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Star Wars Battlefront 2 soll wie FIFA werden – Und die Leute hassen es

Gerade erleben wir die neue Ära der Mikrotransaktionen. Die Monetarisierungs-Strategie von Electronic Arts bei Star Wars Battlefront 2 löst heftige Reaktionen aus.

Der Baum brennt bei Electronic Arts – und zwar lichterloh. Das Wochenende über versuchte die Community von Star Wars Battlefront 2 einen Shitstorm loszutreten, rief zu Boykotten und Protesten aus, machte Stimmung gegen EA.

Erbittere Reaktionen gegen neue Cash-Methoden

Denn den Spielern ist klar geworden, um was es da beim neuen Star Wars Battlefront 2 eigentlich geht: Es ist eine neue Ära der Bezahlmodelle. Ein Vollpreistitel mit Fortschritts- und Freischaltungssystemen, wie man sie eigentlich nur aus Free2Play-Titeln kennt. Die Spieler wehren sich erbittert dagegen und versuchen, ihren Protest sichtbar zu machen.

Versuche von EA, das Feuer der Empörung zu beschwichtigen, heizten es nur noch mehr an.

Ein Community-Developer traute sich, einen Tweet abzusetzen: Diejenigen, die da schimpfen, seien „Armchair-Developers“, also Leute, die über einen Job reden, von dem sie keine Ahnung haben. Der Tweet erhielt wütende Antworten und wurde kurz darauf gelöscht.

Das, was EA den Investoren gesagt hat, wird nun Wirklichkeit

Electronic Arts versucht seine Monetarisierungs-Modelle aus den Spielen FIFA und Madden nun auf den Shooter Star Wars Battlefront 2 zu übertragen.

Das ist schon lange angekündigt, den Investoren hat man das immer wieder gesagt: Wir verdienen einen Haufen Geld mit Booster-Packs bei den Ultimate Teams von FIFA und Madden – das wollen wir auch mit Battlefront und Battlefield.

Die Shooter sollen Spiele werden, die über einen längeren Zeitraum gespielt werden und länger Geld verdienen als nur zum Release.

In der Praxis sieht heißt dies für Star Wars Battlefront II, dass EA:

  • einen Vollpreis-Titel auf den Markt bringt
  • DLCs und Updates kostenlos rausgibt, damit die Community zusammenbleibt
  • aber Lootboxen einführt, die Auswirkungen auf das Gameplay haben
  • außerdem können Spieler nicht von Beginn an alles spielen, sondern müssen sich bestimmte Features erst durch hartnäckiges Spielen freischalten – das soll dazu führen, dass Spieler länger bei einem Titel bleiben

Zukunft des Gamings entscheidet sich bei Star Wars Battlefront 2?

Bei den Sportspielen wie FIFA und Madden sind solche Methoden mittlerweile einigermaßen akzeptiert. Wobei man bei FIFA schon von Beginn an Cristiano Ronaldo spielen kann, allerdings nicht in jedem Modus. Bei Star Wars Battlefront 2 muss man Darth Vader erst freischalten. Das gefällt den Fans überhaupt nicht.

In jedem Fall löst es heftige Reaktionen aus, diese Systeme nun auf Star Wars Battlefront 2 zu übertragen.

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Kampf zwischen den Fans und Electronic Arts entwickelt. Viele Gamer spüren aktuell, dass die Gaming-Industrie Grenzen verschiebt, und sie wehren sich erbittert dagegen.

Schuhmann

Schuhmann, das L steht für Niveau.

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