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Spielen trotz Stromausfall? Die liebsten Brettspiele unserer Redakteure

Computerspiele mal analog erleben – Immer mehr Hersteller entscheiden sich dafür, beliebte Computerspiele als Brettspiel umzusetzen. Und man braucht nicht mal Strom dazu.

Brettspiele sind vor allem unter Deutschen sehr beliebt und viele Leute verbringen ihre Zeit mit ihnen, darunter auch Computerspieler. Seit Jahren macht die Branche einen stabilen Umsatz von rund 400 Millionen Euro im Jahr. Einige Computerspiel-Hersteller haben diesen Trend erkannt und bringen analoge Versionen ihrer Spiele raus. Ein aktuelles Beispiel: “Mechs vs Minions” – das “League of Legends“-Brettspiel.

Auch bei uns in der Redaktion finden sich Brettspielfreunde. Leya, Jürgen und Patrick sind zwar allesamt begeisterte MMO-Spieler, aber auch einer Partie am Brett statt am PC nicht abgeneigt. Ein Vorteil: Man braucht weder Strom noch Internet, um dem gemeinsamen Zocken mit Freunden zu frönen.

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Leya: “Ob analog oder digital – ich bin ein Spielkind!”

Leya: Ich selbst bin mein Leben lang ein verspieltes Kind geblieben. Gib mir einen Computer, die Konsole, Papier und Stift, Karten, Miniaturen – und ich bin glücklich. Umso mehr freut es mich, dass Brettspiele ihren Weg in meinen sozialen Kreis finden. Die Freunde, mit denen ich schon Stunden hinter dem Computer verbracht habe, sind immer häufiger gemeinsam um den Tisch versammelt – auf der Jagd nach den besten Karten, der optimalen Strategie, oder sie hoffen auf das große Würfelglück.

Warum aber ist das Interesse an Brettspielen so extrem gewachsen? Für mich ist die Antwort ganz klar: Die Spiele der letzten Jahre sind einfach geil! Wer glaubt, dass die Brettspiele von heute nur aus Würfeln und Figürchen-Verschieben bestehen, der irrt sich gewaltig.

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Es gibt Spiele wie “Mysterium”, in der ein Spieler die Rolle eines ermordeten Geistes übernimmt und seinen Mitspielern mit Hilfe von Traumbotschaften vermittelt, wer ihn ermordet hat. “Through the Ages”, eine Adaption von Sid Meier’s Civilization, ist ein Brettspiel so komplex und strategiereich wie sein digitales Original.

Brettspiele haben sich stark weiterentwickelt und Computerspieler entdecken das auch. Es ist für jeden Geschmack was dabei. An eine direkte Konkurrenz zu Computerspielen glaube ich dabei allerdings nicht, eher an eine Erweiterung für den Spielemarkt im Gesamten. Für mich gilt, ich stehe auf analog und digital gleichermaßen. Ich bin ein Spielkind durch und durch.

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XCOM gibt es auch als Brettspiel.

Patrick: “Wir spielen oft Brettspiele, die wir in Streams oder bei Youtube gesehen haben”

Patrick MOINPatrick: In meiner Kindheit habe ich oft Brettspiele mit der Familie gespielt. Als dann aber die Computer- und Konsolen-Zeit anfing, bin ich der Unterhaltung mit Controller verfallen. Besonders das Super Nintendo Entertainment System hat mich in seinen Bann gezogen. Allgemein finde ich Brettspiele immer noch unterhaltsam und spiele sie unregelmäßig mit Freunden. Wir haben keine festen Tage, an denen wir uns extra für Brettspiele treffen, sondern holen spontan mal ein Spiel hervor, wenn wir bereits in gemütlicher Runde zusammensitzen. Dabei probieren wir gern Spiele aus, die wir in Streams oder auf Youtube-Kanälen gesehen haben.

Wenn wir spielen, dann sind es weniger die “krassen” Spiele, die Stunden oder sogar Tage dauern können. Obwohl wir mindestens einmal im Jahr zu einer Runde klassischem Monopoly zusammenkommen und unsere Freundschaften unter Beweis stellen, bevorzugen wir für kürzere Runden zwischendurch leicht verdauliche Spiele wie Kakerlakak oder Das verrückte Labyrinth. Eins der ersten Brettspiele, das ich gespielt habe, war übrigens Malefiz. Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht erinnern.

Generell machen mir Brettspiele Spaß und ich spiele sie gern zusammen mit meinen Freunden. Wir bevorzugen in unserem Freundeskreis allerdings die digitalen Spiele. Deshalb treffen wir uns eher mit mehreren Controllern zum “Gang Beasts”-Schlagabtausch und spielen dort unser ganz eigenes “Mensch ärgere dich nicht”.

Jürgen: “Manche von meinen Freunden haben erst durch das Brettspiel The Witcher entdeckt”

Jürgen: Ich bin schon seit meinem 14. Lebensjahr Pen&Paper-Rollenspieler und Brett- und Kartenspiele gehörten auch immer dazu. Und wenn ich mich zwischen einem Raid in einem MMORPG und einer netten Runde am Spieltisch entscheiden müsste, würde ich stets das analoge Spiel wählen. Das geht auch einigen meiner Freunde so und viele von ihnen zocken mittlerweile lieber Brettspiele als Online-Games. Wobei sie aber nach wie vor auch online spielen, es ist mehr ein Nebeneinander als eine Verdrängung. Am Wochenende stehen daher eher die Brett- und Rollenspiele im Vordergrund, unter der Woche hingegen bevorzuge ich Online-Games.

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Besonders gern spiele ich neben dem deutschen Rollenspiel DSA noch das X-Wing Tabletop, in dem man spannende Raumkämpfe mit detailgetreuen Star-Wars-Schiffen ausfechtet. Das Gameplay davon ähnelt übrigens dem rundenbasierten Online-Spiel Atlas Reactor. Unser absolutes Highlight im Freundeskreis ist das Brettspiel zu The Witcher, da es den schwarzen Humor sowie die Welt des Spiels und der Romane wunderbar wiedergibt. Durch dieses Spiel wurden sogar Leute aus meinem Freundeskreis wiederum zu den Witcher-Games gebracht. Es geht also auch anders rum.

Wie sieht es eigentlich bei Euch aus? Lasst ihr den Computer schon mal links liegen, um euch ganz einem Brettspiel zu widmen?


Brettspiele sind nicht die einzigen Hobbys unserer Redakteure neben dem Zocken von Onlinespielen. Viele von uns entspannen nach einem stressigen Tag in Fantasy-Welten oder noch schlimmer … in der Mein-MMO-Redaktion mit TV-Serien. Hier stellt Euch Cortyn ihre Lieblingsserie vor:

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