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LoL: “Fahrt gleich durch nach China” – TSM nicht willkommen in Südkorea

LoL: “Fahrt gleich durch nach China” – TSM nicht willkommen in Südkorea

Die Stars von League of Legends, “Team Solo Mid”, planen einen Trainingsaufenthalt in Südkorea, um sich für die Worlds in LoL vorzubereiten. Die Fans in Südkorea sind nicht gut auf sie zu sprechen.

Wie die koreanische Seite Inven berichtet, gibt es atmosphärische Störungen zwischen den koreanischen LoL-Fans und dem Star-Team aus den USA, Team Solo Mid.

Sparring-Matches sind 2016 geleakt

In einem Beitrag vom 5. September berichtete Inven: TSM kommt nach Korea zu einem Bootcamp. Unter dem Beitrag gab es aus der koreanischen Community einige negative Kommentare.

Vor allem der frühere Performance-Coach Weldon Green ist bei den Fans in Südkorea nicht wohlgelitten.

Einer schrieb: „Es können alle herkommen, sogar die chinesischen Teams, aber nicht TSM! Fahrt einfach direkt nach China durch!“

Normalerweise, schreibt Inven, sind südkoreanische Fans sehr gastfreundlich und freuen sich, wenn Teams zu ihnen ins Land kommen, aber bei TSM ist das nicht so.

Offenbar gibt es die Tradition im Vorfeld von großen Turnieren, Sparrings-Kämpfe (Scrims) zwischen den Teams abzuhalten. Die sind streng vertraulich, die Strategien und Taktiken sollen vor den wichtigen Weltmeisterschaften geheim bleiben. In 2016 sind Videos von Sparring Kämpfen zwischen TSM und dem südkoreanischen Top-Team SKT T1 an die Öffentlichkeit gelangt.

Das haben die Fans in Südkorea nicht vergessen. Der Vorwurf: „So könnten die Strategien von SKT T1 schon vorm Turnier öffentlich werden.“

TSM sagte, man habe das nicht selbst veröffentlicht, sondern ein Hacker. Die koreanischen Fans finden aber: „Dann liegt das an eurer schwachen Sicherheit und ihr hättet besser drauf aufpassen sollen.“

Der ehemalige TSM-Coach Weldon Green hatte damals gesagt, der Hack sei durch den Auswärts-Nachteil begünstigt worden. Man musste mit dem Zug nach Südkorea, wäre man in den USA geblieben, hätte man professionelle Bedingungen gehabt und das wäre nicht passiert.

Der Vorfall hängt seit 2016 noch in der Luft. Auch andere LoL-Teams sind besorgt, ob Sparring-Matches wirklich vertraulich bleiben.

Sticheleien gegen die Koreaner

Es ist aber nicht der einzige Grund, warum TSM in Südkorea nicht wohlgelitten ist. Nach ihrer Niederlage während der 2016er-Worlds gegen das koreanische Team SSG hätte TSM den Handschlag nach dem Spiel verweigert, schreibt Invent.

Außerdem hätte Weldon Green auf reddit gesagt, die Koreaner seien sehr, sehr nationalistisch. Und während der Boot-Camps hätte man Teams aus Europa und Nordamerika nur gegen niedrig-klassige koreanische Teams spielen lassen, um Informationen zu bekommen, ohne selbst welche preiszugeben.

Man sieht: Atmosphärische Spannungen zwischen verschiedenen Nationalitäten gibt es im eSport genau wie im konventionellen.


Die Fotos im Artikel haben wir vom Facebook-Account von TSM.

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