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TERA Test 2017 – Lohnt sich das Action-MMORPG nach 6 Jahren noch?

Das actionlastige MMORPG TERA hat schon einige Jahre auf dem Buckel, erfreut sich aber seit dem Release auf Steam und Free2Play-Wandel bester Gesundheit. Ich schaue mal wieder rein und statte dem Spiel einen kleinen Kontrollbesuch ab. Was sich in den letzten Jahren geändert hat und ob es immer noch fair ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Ich habe das erste Mal von TERA gehört, als ich im Elektronik-Fachgeschäft im Spiele-Regal gestöbert habe und zufällig auf die Verpackung des Spiels gestoßen bin. Da ich damals aber ein ziemlicher MMORPG-Muffel war, interessierte ich mich nicht für diese Art von Spiel und es blieb beim Lesen der Rückseite.

TERA – Besser spät, als nie!

Anfang 2013 allerdings hörte ich von der Free2Play-Umstellung und dachte mir: „Ach was soll´s? Schauen wir einfach mal rein, kostet ja nichts.“

Nachdem die Nacht zum Tag geworden war und ich erst morgens merkte, wie lange ich eigentlich vor dem PC gesessen war, wühlte die Frage in meinem Kopf herum: „Warum habe das Ding nicht schon viel früher ausprobiert?“TERA-Mondtaenzerin

Vier Jahre später, 2017, zocke ich nun wieder TERA und dank der Veröffentlichung auf Steam bin ich nicht allein. Auch heute hat Tera eine große Spielerzahl.

TERA – Aktiv im Geschehen

TERA ist ein actionlastiges MMO, in dem eine aktive Kampfsteuerung die Spieler immer in Bewegung hält. Hier müsst ihr euren Feind anvisieren, Kombination verschiedender Fertigkeiten durchführen und aktiv ausweichen. Das langweilige Drücken von Knöpfen fällt somit weg und das Spiel fühlt sich fast wie ein Action-Prügelspiel an.Tera Arkan-Ingenieurin

Wenn man dann auf die großen Bosse trifft, muss man sich jede Sekunde aktiv auf das Kampfgeschehen fokussieren. Das ist stets fordernd und es macht immer wieder Spaß, Feinden in den Hintern zu treten. Was ich ebenfalls gut finde:  TERA hat eine Menge an unterschiedlichen Fähigkeiten und somit sind Spieler in der Lage, eine Kette von Kombinationen aneinanderzureihen.

TERA aktives Kampfsystem

Als Zerstörer habe ich viele kombinierbare offensive Skills, um den einen oder anderen Golem die Ohren abzuschneiden. Als Lanzer bin ich der Tank und ziehe durch geschickten Einsatz meiner Skills die Aggro feindlicher Bosse auf mich. Das Kämpfen fühlt sich gut und dynamisch an und es macht Spaß, die direkte Konfrontation zu suchen.

TERA – Für jeden etwas dabei, aber nerviger Gender-Lock

Die Spieler, die sich in manchen MMOs darüber aufregen, dass es zu wenig Völker oder Klassen gibt, werden in TERA besänftigt. Denn hier gibt es im Vergleich zu anderen MMORPGs massig  Auswahl.

Aktuell kann man zwischen sieben verschiedenen Völker wählen. Die weisen alle eigene Boni auf und bevorzugen damit verschiedene Spielstile.TERA - Klasse Berserker

Jedes der auswählbaren Völker besitzt eine sogenannte Volksfertigkeit. So haben Menschen ein paar Vorteile im PVP, während die flinken Castanic mehr Chancen auf kritische Treffer haben.

Ich habe mich für das Volk der Castanic entschiedenen, denn ich finde deren Anzüge recht stilvoll, auch wenn einige Outfits für den einen oder anderen recht freizügig erscheinen.

TERA Dawid

Sobald ihr euch für ein Volk entschieden habt, geht es zur Klassenwahl. Hier gibt es sage und schreibe 13 verschiedene Klassen.

Was mich hier nervt: Einige der Klassen sind für bestimmte Völker oder gar nur für weibliche Helden spielbar. Hier frage ich mich einfach: Warum? Muss das denn sein?

Dieser immer wiederkehrende Gender-Lock nervt einfach (übrigens auch unseren Chef Dawid, der über den Überschuss an weiblichen Helden einen Kommentar verfasst hat).

TERA – Vom Tank zum Schadensausteiler

Dafür bietet Tera eine große Auswahl zwischen den unterschiedlichsten Spielstilen.

Möchtet ihr eure Mitspieler mit eurer Metallrüstung beschützen, dann wäre der Lanzer ideal, welcher mit einem dicken Schild sowie der namensgebende Lanze einen recht stabilen Eindruck macht. Wer lieber auf Fernkampf getrimmt ist und im Hintergrund feindliche Schergen klatschen will, ist mit dem klassischen Magier oder dem Bogenschützen gut bedient.TERA Fate of Arun

Nachdem ihr euch für die richtige Klasse entschieden habt, geht es auf zum Editor. Dort könnt ihr euren Held umstylen. Hier gibt es einige Möglichkeiten zur Anpassung. Zwar kann die Tera-Charaktererstellung es nicht  mit dem Editor von Black Desert aufnehmen, muss das aber auch nicht.

Es sind genug Möglichkeiten zur Individualisierung dabei, ums sich mit seinem Aussehen zu personalisieren.

TERA – PvE oder PvP?

In TERA gibt es viele Möglichkeiten, sich die Zeit in der Welt zu vertreiben. Vor der Charakter-Erstellung solltet ihr natürlich darauf achten, auf welche Art von Servern ihr spielen möchtet. Wollt ihr eure Ruhe beim Verkloppen von Gegnern, solltet ihr auf einen PvE-Server betreten. Sucht ihr die direkte Auseinandersetzung mit anderen Spielern, ist für euch der PvP-Server der Richtige.TERA Klasse Lanzer

Sobald ihr die ersten Level erklimmt, habt ihr verschiedene Optionen, euch im Kampf zu beweisen. So gibt es unzählige Dungeons, die euer Können auf den Prüfstand stellen. Die Dungeons laufen aber nicht immer nach dem Schema F, sondern unterscheiden sich hinsichtlich der Mechaniken stark voneinander.

Quests sind  zwar Standadkost, aber es gibt immer wieder dynamische Events, die es ein bisschen auffrischen. Und BAMS. Dicke Bosse, die es umzuhauen gilt! Später könnt ihr übrigens auch an Raids teilnehmen, in denen es herausfordernden Content für große Spielergruppen gibt.  An Content mangelt es definitiv nicht.

TERA – 3,2,1 -Action!

Wer sich lieber mit Spieler messen möchte, kann sich neben dem altbekannten Duell in Arenen aufs Auge geben.

Im Modus „Schlachtfelder gibt es große Schlachten zwischen Spielern. Hier treten insgesamt 16 Leute gegeneinander an, um verschiedene Missionsziele zu absolvieren. Und das sind nur einige der vielen Optionen, im Spiel voran zu kommen.TERA

TERA hat neben den Kämpfen viele Optionen, seine Zeit sinnvoll zu investieren. So gibt es ein Aktionshaus, um mit seltenen Gegenständen zu handeln. Crafting ist ebenfalls mit dabei und ein umfangreiches ausgefeiltes Daily- und Rufsystem.

Ein Hauch von Asien

Da TERA schon einige Jahre hinter sich hat, lässt es sich verschmerzen, das das MMO noch mit der Unreal Engine 3 läuft.

Das Spiel sieht trotzdem super aus und punktet vor allem mit detailreichen Hintergründen. Da TERA aus Asien importiert wurde, gibt es Asia-Style mit extrem freizügigen Outfits und gestylten Haarprachten.Tera Castanic

Für die heutige Zeit wirkt das Spiel übrigens nach wie vor detailliert. Rüstungen sowie eure Charaktere stechen besonders heraus. Daher kann man auch mal ein paar Minuten damit verbringen, den eigenen Helden ausgiebig vor dem wunderschönen Hintergrund des Spiels zu bewundern.

TERA – Das Free2Play-Modell

TERA läuft seit 2013 mit einem Free2Play-Modell, das euch erlaubt, das Spiel komplett kostenlos zu spielen. Es gibt insgesamt 3 verschiedene Account-Typen. Sobald ihr den Client heruntergeladen habt und erste Schritte in die Welt setzt, werdet ihr ein Starter und unterliegt einigen Einschränkungen.Tera Screenshot Castanic

Spieler, welche sich TERA bereits gekauft haben, werden zum Veteranen und haben weniger Restriktionen. Als Mitglied des TERA-Clubs, für den ihr jeden Monat bezahlen müsst, habt ihr die meisten Vorteile.

Als Starter hab ihr zum Beispiel nur zwei Charakter-Plätze, weitere müsst ihr erwerben oder per Mitgliedschaft freischalten. Das Positive: Ihr könnt die ganze Story komplett kostenlos genießen, für das Leveln gibt es keine Begrenzungen. Lediglich mit kleinen Einschränkungen – wie kleinere Bankfächer oder weniger an täglichen Aufgaben – hat man sich mit dem Status des Anfängers zu begnügen.

Veteranen haben übrigens gleich acht Charakterslots und vier Bankfächer, während Club-Mitglieder noch mehr Goodies wie mehr Daily-Quests, ein exklusives Mount und Booster erhalten.TERA

Wer TERA noch nicht kennt, kann kostenlos eintauchen und das Spiel genießen. Wer im späteren Level das Maximale aus dem MMO rausholen will, sollte sich überlegen, eine Mitgliedschaft im TERA-Club einzugehen.

Lohnt sich das Spiel denn trotz einiger Jahre auf dem Buckel?

TERA startete damals als Abo-MMO und trat gegen Genre-Giganten wie World of Warcraft an. Daher und weil durch einen komplexen Rechtsstreit anfangs Content fehlte, lief TERA eher schwach. Nach weiter sinkenden Spielerzahlen entschied man sich Anfang des Jahres 2013, das Spiel in ein Free2Play-Modell umzuwandeln.

Und das mit Erfolg. Seit dem Wandel sind sie momentan vier Server gut gefüllt und in den Hauptstädten sieht man viele Spieler, welche handeln oder das ein oder andere Duell bestreiten. Durch den Release auf Steam im Frühling 2017 gab es weiter einen enormen Schwung nach oben.

Zwar muss man einiges an Daten herunterladen, dafür habt ihr aber eine riesige Auswahl an Klassen sowie Völker. Das Free2Play-System ist fair und lässt euch die ganze Story sowie das Leveln genießen. Kleine Einschränkungen, wie zum Beispiel limitierte Charakterplätze, kann ich gut verkraften. Wer also, eine gute Internetleitung hat und das Spiel relativ zügig auf den heimischen PC ziehen kann, sollte sich TERA auf jeden Fall mal anschauen.

Dieser Text stammt von unserem Gastautor Dennis Zühlke.


Interesse an Tera? Zur offiziellen Website von TERA und kostenlos spielen.

Dieser Beitrag stammt von einem Gastautor, der nicht zur Redaktion von Mein MMO gehört. Wenn du auch Interesse hast, einen Gastartikel zu verfassen, dann kontaktiere uns über das Kontaktformular.
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