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Secret World Legends: Zu sehr Pay2Win – Nun soll’s besser werden

Beim Free2Play-MMORPG Secret World Legends ist einigen Spielen der Cash-Shop zu aggressiv. Das Schlagwort ist “Pay2Win.” Mit Patch 2.0.1. will Funcom hier lockerer lassen. Offenbar hat man einige Kritik an der Monetarisierung in der Beta zuerst überhört und Kritiker angeblich gebannt.

Secret World war früher ein Abo-MMORPG, ist dann auf ein Buy2Play-Bezahlmodell gewechselt und ist jetzt mit „Secret World Legends“ als Free2Play-Spiel fünf Jahre nach dem Launch neu auferstanden.

Secret World Legends setzt auf einen freien Einstieg und dann auf einen Cash-Shop. Vieles, was es im Spiel gibt, lässt sich entweder hart ergrinden oder über die Brieftasche flugs freischalten.

Kritik an Cash-Shop kam wohl schon in der Beta, wurde da überhört

Einige Spieler finden, dass der Cash-Shop „zu hart getuned“ ist, also zu viel Anreiz besteht, hier Geld im Spiel zu lassen und sich seinen Charakter-Fortschritt frei zu kaufen: Ein Video-Review schaut sich Secret World Legends in Bezug darauf an und kritisiert den Cash-Shop harsch:

Harte Kritik: Secret World als Prostituierte, um Geld ranzuschaffen

Kritikpunkte sind etwa:

  • Das „normale Inventar“ sei zu klein und muss teuer erweitert werden.
  • Neue Waffen können nicht einfach freigeschaltet werden, sondern man muss einzelne Seiten separat freischalten, die Waffe selbst und dann noch mehr.
  • Außerdem finden Spieler zwar “Lootboxen”, ab einer gewissen Menge müsse man aber Schlüssel zu kaufen, um an den Loot heranzukommen.

Insgesamt sei Secret World Legends wie das alte Spiel nur als „Cash Grab“ aufgezogen, um an das Geld der Spieler heranzukommen. Das Video ist harsch in seiner Kritik und Wortwahl.

Der Reviewer sagt: Er und viele andere hätten im Beta-Forum zu Secret World Legends ihre Bedenken am Cash-Shop geäußert – die seien aber auf taube Ohren gestoßen. Der Reviewer sei daraufhin gebannt worden, weil seine Hinweise nicht hilfreich gewesen seien. Man kann sich vorstellen: Der ist ziemlich angepisst.

The Secret World Boogeyman

Er sagt: Funcom braucht wohl Geld, weil die alten MMORPGs nicht mehr laufen und Conan Exiles noch Entwicklungszeit benötigt.

Da habe Funcom sich dazu entschlossen, sein geliebtes Secret World zu “prostituieren”, um Kohle ranzuschaffen. Autsch.

Änderungen mit Patch 2.0.1 machen Secret World Legends freundlicher

Sicher gibt es auch Gegenstimmen zu dieser Extrem-Position und manche finden die Richtung gut, die Funcom mit Secret Worlds einschlägt. Einige sagen unter dem Video, sie hätten eine Menge Spaß, auch ohne Geld auszugeben.

Aber die Kritik am Cash-Shop ist zumindest so groß, dass Funcom Änderungen ankündigt. Ironischerweise werden fast alle Punkte angegangen, die der gebannte Video-Reviewer in seinem YouTube-Video nennt, das mittlerweile immerhin über 14.000 Aufrufe hat:

  • So will Funcom mit dem nächsten Patch das Inventar von 25 auf 35 Plätze erhöhen.
  • Außerdem soll der Preis für Sprint 2 und den Unlock der ersten Waffen gesenkt werden. Spieler sollen sich beides schon am ersten Tag kaufen können.
  • Man legt zudem die „aktiven und passiven“ Seiten der Waffe zusammen. Man kann dann beide Waffen-Seiten zu dem Preis freischalten, den aktuell eine Seite gekostet hat.

wow-legion-nightbane-secret-boss-karazhan

Weitere Änderungen:

  • Außerdem will man den Loot in Dungeons erhöhen und bringt zahlreich weitere Verbesserung, die auf Spieler-Feedback basieren.
  • Auch Bezahl-Spieler, die Patrons, werden Vorteile erhalten.
  • Mit “Elite Dungeons” kommt eine Art skalierender Schwierigkeitsgrad – ähnlich wie die Qual-Stufen bei Diablo 3.

Die Patch-Notes zum Secret World Legends Patch gibt es es hier.


Zum komplizierten Thema Pay2Win haben wir diesen Artikel:

Pay2Win – der schwarze Fleck: Warum es so selten um Cash-Shops geht

Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.
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