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Looooot!

Mein-MMO fragt: Lootboxen – Schrecklich oder geil?

Wie steht ihr zu Lootboxen in MMOs? Stören sie euch oder habt ihr große Freude am Auspacken von bunten Kisten, die herrliche Beute ausspucken?

MMOs und Online-Games haben schon für viele kontroverse Themen gesorgt und eines davon sind Lootboxen. Kurz zur Erklärung: Lootboxen oder Loot-Crates sind für gewöhnlich Kisten, die ihr im Spiel verdienen oder gegen Echtgeld kaufen könnt.

Manchmal gibt es sie auch nur für echte Euros. Lootboxen enthalten stets eine zufallsgenerierte Menge an mehr oder weniger nützlichen Items für das jeweilige Spiel. Meist sind es kosmetische Gegenstände wie Skins oder auch Booster, die euch schneller im Spiel vorankommen lassen.

Die Lootbox ist mein Freund!

Das ist erst einmal eine feine Sache. Denn Skins und Progress-Items kann man immer gut brauchen. Und dann ist da noch dieses herrliche Gefühl, wenn man eine Box öffnet. Vor allem Blizzard inszeniert dies in seinen Games Overwatch und Heroes of the Storm perfekt: Die Box wackelt kurz vor dem Öffnen, platzt spektakulär und wirft dann die erst noch verborgenen Items aus.Overwatch lootbox pcgamesn infografik

Dann wird die Beute nach und nach offenbart und man freut sie wie ein kleines Kind, das gerade Weihnachtsgeschenke auspackt. Allein dieses Gefühl ist schon überwältigend. Wenn dann der Loot auch noch passt und ein begehrtes Item darunter ist, wird das Glücksgefühl unbeschreiblich!

Die Lootbox ist der Satan!

So sehr Lootboxen das Kind in uns wecken, so kontrovers werden sie auch von vielen Spielern gesehen. Denn so gut wie immer sind die kleinen Beutekisten mit Mikrotransaktionen verbunden. Oft kann man die Boxen sogar nur mit echtem Geld erwerben. Sie kosten aber meist nicht viel und sind für wenige Cent zu haben.

Da ist die Gefahr groß, völlig die Kontrolle über die eigenen Ausgaben zu verlieren und viel zu viel Geld auszugeben. Immerhin könnte die nächste Box ja ein legendäres Item oder die eine noch fehlende Skin für mein cooles Set enthalten! Das Ganze grenzt an Glücksspiel und birgt eine Gefahr für unachtsame Spieler und Kinder.

Pay2Win in der Box

Noch schlimmer werden die Lootboxen in den Augen vieler Gamer, wenn sie nicht nur Schnickschnack und Booster enthalten, sondern handfeste Items mit Spielvorteilen. Das jüngste Beispiel von solchen kontroversen Lootboxen ist Star Wars: Battlefront 2.

Denn die Boxen, die ihr euch hier unter anderem mit Echtgeld freischaltet, enthalten Items mit relevanten Spielauswirkungen. Wer also viele Boxen aufmacht, hat automatisch bessere Werte im Spiel und gewinnt öfter.

Jürgen meint: Lootboxen sind geil, pay2win nicht!

Ich feiere alle Formen von zufallsgeneriertem Loot und habe es schon als kleiner Junge geliebt, Lose auf dem Jahrmarkt zu öffnen oder Geschenke auszupacken. Daher freue ich mich stets über Lootboxen und kaufe in Spielen, die ich mag, beispielsweise ESO, gern mal ein paar Kisten. Ich freu mich dann diebisch, wenn ich sie aufmache und mir der Loot um die Ohren fliegt. Dabei ist es mir eigentlich egal, was drinnen ist, das reine Aufmachen macht mir schon Spaß!Fortnite-Lama-Loot

Nur bei Pay2Win-Boxen hört für mich der Spaß auf, eine Lootbox sollte an spielrelevanten Items maximal Booster enthalten, idealerweise aber nur Kosmetik-Items wie bei Overwatch. Dieses Spiel macht da meiner Meinung nach alles richtig.


Aber genug von mir, wie seht ihr das? Sind Lootboxen eigentlich eine feine Sache, solang sie nicht zu teuer und pay2win sind? Oder geht solch ein „Glücksspiel“ in Games gar nicht und Lootboxen gehören verboten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.