einem Schuldspruch kommen, auch wenn Restzweifel bleiben…

    • Der Bezug zu Hearthstone ist klar – und das ist halt ein großer Unterschied zwischen eSports und traditionellem Sport:

      Im eSport sind die Spieler der höchsten Ligen Repräsentanten der Firma, die hinter dem Spiel steht. Dazu kommt, dass sie wie im richtigen Sport auch eine Vorbildrolle haben.

      Dass Spieler für dummes Verhalten im Privatleben auch von ihren Vereinen bestraft werden, gibt es übrigens auch im normalen Sport. So gab es schon Strafen des Vereines für Körperverletzungdelikte oder sogar dumme Twitter-Posts. Das ist normal, eben weil die Spieler auch im Privatleben Repräsentanten ihrer Vereine sind und dem Ruf des Vereines schaden.

      Profi-Sportler – auch im eSport – deren ganzes Wirken darauf beruht, von vielen Menschen wahrgenommen zu werden, sind halt ähnlich wie ranghohe Politiker oder Beamte oder CEOs von großen Firmen öffentliche Personen.

      Was die Vorwürfe selbst angeht:
      Ich folge Zalaes Twitch-Stream schon sehr lange (knapp 6 Jahre) und weiß zumindest, dass er mit Rini (ebenfalls eine bekannte Streamerin) tatsächlich zusammen war. Er hatte für eine Zeit immer mal wieder eine Freundin für ein paar Wochen, die dann plötzlich wieder weg war. Als Zuschauer habe ich mich immer gefragt, warum Zalaes Beziehungen ständig kommentarlos wieder zu Ende waren und als jemand, der fast zwei Monate kontinuierliche Watchtime seines Streams hat, kann ich mir zumindest vorstellen, dass die Schilderungen von Rini stimmen könnten. Ob das so ist? Tja, das ist bei solchen Fällen immer schwierig zu sagen. Aber Tatsache ist, dass Zalae und Ríni sich seit Jahren kennen (mindestens 5 Jahre!) und Ich es für unwahrscheinlich halte, dass Rini hier plötzlich lügen würde, dazu fehlt auch die Motivation. Irgendwas wirklich erhebliches muss hier vorgefallen sein, nur ein gebrochenes Herz wegen dem Ende einer – recht kurzen – romantischen Beziehung ist als Motiv für eine Verleumdungskampagne nicht plausibel…

      Kurzum:
      Ich mag Zalae eigentlich, aber ich denke dennoch, dass die Vorwürfe im Kern mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt sind.

  • Der Analyst Nicholas „LS“ De Cesare hat sich in League of Legends einen Namen als Caster, Coach und Stratege gemacht. Er erklärt jetzt, dass weder Profis noch Coaches in LoL wirklich Ahnung davon haben, wie der […]

    • LS hat hier durchaus Recht – der Draft ist hochkomplex, weil es eben all diese verschiedenen Aspekte zu beachten gibt, die im Artikel sehr schön aufgeführt sind.

      Der Unterschied zum Deckbuilding in MtG oder Hearthstone ist natürlich: In MtG und HS hat man unbegrenzte Zeit, ein Deck zu erstellen. Man kann sich alle Zeit nehmen, die man braucht, um die Synergien zwischen den Karten und die Stärke gegen alle aktuellen Meta-Decks und deren Karten abzuwägen und alle Faktoren zu analysieren. Dann spielt man das neue Deck und kann durch die Konfrontation mit der Realität noch nachbessern.

      In LoL muss dieser ganze Prozess binnen weniger Sekunden passieren – und das führt zwangsläufig zu vielen Fehlern. Und es gibt keine zweiten Chancen, in jedem Draft muss komplett neu auf den Gegner reagiert werden.

      In der Tat werden viele LoL-Spiele bereits im Draft maßgeblich entschieden. Natürlich nie so, dass es schon im Draft zu 100% sicher wäre, wer gewinnt – aber halt schon dergestalt, dass das Team mit dem besseren Draft eine signifikant höhere Chance hat, als Sieger aus der Partie hervorzugehen. Kurzum: Bei zwei gleichstarken Teams kann man vor dem Draft davon ausgehen, dass die Siegeswahrscheinlichkeit bei 50:50 liegt. Nach dem Draft kann sich das schnell zu einem 30:70 wandeln – bevor das eigentliche Spiel angefangen hat. Das ist einfach ein absolut wichtiger Faktor.

      Das Problem bei der Sache ist nun aber: Nur das theoretische Wissen, welches LS hier ausführt, reicht für einen guten Draft nicht. Man muss auch wissen, welche Champions die Gegner gut beherrschen (“Scouting”), man muss wissen, welche Champions die eigenen Spieler wie gut beherrschen und man muss auch selbst ein tiefes Verständnis des Spieles haben. Um all diese Faktoren bestmöglich in den 30 Sekunden, die jeder Draft-Schritt dauert, perfekt überblicken zu können, muss man wahrhaft übermenschliches leisten. Kurzum: Das Skill-Cap im Draft ist gigantisch, vermutlich sogar höher als das Skill-Cap im Spiel selbst.

      • Ja, also eigentlich ist das verrückt, wenn man da so betrachtet. Dass dieses “Kartenspiel” vor dem eigentlichen Spiel kommt und ja auch immer komplexer wird.

        Wenn du halt nur 20 Champs hast, die überhaupt relevant sind und musst 5 aussuchen, dann geht das ja. Aber Riot arbeitet ja aktiv daran, immer mehr Champions relevant zu machen – du gibst den Leuten immer mehr Variablen, die sie bedenken müssen.

        Bei vielen Kartenspielen ist es ja so, dass die Komplexität gleich bleibt, weil immer wieder Karten aus dem Pool verschwinden.

        Das Skill Gap bei LoL ist da enorm – auch durch den Draft. Das sehe ich genau wie du. Das find ich faszinierend, wie viel da noch möglich ist.

  • Für Schalke 04 ist die Frühlings-Saison 2021 in LoL zu Ende: Das einzige deutsche Team in der LEC scheitert nach einer guten Saison in den Playoffs an Rogue. Eine Sache überschattet die Saison: Weil die Fu […]

    • Naja, ganz so einfach ist es halt doch nicht.

      Fifa ist im eSports irrelevant – und dieses Wissen setzt sich zunehmend auch bei den deutschen Fußballvereinen durch. Man darf hier ja nicht immer nur die erste Bundesliga sehen, sondern muss auch sehen, was in den unteren Ligen oder gar in den Kreisligen läuft.

      Einer der Hauptgründe, warum Sportvereine eher Sportsimulationen als Shooter oder MOBAs anbieten, ist schlicht das Problem mit der Gemeinnützigkeit des Sports. Ein klassischer Sportverein (Sport im Sinne von “Körperertüchtigung”) ist per Definition gemeinnützig und riskiert den Verlust dieses Status, wenn er seine steuerfreien Einnahmen in nicht-gemeinnützige Dinge wie eSports steckt. Bei Sportsimulationen lässt sich noch ein Zusammenhang mit der Gemeinnützigkeit herstellen (“Wir nutzen Fifa zur taktischen Schulung” und ähnlich unsinnige Argumente, die aber vor den Behörden ziehen…), vor allem bei Shootern wäre jedoch sehr schnell Ende Gelände – leider.

      Schalke 04 ist übrigens auch “gemeinnützig”, im Gegensatz zu Dortmund ist Schalke eben kein Aktien-Konzern. Und gerade deshalb ist das LoL-Team bei Schalke für die Debatte über die Anerkennung von eSports in gemeinnützigen Vereinen sehr wichtig. Und bei Schalke arbeiten tatsächlich auch einige Urgesteine des deutschen eSports. Für Vereine wie Schalke ist das ganze eine langfristige Investition – man gibt viel Geld aus und erhofft sich davon auch einiges, denn man weiß, dass der Bereich eSports in Zukunft eher an Bedeutung gewinnen wird. Aktuell ist es noch – rein finanziell betrachtet – vermutlich ein Verlustgeschäft, da die Einnahmen von Preisgeldern, Sponsorings und Merch-Verkäufen nur kostendeckend ist, wenn man wirklich erfolgreich ist und der Name ein großer in der Szene ist (TSM, C9, Fnatic und G2 dürften aktuell durchaus ertragreich sein…). Allerdings gehen eben auch immaterielle Dinge damit einher: Für Schalke ist der Ausflug in LoL-eSports eben gerade eine Chance, junge Menschen zu erreichen, die sich bisher nicht für Fußball interessieren – diejenigen, die sich ohnehin für richtigen oder simulierten Fußball interessieren, werden von vielen anderen Vereinen umworben. Nicht-Fifa-eSport-Interessierte hingegen sind hingegen ein ganz frisches Feld. Das alleine ist für Schalke schon einiges an Gegenwert wert.

      Das Problem ist aber eben:
      Schalke braucht aktuell dringend Geld, um nicht das Schicksal anderer Absteiger zu erleiden und in Konkursgefahr zu geraten – oder sämtliche Spitzenspieler verkaufen zu müssen und langfristig in der zweiten Liga festzustecken. Daher steigt der Wert des Geldes, den der LoL-eSports-Slot wert ist, halt deutlich.

      Wenn sich Schalke vom LoL-Team trennt, dann tun sie das nicht, weil LoL-eSports ganzheitlich betrachtet nicht lukrativ genug wäre, sondern schlicht, weil sie das Geld brauchen. Das wäre Schade und ein erheblicher Rückschritt im Kampf des eSports um Anerkennung. Ich hoffe daher, dass sich der Verkauf vermeiden lässt.

      • Viel Richtiges dabei…FIFA esports ist vergleichsweise klein und unbedeutend, das stimmt. Deswegen ist es auch ein willkommenes Marketingtool für die Vereine. Auch das man aus schalker Sicht früh in einen Zukunftsmarkt investiert hat und langfristig davon profitieren wollte und sich vor allem frühzeitig dort festsetzen und etablieren wollte, sehe ich haargenau so. Sonst hätte man nicht das Geld in die Hand genommen den Startplatz in der LEC zu kaufen.
        Das Schalke Geld braucht und es ökonomisch nur sinnvoll wäre den Startplatz abzugeben und (erstmal) nur in der Prime League weiterzumachen habe ich ja selbst schon geschrieben.

        Allerdings wirfst du das mit der Gemeinnützigkeit ein wenig durcheinander. Es mag zwar sein, dass Esport-Projekte die Gemeinnützigkeit eines Vereins bedrohen können, allerdings spielt das eher bei kleinen Vereinen eine Rolle. Schalke hat die Esports-Abteilung an eine extra gegründete GmbH ausgegliedert. So wie es viele andere Vereine such mit ihrer Lizenzspielerabteilung machen um Investorengelder annehmen zu können. Das LoL-Team mag zwar für Schalke antreten, gehören aber streng genommen nicht zum FC Schalke 04 e.v. sondern zu FC Schalke 04 Esports GmbH und tangiert die Gemeinnützigkeit des Vereins an sich von daher auch nicht.

  • Ein goldenes Set in Hearthstone ist euch nicht genug? Blizzard legt noch eine Schippe drauf und bringt Diamant-Karten – aber die sind kostspielig.

    Wer in Hearthstone nicht nur mit seinem Können, sondern au […]

    • Vernünftig, zu versuchen, Cosmetics zu monetarisieren.

      Meiner Meinung nach war der größte Monetarisierungs-Fehler Hearthstones von Anfang an, dass Gold-Karten nicht konsequent monetarisiert wurden. Ein sinnvolles Konzept wäre wie bei anderen Spielen wie League of Legends oder – noch besser – Fortnite:
      Den Content, daher die Helden und andere spieltechnisch relevante Dinge, ist leicht ohne jeden Geldeinsatz freizuspielen. Daher: Nicht-Goldene Karten, auch Legendäre, sind relativ leicht zu erhalten, ohne einen Cent dafür auszugeben. Goldene Karten sollten dafür – mit wenigen Ausnahmen – nur für harte Währung zu erhalten sein. Eben genau so wie Skins in LoL oder Fortnite.

      Dieses System würde die Zugangsbarriere für Neuspieler extrem senken, während es gleichzeitig den Walen erlaubt, tausende Euro auf Blizzard zu werfen. Denn genau das ist das Erfolgskonzept von guten Free2Play-Titeln: Für die Massen in vollem Umfang ohne Geldeinsatz erhältlich bei gleichzeitiger Option tausende Euro für rein kosmetische Effekte auszugeben. So sollte es sein. Aber aus unerfindlichen Gründen rechtfertigen viele Spieler die absurden Preise von Kartenpacks mit Vergleichen zu TCGs wie MtG, die geradezu berüchtigt dafür sind, extrem teuer zu sein (wenn man bestimmte Decks spielen will…). Ein total überteuertes Produkt (MtG) sollte nicht als Rechtfertigung für eine schlechte Monetarisierung herangezogen werden…

  • Andy “Reginald” Dinh ist ein ehemaliger Profi und Mitbesitzer des League of Legends-Teams TSM. Auf Twitter äußerte sich dieser zu einer Debatte, die sich um den Import von Spielern aus anderen Regionen nach Ameri […]

    • Die Begrenzung auf “zwei Importe” ist ohnehin schon lange ausgehebelt worden. Denn die Importe von Gestern dürfen nach einiger Zeit (2 Jahre?) schlicht ihre Region ändern, werden also zu heimischen Spielern. Und das Team darf zwei neue Importe kaufen…

      Im Start-Roster aller 10 LCS-Teams sind aktuell nur noch 22 von 50 Spielern aus Nordamerika. Bei TSM spielen gar keine Nordamerikaner mehr (TSM besteht aus einem Südkoreaner, einem Chinesen, einem Deutschen, einem Australier und einem Taiwanesen), bei 100 Thieves gibt’s noch einen Nordamerikaner (Damonte), ebenso bei Team Liquid (Tactical) und Evil Geniuses (Deftly).

      Das hat natürlich erhebliche negative Konsequenzen für die Nachwuchs-Förderung in den USA und Kanada. Wer in Korea eine eSport-Karriere anstreben will weiß ganz genau, dass er im Zweifel Jobs in Südkorea, China, Europa und Nordamerika bekommen kann. Wer in Europa eine eSports-Karriere starten will hat zumindest in Europa und den USA gute Aussichten auf einen Job. Als Nordamerikaner ist man chancenlos – in der eigenen Liga einen Platz zu bekommen ist wegen der Importe sehr viel schwererer als in anderen Regionen und keine andere Region importiert Spieler aus Nordamerika, weder Europa noch China oder gar Südkorea.

      Mit diesen Chancen vor Augen wird jedem Nachwuchsspieler klar, dass es sich nicht lohnt, die gesamte Jugend für den Traum der eSport-Karriere zu opfern…

      Aus Zuschauerperspektive hingegen finde ich gerade deshalb die LCS interessanter, weil es quasi immer ein bisschen World-Championship-Feeling hat, wenn z.B. Team Liquid mit drei europäischen Spielern gegen eines der wenigen primär Nordamerikanischen Teams antritt. Und das ist wohl auch der Grund, warum man seitens der Liga die Importe nicht verbieten will… hätte die LCS keine Importe würde ich sie vermutlich nicht mehr schauen…

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