Online-Rollenspiele 2017: Langeweile? 5 Rezepte für MMORPG-Fans

Go Indie – Indie-MMORPGs bringen sich in Form, aber wohl nicht 2017

Das Problem: Fans von Online-Rollenspielen wollen ein Game abseits des Mainstreams, bei der Entwicklung mitreden und suchen ein “auf sie maßgeschneidertes MMORPG.” Auf die Mainstream-Alternativen haben sie keine Lust.

Die Situation: Die Indie-Revolution ist in der Gaming-Welt in vollem Gang: Der Hype-Train fährt mit ganzer Kraft. Doch bei dem MMORPGs steht der Zug noch immer im Bahnhof. Die hoffnungsvollen MMORPGs sind noch nicht so weit, dass man sie wirklich spielen kann.

Alle Indie-MMORPGs haben gemein, dass sie nicht mehr ein „vollständiges MMORPG“ wie früher bieten wollen, sondern sich auf Teilaspekte spezialisiert haben:

  • So will Camelot Unchained ein Realm-vs-Realm-PvP bieten wie früher Dark Age of Camelot. Das alte Erfolgsrezept zwei, drei Stufen weiterdenken.
  • Crowfall mischt MMORPG mit Ideen aus den Strategie-Spielen zu einem interessanten Mix und gilt als eines der spannendsten neuen MMORPGs mit eigenwilligem Art-Style.

  • Pantheon: Rise of the Fallen will eher konservativ PvE-Freunde ansprechen und denen wieder ein MMORPG wie früher, nur viel besser, servieren.
  • Chronicles of Elyria kreuzt interessante Ideen mit viel Enthusiasmus zu einem neuen MMORPG-Ansatz. Spieler sollen etwa altern oder fett werden können.
  • Ashes of Creation will die Fackel fort tragen, die Everquest Next fallen gelassen hat, mit Node-Systemen und einer Welt, die sich den Spielern anpasst.
  • Star Citizen thront als Riese über diesem Sextett mit gewaltigem Produktions-Budget und noch größeren Ambitionen.

Alle 7 Spiele sind hochinteressant, keins davon hat wirklich einen Release-Termin am Horizont oder ist „schon vernünftig spielbar.“ Fans verbringen eine Menge Zeit damit, die Entwicklung dieser Spiele zu verfolgen. Doch wirklich spielen, so dass sie auch Spaß machen, kann man noch keins davon. Bei so manchen ist das auch noch Jahre weg.

Unser Rezept für Fans von Indie-Projekten: Im Auge behalten, aber Abstand gewinnen. Beobachten und genießen, aber vielleicht in der Zwischenzeit etwas anderes spielen, um sich die Zeit bis zum Release des Lieblings zu vertreiben.

Sich zu stark in „unfertige Spiele“ zu verlieben, kann zu schweren Enttäuschungen führen. Ist das Spiel noch nicht gespielt, projizieren Spieler gern all ihre Wünsche hinein und sind dann später umso enttäuschter, wenn es nicht den Erwartungen gerecht wird.

Es ist ein bisschen, als verliebt man sich in eine Frau, die man nur aus der Ferne kennt und in die man all seine Phantasien hineinprojiziert. Solange man nie mit ihr spricht, kann sie alles sein, was man sich erträumt. Aber irgendwann muss man dann halt doch mal mit ihr reden.

Verliebt sein macht Spaß, aber ewig in so einem Traumzustand zu hängen, kann ermüdend sein. Indie-Fans sollten ruhig mal die Augen nach was anderem offen halten – so richtig los geht’s hier erst ab dem nächsten Jahr oder noch später!

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