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Wir zahlen denen einen Haufen Geld und dann das – PUBG zu Fortnite

Was ist da los? Warum kommt es zu Ärger zwischen PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) und Fortnite?

Wir haben gestern darüber berichtet, dass sich das koreanische Studio Bluehole verschnupft zeigt, da Epic Games den Battle-Royale-Modus in ihrem Spiel Fortnite verwenden. Man kündigte sogar an, über Maßnahmen nachzudenken.

Der Battle-Royale-Modus ist durch Blueholes Erfolgs-Spiel PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) gerade populär.

Pikant: PUBG verwendet die Unreal Engine, die von Epic Games kommt. Außerdem ist der Battle-Royale-Modus in Fortnite Free2Play und kann auf PS4 und Xbox One gespielt werden. Dort kann man PUBG noch nicht spielen.

Bluehole will den „Battle Royale“-Modus nicht für sich allein, es geht um Epic

Im gestrigen Statement von Bluehole klang es für viele so, als wollte „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ das Genre „Battle Royale“ für sich reklamieren. Das hat viele Spieler geärgert. Die fanden es arrogant, ein ganzes Genre zu beanspruchen.

Das will Bluehole aber gar nicht, wie Vertreter der Firma im Interview mit PC Gamer klarstellen. Es geht nicht darum, den Battle-Royale-Modus für sich zu beanspruchen, sondern es geht darum, wie das bei Epic Games und Fortnite genau gelaufen ist.

Bluehole ärgert sich speziell über Fortnite und Epic Games aus verschiedenen Gründen:

  • für PUBG verwendet Bluehole die Unreal Engine von Epic Games und zahlt denen „einen Haufen Tantiemen.“ Deshalb ist es wichtig, dass man weiterhin vertrauensvoll miteinander umgeht
  • dieses Vertrauen sieht man nun gefährdet, weil Epic Games ohne Absprache gehandelt hat
  • besonders sauer ist man, weil Epic Games mit „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ direkt geworben hat und es für manche so aussah, als wäre das eine offizielle Kooperation: „Hey, ich kann PUBG in Fortnite“ spielen. Dieser Eindruck, es sei eine offizielle Kooperation, obwohl es keine Absprache gab, hat Bluehole besonders geärgert.

  • außerdem hätten andere Spiele mit Battle-Royale-Modus wie H1Z1 den Modus von Brendan Greene, dem PlayerUnknown, lizenzieren lassen – auch PUBG selbst hat eine Lizenz erworben – Epic Games hat das nicht getan
  • in der Zusammenarbeit mit Epic Games an der Engine tauscht man technische Ideen aus und arbeitet zusammen. Bluehole befürchtet, Epic Games könnte jetzt das Knowhow von PUBG nutzen, um die Engine und ihren eigenen Modus zu verbessern

Es scheint also vor allem darum zu gehen, dass die Firmen hinter Fortnite und PUBG schon eine bestehende und wichtige Geschäftsbeziehung hatten. Bluehole fühlt sich nun übergangen und respektlos behandelt.


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QUELLE pcgamer
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