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Overwatch: Dank neuer Mercy „so schlecht wie noch nie“

Overwatch: Dank neuer Mercy „so schlecht wie noch nie“

Mercy - die Problemschweizerin

Mercy sorgt einmal mehr für Probleme in Overwatch. Viele Spieler denken: So schlecht war der Heldenshooter noch nie!

In den knapp 17 Monaten seit dem Launch von Overwatch hat das Spiel viele Höhen und Tiefen durchlebt. Vor allem Probleme am Balancing sorgen immer wieder für Frust und schlechte Laune. Lange Zeit war das Dickerchen Roadhog ein Dorn im Auge der Spieler. Doch nachdem man den König des Zweikampfes endlich entthront hatte, richtete sich das Augenmerk auf ein anderes Problem: Mercy.overwatch-mercy-witch-healing

Mercys langer Weg, der kein Ende findet

Mercy hatte früher eines der mächtigsten Ultimates im Spiel. Die Massen-Wiederbelebung, mit der bis zu 5 gefallene Verbündete gleichzeitig aus dem Grab geholt werden konnten, war ein regelrechter Gamechanger. Häufig wurden Matches so in letzter Sekunde noch gedreht.

Das Problem: Das war weder für das Gegnerteam, noch für das eigene Team spannend – nicht mal für den Mercy-Spieler. Denn Mercy wartete einfach hinter einer Ecke, bis all ihre Kollegen tot waren, sprang dann rein und zündete die Wiederbelebung. Spaß und Skill sehen anders aus.

Blizzard sah sich daraufhin gezwungen, Mercy zu überarbeiten. Die Massenwiederbelebung wurde zu einer gewöhnlichen Fähigkeit mit hoher Abklingzeit. Mercys Ultimate, die Massenwiederbelebung, wurde durch „Valkyrie“ ersetzt, sodass Mercy für 20 Sekunden fliegen und effektiver sein kann.

Immer wieder wurden nun kleinere Änderungen nachgeschoben, die an der Abklingzeit und Effektivität der Einzel-Wiederbelebung feilten. Doch auf einen grünen Zweig mit der Community kommt man hier nicht mehr.

Ungeliebt. Mercy sorgt für Frust bei den Spielern.

Fans finden Mercy-Matches langweilig

Auf Reddit beschweren sich in den letzten Wochen zahlreiche Fans. Overwatch sei als eSport schon immer schwierig gewesen, weil die Zuschauerfunktionen so mangelhaft sind. Doch mit den Überarbeitungen an Mercy ist das Zuschauen noch langweiliger geworden, denn jedes Match laufe nun gleich ab.

Das zeigt sich auch daran, dass Mercy eine absurd-hohe Pickrate hat, die kein anderer Held erreichen kann.

Beim APAC-Turnier, das direkt nach dem neusten Patch stattfand, war es besonders schlimm. Hier duellierten sich zwei Teams vor allem mit ihrer jeweiligen Widowmaker, die im Anschluss immer wieder von Mercy wiederbelebt wurden.

Grundsätzlich geht es in jedem Spiel nur noch darum, wer die gegnerische Mercy schnell genug ausschalten kann, wenn sie gerade nicht ihre Valkyrie bereit hat. Mercy ist, so die Anschuldigungen, zumindest im Profi-Bereich während der Valkyrie im Grunde nicht umzubringen, wenn man nicht gerade ein taktisches Visier (Soldier: 76) oder Revolverheld (McCree) zur Verfügung hat.

Die Forderungen einiger Fans gehen sogar so weit, dass man Mercy einfach wieder „ihr altes Ultimate“ zurückgeben soll – die komplette Team-Wiederbelebung. Die war zwar ebenfalls nervig, allerdings trat ihr Effekt nur wenige Male pro Match auf, sodass sich die Frustration in Grenzen hielt.

Viele Spieler sind der Ansicht, dass die Wiederbelebung einfach nicht zu balancen ist. Man soll sich von diesem Konzept komplett verabschieden und sich für Mercy etwas gänzlich neues einfallen lassen. Oder, wenn man es einfach lösen möchte: Mercy auf Profi-Turnieren bannen, bis Blizzard sich eine gescheite Lösung überlegt hat.

Was haltet ihr von Mercy und den Problemen der Heilerin? Sollte Mercy nochmal komplett überarbeitet werden? Oder ist sie genau richtig, wie sie jetzt ist?


Team-Deathmatch ist übrigens aus Overwatch verschwunden. Ob es noch einmal wiederkommt, das erfahrt ihr hier.

QUELLE playoverwatch.com
Cortyn

Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!