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Reboot – Diese 7 Online-Spiele wollten eine 2. Chance – Wie ging’s aus?


Happy SadWas macht man, wenn das Millionen-Projekt einfach nicht in die Gänge kommt? Einen Reboot. Wir schauen uns an, wie das für WildStar, The Elder Scrolls Online, Paragon und andere Spiele lief.

Reboot, Relaunch, Kursänderung – egal, wie die Publisher es genau verkaufen: Immer wieder steht bei MMOs ein heftiger Einschnitt an. Das Spiel hat nach dem Release Probleme, es lahmt mit den Verkäufen, alle Trends zeigen nach unten – es muss etwas Drastisches unternommen werden. Das Spiel taucht für einige Monate unter und blüht dann als „neues, verbessertes, jetzt viel superes Spiel“ wieder auf und spielt richtig Kohle ein. So ist zumindest der Plan.

Es heißt dann oft: So wollten wir es eigentlich die ganze Zeit machen! Jetzt sind wir richtig da. Viel Spaß!

Wir schauen uns Spiele an, bei denen es so lief und gucken, ob es geklappt hat mit der zweiten Chance.

Final-FantasyWillkommenFinal Fantasy XIV – Die Wiedergeburt, der feuchte Traum jedes Flop-MMORPGs

Wie war die Lage?

Trostlos. Final Fantasy XIV erschien im September 2010 und war ein Flop. Das Spiel war seit 2005 entwickelt worden, wurde  für PC und PS3 veröffentlicht.

Die allgemeine Qualität von Final Fantasy XIV war einfach zu niedrig. Zwar lobten Kritiker die Welt und das Potential. Das eigentliche Spiel war aber schlecht – das muss man so hart sagen. Performance-Probleme. Interface-Probleme. Man nannte Final Fantasy XIV eine unfertige, kaputte Katastrophe.

Was passierte dann?

Square Enix wollte es nicht auf sich sitzen lassen, dass so ein Spiel den Namen „Final Fantasy“ trägt, und hat einen Reboot organisiert. Damit beauftragte man Naoki Yoshida, drückte dem als Director und Producer die Zügel in die Hand. Die Server von Final Fantasy XIV gingen im November 2012 vom Netz.

Final Fantasy XIV: A Realm Reborn erschien im August 2013 als “neue Version von FF14.” Im Vergleich zur ersten Version wurden deutliche Fortschritte erzielt. Das Spiel war nun viel runder.

Wie ging das aus?

Sehr gut. Final Fantasy XIV gilt heute als eines der besten MMORPGs überhaupt. Hat mit Heavensward eine erfolgreiche Erweiterung bekommen, mit Stormblood steht die zweite im Juni 2017 an. Für die PS4 ist das MMORPG auch noch erschienen. Weltweit hat es Millionen von Fans.

Alles in allem ist es eine Erfolgsgeschichte. Yoshida wird als Retter des Spiels und Held gefeiert. Final Fantasy XIV wurde zum „Vorbild“ jedes Publishers, der seinem Game noch eine zweite Chance gönnen will. Davon, dass es so läuft wie bei Final Fantasy XIV, träumt jeder, der auf einem teuren Onlinespiel-Flop sitzt.

Auf der nächsten Seite geht’s mit einem Spiel weiter, wo das alles nicht ganz so funktioniert hat.

Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.
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Final Fantasy XIV

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