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PlayerUnknown’s Battlegrounds: Squad-Modus – Einmal mit Profis!

PlayerUnknown’s Battlegrounds macht schon als Einzelkämpfer einen Mords-Spaß. Doch wie ist es mit dem Squad-Modus? Spielt sich der Battle-Royale-Shooter darin anders? Jürgen hat’s zusammen mit einem Team ausprobiert.

PlayerUnknown’s Battlegrounds wird gerade von bis zu einer Millionen Spielern gleichzeitig gezockt. Daher ergeben sich immer wieder absurde Szenen, von denen viele im Squad-Modus stattfinden. Beispielsweise, wenn ein fieser Koreaner ein feindliches Team infiltriert und alle im rechten Moment umbringt. Oder ein Team, das mit einem Motorrad durch ein Fenster in ein Haus fliegt und so den Feind auslöscht.

Ich, der Jürgen, wollte sowas auch mal erleben und habe mir ein Team besorgt.

PlayerUnknown’s Battlegrounds – Im Squad-Modus ein ganz anderes Spiel!

PlayerUnknown’s Battlegrounds kenne ich mittlerweile im Solo-Modus gut genug. Doch wie spielt es sich mit drei weiteren Kameraden im Team? Ich suchte mir drei gute Mitspieler und startete eine Runde Squad-Modus.

PlayerUnknown’s Battlegrounds – Loot-Hamster unerwünscht!

Kaum waren wir gelandet, zeigte sich schon ein großer Unterschied zum Solo-Modus. Während man als einsamer Wolf schamlos alles einsteckt, was herumliegt, und jeder andere Spieler Freiwild ist, kann man sich als Teamplayer nicht einfach dreist die Taschen vollstopfen.PUBG Mk14 EBR

Vielmehr gilt es, den Loot fair aufzuteilen, denn es ist ziemlich sinnlos, wenn man drei verschiedene Packen Munition hat, der Mitspieler aber in Unterhosen, einer leeren Knarre und mit einer Pfanne in der Pfote Rückendeckung geben soll.

PUBG – Der Feind vorm Klo!

Genau das ist uns nämlich gleich im ersten Fight passiert. Ich hatte neben den erwähnten Unterbuxen nicht mal eine Pfanne, dafür eine Blendgranate. Ein naher Mitspieler war besser ausgestattet, den weiteren Loot hatten die Feinde oder unsere restliche Squad. Die war aber leider an einer anderen Front gebunden.

Daher wurden wir beim Plündern von Feinden überrascht und mussten uns im Bad verstecken. Hinterm Klo kauernd war ich mit der Granate zu Allem bereit, mein Mitspieler mit der Pistole raunte mir via Teamspeak leicht panisch zu: „Der Typ kommt gleich rein, wir kämpfen bis zum Ende! Schlag ihn! Oh Gott, bitte schlag ihn!“ Es war wie in „The Shining“, nur mit Shotguns, Pistolen und Granaten!

PUBG – Mit Unterhose und Granate gegen Shotgun

Dieser Moment war Adrenalin pur! Wir hörten den Feind vor der Tür herumtrapsen, aber er hatte wohl selbst ordentlich Schiss und wagte sich nicht hinein.

Dann plötzlich ging die Tür auf! Ich warf die Granate, aber das verdammte Ding prallte am Türrahmen ab und flog zurück in unseren Raum. Es machte Wumms-Krabumms und keiner sah mehr was! Alle drei irrten wir desorientiert herum und schlugen und schossen sinnlos um uns.

Am Ende setzte sich aber die Streuung der Schrote unseres Feindes im engen Raum durch und wir konnten noch ein paar Sekunden hilflos über den Boden robben. Dann gab man uns endgültig den Rest. Aber wir waren jetzt erst recht angefixt und starteten sofort die nächste Runde!

PlayerUnknown’s Battlegrounds –Profis auf Noob-Jagd

Schon in der nächsten Runde hatten wir mehr Glück und fanden genug Waffen und Ausrüstung, um das ganze Team auszurüsten. Da zeigte sich zum ersten Mal, dass meine Squad aus echten Profis bestand.

Die Jungs und Mädels waren altgediente Arma-Spieler (und Arma war das erste Spiel, das PUBG-Erfinder Brendan Greene damals gemoddet hatte) und ein gut eingespieltes Team. Daher wurde das Gebiet stets militärisch präzise ausgekundschaftet und mit knappen Kommandos koordinierte der Squad-Leader unser Vorgehen.

Daher konnten wir schon in der nächsten Siedlung ein Feind-Team völlig überraschen. Der Gegner hatte sich soeben mit Top-Gear vollgestopft und war unvorsichtig geworden. Wir nahmen sie mit einem Flankenangriff in die Zange und schalteten sie mit präzise dirigierten Schüssen aus. Die US-Marines hätten das auch nicht besser hinbekommen! Ich war unglaublich stolz auf meine Leistung und unser Team!

PlayerUnknown’s Battlegrounds – Mit militärischer Präzision zum Chicken Dinner

Zwar waren wir in dieser eben beschriebenen Runde am Ende nicht die Sieger, aber schon in der nächsten Session kannten wir kein Halten mehr! Wie gewohnt gingen wir mit der Präzision und der Gnadenlosigkeit eines Kommandotrupps vor und schalteten methodisch alle Feinde aus.

Am Ende waren nur noch 8 Spieler übrig: Unsere Squad und ein vollständiges Gegnerteam. Ein Traum-Finale! Die Feinde hockten in einer angeranzten Bruchbude im Tal, wir hatten den nahen Hügel besetzt. Immer wieder schlugen Schüsse bei uns ein, doch wir hatten uns klug verteilt und konnten jedes Fenster des Hauses unter Feuer nehmen. Der Gegner hingegen musste sich stets offenbaren, wenn er rausfeuern wollte. So war er immer für einen von uns ein gutes Ziel.

Und wir hatten präzise Waffen mit Zielfernrohren! Dank meines 8er-Zooms konnte ich effektiv die oberen Stockwerke unter Feuer nehmen und einmal wagte sich der Feind zu lange vor. Eine Salve später waren es nur noch 7 Spieler. Der Rest wurde dann kurz darauf vom Kraftfeld bedrängt, musste aus dem Haus fliehen und wurde von uns dann abgeschossen wie aufgeschreckte Hühner!

Winner Winner, Chicken Dinner!

Jürgens Fazit zum Squad-Modus

Mit einem Team, vor allem einem, das wirklich effektiv und präzise zusammenarbeitet, ist das Spielgefühl in PUBG komplett anders. Im Solo-Modus lebt man in ständiger Paranoia. Man ist völlig auf sich gestellt und hat bis zu 99 Feinde, die überall lauern können. Im Squad-Modus ist man normalerweise stets geborgen.

Die Kameraden sind im Idealfall immer zur Stelle und halten einem den Rücken frei. Man kann sich im Kampf absprechen und wenn man mal doch eine Kugel zu viel frisst, besteht die Hoffnung, dass man nochmal wiederbelebt wird.

Dafür ist das große Loot-Buffet im Squad-Modus gerade am Anfang sehr viel magerer und man muss sich gut absprechen, wer welche Waffe und welches Ausrüstungsteil haben soll. Gerade Munition kann schnell knapp werden.

Am meisten Spaß macht der Squad-Modus jedoch mit einem gut eingespielten Team. Mein Erlebnis mit den damaligen Kameraden dürfte bis auf längere Zeit mein PUBG-Highlight bleiben. Wer also den Squad-Modus bislang noch nicht ausprobiert hat: Unbedingt machen! Es lohnt sich!

Ebenfalls interessant: Mein erstes Mal in PUBG (Solo-Modus)

Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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