@chocotruffles

Active vor 4 Monaten, 2 Wochen
  • Riot Games hat das LoL-Event „Pride 2021“ gestartet, damit will man die LGBTQIA+-Community feiern. Doch den Fans von League of Legends fällt auf: Hoppla, in der Türkei sieht das Event ganz anders aus. Das Event […]

    • Bin auch lesbisch und sehe es auch so wie du.

      • Bin nicht lesbisch und sehe es auch so wie ihr.
        Das explizite ansprechen solcher Sachen macht es doch nicht mehr normal.
        Hey guckt mal wir haben einen schwulen Charakter hinzugefügt.
        Wir machen extra für euch ein Event.

        Ja voll die normale Behandlung. Einfach still schweigend ins Spiel bringen ist der normalste Weg.

        • Ich will nicht in Spielen “representiert” werden. Wenn ich einen Charakter selber erstellen kann, dann bin das entweder ich oder der Charakter wird so wie ich will dass er ist im Rahmen meines Roleplays.
          Wenn ein Spiel aber feste Charaktere hat, dann will ich nicht dass man Charaktere extra Schwul oder Bi macht, nur weil ich es bin.
          Das fühlt sich immer an wie “Hey du Schwuler, der da ist auch schwul. Ist das nicht super? Extra nur für dich. Man sind wir ne tolle Firma.”

          Aber dann im selben Atemzug vor islamischen Ländern und China kuschen. Ist dass dann nicht Unterdrückung von Homosexuellen? Man unterdrückt die Sexualität eines Charakters in einem anderen Land. Good Job Riot, keine Guts…

        • Ich finde, das ist ein ziemlich schwieriges und komplexes Feld, das sich nicht mit dem einen oder anderen “Extrem” (also massive Erwähnung oder gar keine Erwähnung) so einfach abhandeln lässt.

          Sicher ist, dass ein Großteil der Mitglieder der LGBTQIA+-Community als normal angesehen werden wollen. Sie wollen nicht auf einem Podest stehen und “superbesonders” sein, sondern als ganz normales Mitglied der Gesellschaft gesehen werden.

          Hier kommt jetzt das große “Aber”: Das ist einfach noch nicht der Fall.

          Ich glaube, dass wir uns in Bezug auf LGBTQIA+ in einer Übergangszeit befinden. Eine Zeit, in der dieses für einige nervige “auf das Podest stellen” notwendig ist. Denn es bringt einige positive Aspekte.

          • Es vermittelt Anhängern einer alten “ewig gestrigen” Sichtweise: Diese Zeiten sind vorbei. Wir als Gesellschaft haben uns entwickelt, wir wünschen uns eine freie Entfaltung der Menschen mit allen Geschlechterzuordnungen und Lebensführungen.
          • Es zeigt einer jungen Generation die Vielfältigkeit der Menschen.
          • Es hilft denen, die sich aktuell noch ihrer LGBTQIA+-Zugehörigkeit “schämen”. Es gibt so viele Schwule, die ihr Leben lang unglücklich sind, weil sie niemals dazu stehen können aus Angst vor Ausgrenzung oder ähnlichem. Einfach, weil bisher transportiert wurde: Du bist nicht “normal”.

          Viele werden nun vermutlich sagen: “Ja, also ich akzeptiere alle und kenne keinen, der das nicht tut.” Dann unterhaltet euch doch mal bitte mit Mitgliedern aus dieser Community. Selbst hier bei mir in Köln, einer Stadt, die sich lange Zeit als Hochburg der Toleranz sah und mit dem CSD auch eine große Feierlichkeit dazu hatte: Wenn 2 Männer oder 2 Frauen sich in der Öffentlichkeit küssen, werden die noch immer von einigen Leuten schief angesehen, als sei das widerwärtig.

          Und klar: Da gibt es nun Schwule, Lesben (und alle anderen nicht-normativ-hetero Paare), die das ganz locker wegstecken können und sich sagen: “Mir macht das nichts, da steh ich drüber.” Und das ist gut.

          Aber es gibt auch verdammt viele, denen macht das etwas aus. Die können mit den angeekelten oder verachtenden Blicken nicht leben. Die fühlen sich, als wären sie “unnormal”, als wären sie “nicht passend” und müssten sich verstecken.

          Wenn man sich mit den Statistiken zu dem Thema auseinandersetzt, dann wird einem ganz anders. Vor einigen Jahren haben in einer Umfrage knapp 50% der Bevölkerung noch angegeben, dass sie sich von öffentlich küssenden Homosexuellen “provoziert” fühlen.

          Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

          Die Suizidrate von Nicht-Hetereosexuellen Jugendlichen ist 5x höher als die von Heterosexuellen.

          Wir, also als gesamte Gesellschaft gesehen, haben es einfach noch nicht geschafft, diesen Menschen das Gefühl zu geben: “Du bist genau richtig, wie du bist. Du bist akzeptiert. Du kannst dich hier frei entfalten und wohl fühlen. Das ist für alle in Ordnung.”

          Zu guter Letzt: Wir tun immer so, als wäre Deutschland in diesen Belangen schon extrem weit und das sei – im übertragenen Sinne – seit der Steinzeit gar kein Problem hier. Das ist schlicht nicht der Fall. Erst 1994 – das ist weniger als vor 30 Jahren – wurde das letzte Gesetz “gegen Schwule” gestrichen. Oder anders gesagt: Als viele von uns geboren wurden, durfte ein schwuler Jugendlicher seine Sexualität noch nicht offen ausleben.

          Glaubt mir, ich wünschte, Events wie diese wären nicht notwendig. Ich wünschte, es wäre eine absolute Selbstverständlichkeit, dass sich jeder mit seiner sexuellen Orientierung und Geschlechterzugehörigkeit frei entfalten und ohne Gewissensbisse leben kann.

          Aber das ist schlicht noch nicht erreicht. Und bis das so ist, finde ich solche Events und dieses “herausstellen” der Vielfältigkeit sehr gut.

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