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Rend: Veteranen von WoW und LoL arbeiten an neuem Survival-MMO

Rend: Veteranen von WoW und LoL arbeiten an neuem Survival-MMO

Die Frostkeep Studios, bestehend aus ehemaligen Blizzard-Mitarbeitern, wollen mit dem Onlinespiel Rend eine Mischung aus MMO und Survivalspiel entwickeln, das aber frischen Wind in diesen Bereich bringt.

Die Frostkeep Studios haben auf der Pax East das neue Survival-MMO Rend angekündigt. An Rend arbeiten Entwickler, die früher an World of Warcraft (WoW), League of Legends (LoL), WildStar und anderen Titeln mitgearbeitet haben.

Survivalspiele sind derzeit bei Entwicklern so beliebt, dass manche Spieler schon fürchten, der Markt könnte mit solchen Titeln überschwemmt werden.

Da hat es das angekündigte Survial-MMO Rend also schwer. Doch die Entwickler sind sich der Situation bewusst und wollen eine Spielerfahrung bieten, die sich von anderen Survivalgames unterscheidet.

Was ist Rend? MMORPG trifft Survival und MOBA

Im Spiel erschafft ihr euch einen Helden aus den Klassen Assassin, Mystic, Survivalist und Soldier und müsst euch einer der Fraktionen anschließen, welche in der Welt um die Vorherrschaft kämpfen. Dies ist der Kern des Onlinegames. Die Parteien, die aus etwa 20 bis 30 Spielern bestehen, müssen in einer vorgegebenen Zeit den Sieg erringen.

Anschließend beginnt eine neue Saison, in welche ihr aber euren Helden übernehmen dürft. Ihr müsst also nicht wieder komplett von vorne beginnen. Eure Skills jedoch stehen euch nicht mehr zur Verfügung. Spieler sollen sich so immer auf Augenhöhe begegnen. Nur weil jemand schon sieben Seasons gespielt hat, heißt dies nicht, dass er automatisch besser als jemand ist, der neu einsteigt.

Die Welt ist in drei Täler aufgeteilt, die den drei Fraktionen Conclave, Order und Revenant gehören. In jedem Tal steht ein sogenannter Divinity Stone. In diesem sammelt die Partei Seelen. Dieser Stein muss zerstört werden, um die Fraktion aus der Saison zu kicken, womit also auch MOBA-Elemente ins Spiel kommen. Doch den Stein zu zerstören, ist nicht einfach.

Denn das eigene Tal sollte nicht ungeschützt bleiben. Schließlich könnte die dritte Fraktion einen Angriff starten, während die Krieger gerade in der Schlacht sind. Außerdem wandern Monster durch die Welt, die euch zusätzlich zu schaffen machen. Das Craften von Waffen und Ausrüstung ist daneben ebenso wichtig, wie das Sammeln von Rohstoffen.

Die Uhr tickt …

Um euer Ziel zu erreichen, solltet ihr außerdem die Welt erkunden. Denn ihr könnt versteckte Artefakte finden, die besonders mächtig sind und euch dabei helfen, eure Feinde zu vernichten. Ihr müsst also stets taktisch im Survival-MMO Rend vorgehen. Euer Tal und euer Divinity Stone müssen beschützt werden doch ihr solltet auch dafür sorgen, eine feindliche Partei zu vernichten.

Wie viel Zeit bringt ihr für das Sammeln von Rohstoffen und das Herstellen von Waffen auf? Außerdem ist es immer eine Überlegung wert, ob ihr euch auf die Suche nach Artefakten macht. All das kostet Zeit, die unaufhörlich nach unten zählt. Ist sie bei 0, beginnt das Reckoning-Event. 

Dann wird eure Basis von allem und jedem angreifbar und die mysteriösen Lost tauchen auf, die alle anderen Parteien vernichten wollen. Die Siegerfraktion darf sich über Meta-Progression-Points freuen. Diese nutzt ihr in der nächsten Saison, um neue Individualisierungen und Verbesserungen für euren Helden freizuschalten. Zudem erhalten Spieler die Möglichkeit, eigene Server mit eigenen Regeln aufzusetzen. Ein Releasetermin von Rend steht noch nicht fest, die Entwickler planen aber in diesem Frühjahr eine Early-Access-Phase zu starten.

Andreas meint:

Die Entwickler des Survival-MMOs Rend haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie das Genre der Survival-Onlinespiel aufpeppen können. Die MMORPG-Elemente, der Zeitdruck und das MOBA-Gameplay könnten frischen Wind mit sich bringen. Die Frage ist nur, ob das alles nicht zu komplex und damit auch zu kompliziert wird. MOBAs spielen sich schnell und unkompliziert. Survival-Games setzen ebenfalls auf das Wesentliche. All das mit einem MMORPG zu kombinieren und die Spieler dann noch einem Zeitdruck auszusetzen könnte entweder klasse funktionieren oder gehörig noch hinten losgehen …

QUELLE MassivelyOP
QUELLE PCGamer

Andreas Bertits blickt auf über 10 Jahre Berufserfahrung im Gaming-Journalismus zurück. Er war 6 Jahre Redakteur des Spielemagazins PC Games, bevor er sich selbstständig machte und ist nach wie vor leidenschaftlicher Gamer.