Online-Rollenspiele 2017: Langeweile? 5 Rezepte für MMORPG-Fans

Für Unterwegs – Mobile-MMORPGs kommen, aber das wird noch dauern

Das Problem: Warum eigentlich immer drinnen zocken? Man hat ja ein gutes Smartphone und viel tote Zeit im Zug oder woanders, die man überbrücken möchte. Bock auf Candy Crush hat man aber nicht. Kann es da kein cooles MMORPG fürs Smartphone geben?

Die Situation: In Südkorea und Asien sind die Mobile-MMORPGs auf dem Siegeszug. Fast jedes bekannte Asia-MMORPG hat mittlerweile eine Mobile-Ausgabe. Die “MMORPG”-Wut in Korea ist fast erloschen, die meisten Entwickler stellen auf Mobile um. NCSoft hat ein Studio in den USA eröffnet, will sich ein großes Stück des Kuchens krallen.

Firmen wie Netmarble sind auf einmal Global Player mit riesigen Gewinnen und Budgets.

Dabei ist Netmarbles „Lineage 2 Revolution“ der Abräumer in Südkorea, hat dort wahnsinnig viel Geld eingespielt. Auch ArcheAge und Black Desert haben „Mobile-MMORPG-Ableger“ erhalten oder werden sie noch bekommen – mit einem durchaus komplexen Spielsystemen.

Der Port von Überflieger Lineage 2 Revolution und einigen anderen Spielen auch zu uns in den Westen ist fest geplant.

Hier in Europa sind viele MMORPG-Fans noch skeptisch, ob ihr Smartphone und die hiesige Infrastruktur dem gewachsen sind. Viele hegen Vorbehalte und wollen lieber auf dem PC bleiben.

Die bisherigen Online-Spiele auf Android und auf iPhone und iPad konnten noch nicht wahnsinnig viele Core-Gamer überzeugen. Langfristig könnte sich das aber ändern. Die Mobile-Welle wird nach Europa rüberschwappen.

Unser Rezept bei Appetit auf Mobile-MMORPGs:

  • Für die meisten: Abwarten und was anderes suchen. Bis es soweit ist, dass wir hier im Westen alle auf dem Smartphone MMORPGs spielen, wird es noch eine Weile dauern. Das sollte man im Auge behalten und nicht gleich als Spinnerei abtun – für 2017 ist es aber wohl noch zu weit weg. Aber vielleicht kommen schon in der zweiten Jahreshälfte die ersten Hochkaräter hier an. Bis dahin sollte man vorerst Alternativen suchen.
  • Für Early-Adopter: Schon mal mit den neuesten Smartphone liebäugeln, nach dem richtigen Tarif mit viel Bandbreite suchen und sich mit dem Thema “Powerbank” beschäftigen.

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Kommentare anschauen (30)

  • Zur Zeit läuft doch jedes Mmorpg darauf hinaus ... "Spiele ich jetzt immer und immer und immer und immer wieder die gleichen langweiligen Dailies/Farmrouten/Dungeons, oder zahle ich Echtgeld um mir diesen Grind zu ersparen"!

    Das wäre so, als wenn ich in den Laden gehe und mir ein neues Spiel kaufe und der Verkäufer sagt...
    "Das macht dann 50 Euro, und wenn sie noch 20 Euro drauf legen, dann gibts diese schicke Rüstung+Mount dazu,
    [->Kaufer: "aha"]
    und wenn sie nochmal 50 Euro drauflegen, dann sind sie gleich max Level
    [->Kaufer: "aha"]
    und wenn sie nochmal 30 Euro drauflegen, dann sind alle Erfolge/Karten/Inhalte bereits freigeschalten und für nur 25 Euro gibts noch 2000 Gold dazu."

    Käufer:"Wozu brauche ich denn 2000 Gold?"

    Verkäufer: "Pzzt, naja mal unter uns, damit können sie sich sofort komplett das beste Equipment kaufen, Würden wir das direkt anbieten dann schreien alle Pay2Win, aber so komischwerise nicht."

    Käufer: "Naja, das klingt ja alles gar nicht mal so gut, aber wenn ich dann schon alles habe, warum soll ich das Spiel dann überhaupt noch spielen bzw gar kaufen?"

    Verkäufer: "Warum kaufen Menschen teure unnütze Autos? Ganz einfach, weil sich sich dann mit ihrem ganzen coolen Klimbim in die Stadtmitte stellen und ordenlich den Swagger raushängen lassen können"

    Ich persönlich brauche das nicht mehr, spiele lieber ein paar gemütliche Runden Dungeon Defenders 2 und hab meine Ruhe ;-)

    • Ich weiß nicht - ich erleb das nicht so.

      Ich spiel grade seit zwei, drei Monaten Final Fantasy XIV - ich merk da von solchen Sachen überhaupt nichts. Davor hab ich Black Desert in 2016 - da hatte ich auch meinen Spaß und hab keinen Cent im Game gelassen.

      Vielleicht ist man dann nicht die Oberste Liga oder hätte es anders wirklich einfacher, aber ... wozu denn? Ich hab nicht den Ehrgeiz, in jedem MMORPG, das ich spiele, zur Server-Elite zu gehören - egal, was es kostet. Wenn ein Spiel die Hand aufhält oder ich den Eindruck habe: Die legen es zu hart darauf an, dass ich in den Cash-Shop gehe, dann spiel ich das nicht.

      Ich nehm diese MMORPG-Situation überhaupt nicht so kritisch war wie du. Echt nicht. Hab ich auch noch nie.

      • Ich vermisse halt die guten alten EQ2 Abo Zeiten. Ich versuche das mit jedem neuen MMO wiederzufinden, aber nach über 40 bis zum Endcontend gespielten Mmorpgs komme ich halt zu diesem oben genannten Schluß.
        Mmorpgs sind heute nur noch pay2win fast foot. Die eigene Leistung ist zweitrangig geworden. Auf Platz eins ist jetzt die Kreditkarte.

        Final Fantasy ist eins der wenigen, die ich noch nicht gespielt habe, kann ich nix zu sagen.

        Black Desert war aktuell gerade mein letztes Game und genau da trift das zu. Farme ich immer und immer wieder die gleichen Gebiete und streite mich mit anderen um die Mobs für Gold/Silber, oder kaufe ich mir 3 Pets im Shop und verkaufe die für ingame Gold, um mir 3-5 Stunden Grind zu ersparen?! Wenn man, so wie ich, genug Geld hat, dann stellt man sich diese Frage, warum dann noch spielen?

        Das ist auch genau der Grund, warum keine neuen AAA MMOs mehr rauskommen. Es geht nur noch ums Geld und nicht mehr um das Spiel.
        Die Gier nach immer mehr (Premium/Cash Shop/Währungstrade) vergrault die Spieler. Wir müssen endlich zurück zum guten alten Abo ohne Cash Shop und Co. Aber die Gier kennt leider keine Grenzen.
        Nenne mit bitte ein MMorpg ohne Cash Shop, nur eins!
        Traurige Realität.
        Ich zahle lieber 15-20 Euro pro Monat für ein Abo und muss mir dann aber meine coolen Flügel selber hart erspielen. Damit ich damit dann ehrlich angeben kann. Heute kann man sich das alles kaufen und nix mit eigener Leistung.
        Von daher verliert das für mich und gewiss viele andere an Reiz.

        • das siehste ein wenig zu eng muss ich sagen.
          gw2 zum beispiel hat nur kosmetische items als angebote.
          klar kann man sich auch gold kaufen für echtgeld, aber dann haste das endgame gear halt sofort, und andere ne woche später, oder 2.
          macht keinen unterschied, da es eh keine itemspirale gibt.
          eso genau das selbe. skyforge konnte ich auch kein p2w feststellen.
          womit du allerdings recht hast, ist, dass es nur ums geld geht.
          die entwickler wollen kohle scheffeln ohne ende, der feuchte traum halt.
          aber ich sehe selten ein game, wo ich zu 100% dahinterstehen und sagen würde, diese Entwickler hatten eine super Idee für ein Spiel, und standen mit voller Überzeugung dahinter.
          für mich fühlen sich die meisten Games leider sehr halbherzig gemacht an.
          schätze am Ende gehts auch in der Spielebranche nur darum, den größtmöglichen Profit mit dem geringfügigsten Aufwand zu machen.

        • WoW und FF14 haben Cash-Shops, aber die sind doch nicht spielrelevant.

          Bei WoW weiß doch jeder: Das Mount ist ultra-selten, dafür hat er hart gearbeitet.
          Oder "Guck mal, da fliegt einer auf 20€ rum."

          Also - ich hab das immer so wahrgenommen in WoW. Dass die Leute genau wussten "Das ist ein Kauf-Mount und Das ist ein kA seltenes AV-Mount oder ein Trading-Card-Mount."

          Ich nehm mal an, bei FF14 ist es genauso.

          • WoW war und ist für mich immer der kleine Bruder von Everquest2. Habe und werde deswegen nie WoW spielen und das ist auch gut so. ^^