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Monster Hunter World im Test - Ein wahres Monsterwerk!

Leya Jankowski
PC PS4 Xbox One

Das Action-RPG Monster Hunter World (PS4, Xbox One, PC) hatte am 26. Januar 2018 seinen weltweiten Release auf der PlayStation 4 und Xbox One. Dieser Test-Bericht setzt sich mit den Säulen und dem Spielgefühl von Monster Hunter World auseinander. 

Monster Hunter gehört in Japan zu einer der erfolgreichsten Spiele-Serien aller Zeiten. Insgesamt wurden 40 Millionen Kopien weltweit verkauft, von denen aber knapp 80% der Verkäufe in Japan stattfanden.

Monster Hunter World wird weltweit am 26. Januar 2018 auf der PlayStation 4 und Xbox One erscheinen. Im Herbst 2018 wird der Release auf dem PC folgen.

Monster-Hunter-World-Pukei-Pukei

Der Pukei-Pukei lauert in den Tiefen des Uralten Waldes. Dieses Monster versprüht Gift aus Mund und Schwanz.

Monster Hunter World ist der Inbegriff des Jagd-Rausches

Monster Hunter World ist auf 4 Säulen aufgebaut, die es zum ultimativen Jagdspiel machen:

  • Es ist im Kern ein Loot-Grinder – Ihr erlegt Monster und lootet Ihre Leichen
  • Es hat ein tiefgehendes Crafting-System – Aus den Leichen der Monster stellt Ihr Ausrüstung her, um das nächste noch gefährlichere Monster zu erledigen
  • Strategische Kämpfe gegen diese Monster – Die Monster legen sich nicht kampflos hin, sondern das sind anspruchsvolle Schlachten, auf die man sich immer neu einstellen muss
  • Ein dynamisches Ökosystem – die Kämpfen finden nicht im Nirgendwo statt, sondern die Umwelt und andere Monster müssen in die Schlachten mi einbezogen werden

Ihr werdet häufig danach streben, das Bessere zu erreichen. Egal, ob es um das Verbessern der eigenen Skills geht, wie der Umgang mit der Waffe, oder schlicht der neuen Ausrüstung.

In Monster Hunter World geht es darum, immer das nächste Ziel und den nächsten großen Schritt zu erreichen. Ihr habt den ersten schwierigen Gegner gemeistert und könnt aus ihm jetzt eine tolle Rüstung herstellen? Klasse! Dann wartet mal, bis Ihr auf den nächsten Drachenältesten stoßt und wieder auf die Mütze bekommt. Eine neue Herausforderung, ein neues Ziel, ein neuer Jagd-Rausch!

Epische Monster-Gefechte machen aus dem Grind die pure Ekstase

In Monster Hunter World dreht sich alles um die Jagd. Die Jagd nach Monstern, die Jagd nach Loot und die Jagd nach der immer besseren Ausrüstung. Das ist einfach der Kern des Spiels.

Ihr nehmt eine Quest nach der anderen an, in der Ihr Monster zur Strecke bringen oder einfangen müsst. Wer an bessere Ausrüstung kommen möchte, muss oft das gleiche Monster wiederholt farmen. Die Tiere enthalten wertvollen Loot, der aus ihren Körperteilen besteht. Klauen, Zähne oder Fell werden zu Waffen und Ausrüstung weiter verarbeitet.

Monster Hunter World versteht sich allerdings perfekt darin, diesen Grind zur puren Ekstase werden zu lassen. Die Quests sind mit einem Zeit-Limit von 50 Minuten versehen und in diesem Limit müssen die Monster aufgespürt und erschlagen werden. 

Monster-Hunter-World-Nergigante

Der Nergigante ist ein höchst gefährlicher Drache!

Die Monster in Monsrer Hunter World sind mächtig und können Jäger mit einem Angriff in Ohnmacht fallen lassen. Wie robust Euer Charakter ist, entscheidet die Ausrüstung, die ihr tragt. Den heftigen Monster-Attacken auszuweichen, ist für jeden Jäger das oberste Gebot. Um allerdings geschickt ausweichen zu können, müssen die Bewegungs- und Angriffsmuster der Monster erst einmal gelernt werden. Jedes Monster verhält sich da anders und hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Das kann auch mit Boss-Kämpfen in MMORPGs verglichen werden.

Es ist ein Tanz auf Leben und Tod, der im Loot-Rausch endet

Es ist wie ein gefährlicher Tanz mit den riesigen Bestien: Immer wieder Ausweichen, den richtigen Moment abpassen und erbarmungslos zuschlagen!

Der Adrenalin-Kick, der bei diesem Tanz auf Leben und Tod ausgelöst wird, ist unbeschreiblich. Die Frustration, wenn das Ungetüm einen doch noch gerade erwischt und die Quest als gescheitert gilt, kann dafür sorgen, dass der Controller mit Wucht in die Ecke geknallt wird. Wenn das Monster dann endlich liegt, entsteht oft das Gefühl von purer Euphorie. Im besonderen Maße, wenn Ihr öfter bereits an einem Monster gescheitert seid.

Dadurch fühlen sich Grind und Farmen niemals eintönig oder langwierig an. Genau diese Euphorie sorgt für einen regelrechten Rausch, der Euch zu dem immer stärkeren Monster und neuem Loot treibt.

In diesem Gameplay-Video Jäger gegen den Anjanath: Ganz schön episch. 

Die intelligente Natur gibt Monster Hunter World dieses “Echtheits-Gefühl”

In Monster Hunter World kommt noch ein intelligentes Ökosystem hinzu, in das die Monster perfekt integriert sind. Durch dieses Ökosystem werden die Jagden dynamisch.

Wenn die Monster untereinander anfangen zu kämpfen, wirkt es nie fehl am Platz. Es kann sogar vorkommen, dass die Natur Euch ein Stückchen Arbeit bei der Jagd abnimmt. Höhlensysteme brechen manchmal zusammen und prallen mit einer riesigen Ladung Steine auf Monster herab. Das löst direkt gewaltigen Schaden aus und kann Euch eine Erleichterung sein.

Manchmal kann Euch das Ökosystem aber auch in die Quere kommen. Tretet Ihr auf einen lähmenden Knallfrosch, könnt Ihr Euch eine Weile nicht bewegen und werdet schnell zum Häppchen für Monster.

Die Umwelt in Monster Hunter World ist atemberaubend. Die Grafik mag zwar nicht so gut aussehen wie etwa bei einem Horizon: Zero Dawn“. Es steckt aber so viel Liebe zum Detail in der Natur und im ökologischen Zusammenspiel, dass sich die Umgebung echt und einfach stimmig anfühlt. Und das, obwohl Monster Hunter World in einem Fantasie-Universum spielt.

Monster-Hunter-World-Korallenhochland-Paolumu

Der Paolumu lebt im Korallenhochland. Dieses Monster gleitet auf den warmen Winden seiner Umgebung und ernährt sich von den schwebenden Eiern.

Das verträumte Korallenhochland ist ein absolutes Highlight

Ein besonderes Highlight bietet das Korallenhochland, das wie eine verträumte Unterwasserwelt aussieht. Das Korallenriff befindet sich unter freiem Himmel und bietet so manche Kuriosität. Warme Winde strömen von unten herauf und tragen die Eier der Korallen-Pflanzen fort, wodurch sich diese Pflanze selbst fortpflanzt.

Monster-Hunter-World-Uralter-Wald-Nacht

Die neuen Maps in Monster Hunter World sind sehr viel offener als noch beim Vorgänger

Das Korallenhochland bekommt dabei seinen Lebenssaft aus dem Uralten Wald, der ersten Karte von Monster Hunter World. Einige Monster haben sich hier an die Winde und vielen Vertikalen angepasst und so trefft Ihr hier auf viele fliegende Gegner.

In jeder einzelnen Map sind die Monster auf ihre Umgebung angepasst. Im “Tal der Verwesung” liegen überall Knochen, Leichen und ein giftiges Gas strömt umher. Die Monster haben sich an die Giftstoffe schon längst eingestellt, während Ihr selbst beim Einatmen des Dunstes langsam vergiftet werdet und sterbt.

Die Natur und Monster haben ein so harmonisches und logisches Zusammenspiel, dass es durchaus denkbar wäre, dass die Welt von Monster Hunter World irgendwo so existieren könnte. Genau diese Feinheiten sorgen für das gewisse “Echtheits-Gefühl” und tragen dazu bei, dass Ihr in das Spiel hineintauchen könnt.

Monster-Hunter-World-Tal-der-Verwesung

Im Tal der Verwesung schwebt ein giftiger Nebel umher. Die Tiere haben sich daran angepasst. Jäger, die den Dunst einatmen, sterben langsam den Erstickungstod.

Die Lernkurve ist steil, fühlt sich beim Meistern jedoch großartig an

Das tiefgehende Crafting-System, die komplexen Monster-Kämpfe und die dynamische Umgebung sorgen für eine steile Lernkurve.

Um bestimmte Monster zur Strecke bringen zu können, müsst Ihr über die dafür beste Ausrüstung nachdenken. Denn Ihr habt nur Eure Rüstung, Eure Waffe und Euer eigenes Geschick, um gegen die Tiere antreten zu können:

  • Dazu müsst Ihr wissen, was Eure Ausrüstung kann und wie Ihr sie richtig handhabt.
  • Die Schwächen und Stärken der Monster werden Euch NICHT auf dem Silbertablett serviert. Ihr müsst die Tiere tatsächlich studieren, um zu lernen, wie sie angreifen und sich verteidigen. Das Studieren funktioniert über den Gebrauch von Spähkäfern und dem Beobachten der Monster.
  • Die 14 Waffen-Klassen besitzen alle unterschiedliche Eigenschaften mit einem Upgrade-Baum, um sie zu verbessern. Die Kombinationen und Handhabung der schwerfälligen Waffen will auch gemeistert sein. Monster Hunter World bietet aber einen Trainingsraum, in dem Ihr mit den Waffen üben könnt.
  • Die Gebrauchsgegenstände können selbst hergestellt werden. Die intelligente Nutzung der Items und die Herstellung dieser ist auch ein wichtiger Bestandteil, um erfolgreich zu sein.
  • Der Charakter sammelt keine XP oder schaltet Skills frei. Ihr müsst Eurer Gameplay anpassen und verbessern, um erfolgreich zu sein.

Es ist ein herrliches Gefühl, wenn Ihr etwa endlich eine bestimmte Monster-Mechanik verstanden habt und genau wisst, wann Ihr ausweichen und angreifen könnt. Ihr werdet im Verlauf des Spielens merken, dass Ihr auch immer geschickter mit Euren Waffen werdet. Die Lernkurve mag steil sein, aber die Belohnung ist umso höher, wenn Ihr dieses “Ich habe es geschafft, weil ich mich reingebissen habe!”-Gefühl bekommt.

Monster-Hunter-World-Jäger

In Monster Hunter World gehört es dazu, öfter mal zu fallen. Die Kunst besteht darin, wieder aufzustehen und neuen Mutes den Kampf aufzunehmen.

Die Story ummantelt geschickt das Gameplay

In Monster Hunter World gibt es in der Serie erstmalig eine deutliche Linie in der Story-Kampagne. Die Geschichte rückt aber, wie auch schon in den Teilen zuvor, in den Hintergrund.

Ohne zu viel zu verraten: Im Kern der Geschichte steht die Wanderung der Drachenältesten in die Neue Welt. Das bringt das Gleichgewicht der Natur durcheinander und niemand weiß, was es mit diesem Phänomen auf sich hat. Als Jäger helft Ihr, das Ereignis zu erforschen und die dadurch entstehenden Gefahren einzudämmen.

Monster-Hunter-World-anjanath-Kampf

Hier zeigt der Anjanath sich von seiner richtig wütenden Seite! Die Nüstern sind weit aufgeblasen und die Flossen aufgestellt.

Capcom hat es geschafft, in Monster Hunter World beiläufig eine Geschichte zu erzählen, die neugierig macht und so manchen “Wow!”-Effekt durch die Inszenierung auslöst. Die Story ist aber mehr wie eine geschickte Ummantelung zu verstehen.

Die Geschichte wird Euch durch den Grundteil des Spiels leiten und Euch langsam mit den Mechaniken vertraut machen. Mit jedem neuen Abschnitt der Geschichte wird ein weiteres großes Monster vorgestellt. Auch neue Gameplay-Mechaniken sind in den meisten Fällen mit einem neuen Story-Abschnitt verbunden.

Die intelligent integrierte Geschichte lässt Euch nicht mal merken, dass Ihr recht lange mit einem Tutorial zu Gange seid. Wenn Ihr mit der Geschichte durch seid, solltet Ihr den Großteil der Mechaniken und das Gameplay verstanden haben.

Auch wenn Monster Hunter World eine schöne Geschichte erzählt, fällt diese also wieder recht dünn aus. Vor allem im Vergleich zu anderen Rollenspielen. Bei Monster Hunter World stehen eindeutig Action und Gameplay im Vordergrund.

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Film-Szenen dienen oft dazu, die neuen Monster und Umgebungen vorzustellen.

Monster Hunter World entfaltet in der Gruppe sein volles Potential

Monster Hunter World kann im Singleplayer oder Multiplayer gespielt werden. Alle Quests können alleine oder in der Gruppe mit bis zu 4 Spielern abgeschlossen werden. In der Gruppe macht die Jagd besonders viel Laune und es ergeben sich neue strategische Möglichkeiten:

  • Der eine Spieler kann das Monster ablenken, während ein anderer schon mal eine Falle aufstellt.
  • Die Gruppe kann sich in Nah- und Fernkampf aufteilen oder jemanden dabei haben, der für Heilung im Team sorgt.
  • In Monster Hunter World könnt Ihr auf die Monster springen. Dadurch sind sie abgelenkt und können zu Fall gebracht werden! Während einer aus der Gruppe das Tier reitet, haben die anderen freie Bahn zum Schießen und Hacken.

Die Dynamik, die sich in der Gruppe bei Monster Hunter World entwickelt, ist unbeschreiblich. Jeder versucht sich gegenseitig zu warnen. Die innere Scham kann riesig sein, wenn man durch einen blöden Fehltritt das letzte Leben der Gruppe aufbraucht. 

Dafür ist das gemeinsame Feiern umso schöner, wenn die Bestie endlich liegt und alle fröhlich looten.

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In der Gruppe spielt sich Monster Hunter World doch am schönsten und das MMO-Gefühl kommt in den harten Boss-Kämpfen so richtig hoch.

Langzeitmotivation: Wie lange fesselt Monster Hunter World?

Die Spieldauer in Monster Hunter World hängt stark an der Motivation eines jeden Spielers.

Wie viele Stunden Spielspaß werden geboten?

Monster Hunter World ist das erste Spiel der Franchise, das eine klare und gerade Story-Quest-Reihe bietet. Die Hauptstory ist in unter 100 Stunden abzuschließen, wenn Ihr diese strikt verfolgt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, zwischendurch Nebenquests zu absolvieren. Diese sind meistens praktisch, um noch ein paar Materialien zu farmen und so die Ausrüstung zu erweitern. Nebenquests bestehen aus dem Töten oder Fangen der Monster oder dem Sammeln von Rohstoffen.

Wie lange die Hauptgeschichte genau dauert, hängt stark damit zusammen, wie schnell Ihr es schafft, die einzelnen Boss-Monster zu erledigen. Jede Hauptquest hat einen Timer von 50 Minuten. Wenn Ihr also öfter an einem Monster scheitert, kann das schon mehrere Stunden in Anspruch nehmen, da Ihr die Quest stets bei 0 wiederholen muss.

Es kann auch vorkommen, dass Ihr zu einem kleinen Boss-Monster zurückkehren müsst, um eine stärkere Rüstung daraus zu looten und zu schmieden.

Was gibt es nach der Story zu tun?

Nach der Hauptstory kann es und wird es für viele vermutlich noch weitergehen. Langzeitmotivationen können in Monster Hunter World daraus bestehen:

  • Alle Rüstungssets und Waffen zu sammeln und sie entsprechend aufzuwerten
  • Im Jägerrang aufzusteigen und dadurch neue Herausforderungen freizuschalten.
  • Sich selbst neue Herausforderungen suchen
  • Alle Neben-Quests absolvieren

Es gibt Spieler, die haben mit den genannten Beschäftigungen in alten “Monster Hunter”-Teilen mehr als 1000 Stunden verbringen können. Andere sind nach dem Abschließen der Haupt-Quests zufrieden.

Capcom wird außerdem noch kostenlose Erweiterungen herausbringen, die neue Monster beinhalten. Das könnten die Momente sein, in der die Gruppe wieder zusammenkommt und sagt: “Hey, am Wochenende gibt es ein neues Monster. Sollen wir mal wieder auf die Jagd?”

Monster Hunter World wird allerdings für einen begrenzten Zeitraum neuen Content liefern! Es handelt sich bei dem Action-RPG um kein Service Game wie The Elder Scrolls Online. Irgendwann hört Capcom auf, Monster Hunter World mit neuen Inhalten zu befeuern und wird wieder an einem neuen Hauptableger arbeiten.

Monster-Hunter-World-Anjanath-Uralter-Wald

Der Anjanath lauert immer nach der nächsten Beute. Er möchte der Herrscher des Uralten Waldes sein.

Wie viel Abwechslung bietet Monster Hunter World?

In Monster Hunter World werdet Ihr eine Quest nach der anderen annehmen und Monster jagen – Das ist das Grundprinzip des Spiels.

Die Abwechslung liegt in dem dynamischen Ökosystem. Die Monster sind intelligent gestaltet und werden sich in jedem Kampf ein Stückchen anders verhalten. Manchmal kommen Euch auf einmal andere Monster in die Quere, die auch einen Happen Eurer Beute wollen. In solchen Fällen müsst Ihr Euch oft aktiv und geschickt eine neue Strategie suchen.

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Palicos sind die heimlichen Stars von Monster Hunter: World. Sie sind putzige Begleiter und können so einiges!

Die verschiedenen Monster-Spezies unterscheiden sich stark voneinander. So gleicht kein Kampf dem anderen, wenn Ihr eine neue Spezies vor der Nase habt.

Genau wie bei der Langzeitmotivation liegt die Abwechslung im Spieler selbst. Denn Ihr habt immer die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren und die Kämpfe anders anzugehen.

Und nicht zu vergessen: Mit dem Palico gibt es ein optionales Begleitersystem. Der katzenartige Palico kann mit verschiedenen Waffen und Ausrüstungen versorgt werden. Auch für die Katz’ müssen also Monsterteile und Rohstoffe gesammelt werden, wenn Ihr einen Begleiter möchtet, der putzig und stark ist!

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Monster Hunter World kann viel Abwechslung bieten. Das Ausprobieren von neuen Waffen, um Monster zu erschlagen, kann hier ein Anreiz sein.

Ist Monster Hunter World ein Spiel für mich?

Monster Hunter World ist für Spieler geeignet, die Herausforderung suchen und bereit sind, sich in sperrige System einzuarbeiten.

Diese Vorteile bietet Monster Hunter World:

  • Epische und actionreiche Kämpfe mit intelligenten Monstern
  • Die Spezialeffekte und Animationen der Monster sind beeindruckend
  • Ein realistisches Ökosystem, das einem hilft, sich in das Spiel einzuleben
  • Abwechslungsreiche Kämpfe mit über 20 großen Boss-Monstern
  • Die Maps sind malerisch, musikalisch gut untermalt und mit viel Liebe zum Detail gestaltet
  • Es kann mit der kompletten Umgebung interagiert werden
  • Ein tiefgehendes und umfangreiches Craftingsystem
  • Eine starke Abwechslung in der Ausrüstung und den Waffen, mit Fern- und Nahkampf
  • Eine toll inszenierte Story mit vielen schönen Filmszenen
  • Der Palico ist ein optionaler Begleiter und kann in der Basis gelassen werden
  • Ein in der Story integriertes und gut ausgearbeitetes Tutorial
  • Kostenlose Erweiterungen mit neuen Monstern nach dem Release
  • Koop mit bis zu 4 Spielern auf den Quests
  • Gilden mit bis zu 50 Mitgliedern, um Squads zu formen

Diese Nachteile besitzt Monster Hunter World:

  • Trotz “Quality of Life”-Verbesserungen gegenüber den Vorgängern, ist das Menü- und Item-Management immer noch sperrig und nicht direkt einleuchtend
  • Die zu klein geratenen Texte der Tutorials sind auf dem Fernseher teilweise schlecht zu erkennen
  • Für ein Spiel der Kategorie RPG fällt die Story recht mager aus
  • Das Formen einer Gruppe ist umständlich und wenig intuitiv
  • Das Treffer-Feedback geht besser: Die Wucht der eigenen Angriffstreffer spürt man fast nur über Schadenszahlen. Abgetrennte Glieder und sichtbare Verletzungen bei den Monster machen es allerdings wieder etwas wett.
Monster-Hunter-World-Korallenhochland

Das mysteriöse Korallenhochland ist ein echtes Highlight.

Monster Hunter World lohnt sich für Euch, wenn …

  • ihr auf Looten und Grinden steht
  • kein Problem damit habt, Euch an eine sperrige Menü-Führung und Steuerung zu gewöhnen
  • Euch ein umfangreiches Crafting-System Freude macht
  • Euch anspruchsvolle und actionlastige Kämpfe gefallen, die auch mal länger gehen können
  • Euch eine steile Lernkurve anspornt
  • Euch das Fantasie-Genre zusagt
  • Ihr dem Glücksschwein Poogie nicht widerstehen könnt

Fazit zu Monster Hunter World

Nach dem Testen von Monster Hunter World habe ich, Leya Jankowski, ein Fazit gezogen. Robert Albrecht hat den Action-RPG als Neu-Einsteiger in die Serie ebenfalls gespielt. Auch er wurde aus der Sicht eines Einsteigers um ein Fazit gebeten.

“Monster Hunter World ist das Spiel, das Monster Hunter immer hätte sein sollen”

Leya Monster Hunter WorldLeya Jankowski meint: Monster Hunter World hat viele alte Mechaniken über den Haufen geworfen und sich neue Lösungen dafür ausgedacht. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, wie mir neue Funktionen wie die Spähkäfer gefallen würden. Auch das Crafting vieler Items wie der Heiltränke wurde entschlackt und eine automatische Herstellung hinzugefügt. Würde sich das noch wie ein Monster Hunter anfühlen?

Monster Hunter World fühlt sich sogar so an, als wäre dieser Titel das Spiel, das es immer hätte sein sollen. Klar im Vordergrund steht hier das intelligente Ökosystem. Wer sich ein bisschen nach den liebevollen Details auf den Maps umschaut, wird schnell feststellen, dass alles miteinander verknüpft ist und interagieren kann. Das hat es so in der Form vorher nicht gegeben. Die Karten und all ihre kleinen Besonderheiten zu erkunden, dürfte auch den Veteranen ein neues Gefühl bieten.

Monster-Hunter-World-Leya

Für den Test probierte ich mich an einer Waffe, die ich noch nie spielte: Der Insektenglefe. Der Käfer am Arm kann einen mit Buffs versorgen oder Monstern schaden.

Wer sich auf die neuen Systeme einlässt, wird diese zu schätzen lernen. Vor allem das Auto-Crafting der Items ist angenehm und nimmt einen großen Zeitfresser heraus. Dabei ist praktisch, dass ich selbst wählen kann, welche Items automatisch hergestellt werden sollen. Auch ist mir aufgefallen, dass ich öfter die Wahl zwischen bestimmten Systemen habe. Wenn ich möchte, kann ich das altbekannte Scroll-Menü der Items benutzen oder das neue Kuchen-System, das für einen schnellen Überblick sorgt.

Das, was bleibt wie eh und je, ist der Adrenalin-Rausch, wenn es gegen die Monster geht. Ich liebe die hohe Konzentration, die mir die Kämpfe abverlangen und jeglichen anderen Gedanken aus meinem Kopf verdrängen. In diesem einen Boss-Kampf kann ich voll in der Jagd aufgehen. Die Muster, die Stärken und Schwächen der Monster, müssen auch in World wieder gelernt werden.

“Monster Hunter World ist keine schnelle Klopperei für zwischendurch”

Robert hat noch nie einen Monster-Hunter-Titel vor World gespielt. Er hat als Einsteiger auch ein Fazit verfasst.

Robert AlbrechtRobert Albrecht meint: Wer eine schnelle Klopperei für zwischendurch sucht, wird mit Monster Hunter World nicht glücklich. Die Attacken der Monster sind individuell und müssen jedes Mal aufs Neue beobachtet werden. Die richtige Wahl der Taktik sowie des Equipments erfordert Durchhaltevermögen und Kreativität. Wer seine Kämpfe gern plant und mit den vielen Hilfsmitteln herumspielen möchte, die das Spiel einem an die Hand gibt, wird viele vergnügliche Stunden verbringen.

Allein das Waffensystem bietet Dutzende verschiedene Spielarten. Jede Waffe besitzt unterschiedliche Vor- und Nachteile, Kombos und Bewegungsabläufe. Wer diese perfekt beherrscht, verleiht den Kämpfen eine Ästhetik, die ich nur in wenigen anderen Spielen gesehen habe. Die Spielwelt sieht darüber hinaus fantastisch aus, ist farbenfroh und vielseitig. Negativ aufgefallen ist mir das Item-Management, welches kompliziert und mit diversen Tastenbefehlen belegt ist. Die Ladezeiten waren mir zum Teil auch viel zu lang.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt und insbesondere mit Freunden auf die Jagd gehen will, kann sich auf Dutzende Stunden Spielspaß freuen. Denn wenn wir ehrlich sind, macht das Monsterschnetzeln in der Gruppe am meisten Spaß!

Ähnliche Spiele: Monster Hunter World könnte Euch außerdem gefallen, wenn …

– Ihr in TERA die Adrenalin-fördernden Bosskämpfe im Hard-Mode mochtet und das damit verbundene Crafting der Waffen.
– Euch die mysteriöse Atmosphäre von Horizon Zero Dawn gefallen hat, mit dem interaktiven Ökosystem und der Suche nach gewaltigen Gegnern.
– Euch die Erbarmungslosigkeit und das Kampf-System von Dark Souls zugesagt haben.

Pro

  • Intelligente, epische Monster
  • Strategische, anspruchsvolle Kämpfe
  • Umfangreiches Crafting-System
  • Faszinierendes Ökosystem
  • Ansprechendes Gruppenspiel
  • Fließender Übergang bei Story, Gameplay und Tutorial
  • Motivierende Progression
  • Grind macht Spaß
  • Großer Umfang: Lange, aber kurzweilige Spielzeit
  • Beeindruckende Animationen

Contra

  • Umständliche Menüs, fehlende Komfortfunktionen
  • Mittelmäßiges Treffer-Feedback
9

Sehr gut