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Mein-MMO fragt: Item-Spirale oder Spieler-Skill?

Wie Spieler in ihren Games Fortschritte erzielen, ist oft unterschiedlich. In einigen Online-Welten wird man mit ständig besser werdender Ausrüstung gelockt, andere Spiele basieren rein auf dem Können des jeweiligen Spielers. Wir fragen: Welches dieser Systeme bevorzugt Ihr?

Und die Spirale dreht sich …

Jeder Patch von WoW bringt neue Ausrüstung - und damit neue Höchstgrenzen der Charakterstärke.

Jeder Patch von WoW bringt neue Ausrüstung – und damit neue Höchstgrenzen der Charakterstärke.

In jedem MMO gibt es unterschiedliche Anreize, um möglichst viel zu Spielen. Bei manchen ist die soziale Komponente besonders ausschlaggebend, anderen gefällt die Grafik besonders gut und wieder anderen kleine Details, wie etwa die Möglichkeiten der Charaktererstellung. Doch kein Merkmal zieht wohl so viele Spieler in den Bann, wie die Verbesserung des eigenen Helden. Egal, ob durch neue Talente oder gesteigerte Attributspunkte, wenn der Charakter wieder ein kleines bisschen mehr Schaden austeilt oder effektiver heilt, dann schlägt das Gamerherz höher.

Die besten Beispiele hierfür sind wohl klassische MMORPGs wie World of Warcraft oder SWTOR. Durch regelmäßige Patches und Erweiterungen werden Charaktere immer weiter verbessert und erreichen niemals einen “perfekten” Zustand – zumindest nie länger als ein paar Wochen.

Ein Duell des reinen Könnens

Andere Spiele setzen vollkommen auf faires, kompetitives Gameplay, sprich: Alle Charaktere haben dieselben Werte und die gleiche Anzahl an Verbesserungsmöglichkeiten, wodurch stets eine objektive Gerechtigkeit geschafft wird. Wer in einem Zweikampf gewinnt, entscheidet einzig und allein das Können des jeweiligen Spielers. Zu solchen Spielen zählt etwa Guild Wars 2 (zumindest im Nebel-PvP) und die meisten MOBAs wie Smite und Heroes of the Storm fallen ebenfalls in die Kategorie. Egal wie viel Zeit jemand in diese Spiele investiert, der Charakter wird niemals besser – nur der Spieler.

Guild Wars 2 PvP

In Guild Wars 2 entscheidet hauptsächlich das Können der Spieler über Sieg und Niederlage.

Cortyn meint: Inzwischen missfällt mir die endlose Itemspirale. Vor einigen Jahren noch hatte ich viel Spaß daran, immer neue Gegenstände zu sammeln und stets ein bisschen mehr Schaden zu machen, als vor dem letzten Instanzbesuch, doch inzwischen langweilt mich diese Mechanik. Ich sehe durchaus ihren Nutzen und die Notwendigkeit dafür in klassischen MMORPGs – aber nicht im PvP-Bereich. Viel zu oft drängt sich mir beim Spielen dann der Verdacht auf: “Mein Gegenüber hat gerade knapp gewonnen, weil er schon die Ausrüstung von Saison 26336 trägt.” Es verlagert bei mir, mal mehr und mal weniger bewusst, den Blick auf die Gegenstände und nicht auf das, was ich aktiv verbessern kann.

Guild Wars 2 PvP

Guild Wars 2 bot Cortyn das spannendste PvP.

Im PvP von Guild Wars 2 wusste ich bei jeder Niederlage: “Der Typ war einfach besser” oder “Da habe ich meine Fähigkeit falsch eingesetzt”. Hinzu kommt, dass ich einmal erworbenen “Skill” in einem Spiel nur schwer wieder verlieren kann, wohingegen lange erfarmte Ausrüstung nach spätestens einem Monat beim Entzauberer landet.

Und so kommen wir nun zur Frage an Euch: Welche Art von Spiel bevorzugt Ihr und warum? Mögt Ihr es, euren Charakter endlos durch immer neue Items verbessern zu können? Oder lernt Ihr lieber als Spieler ständig dazu und messt Euch mit Feinden, die – rein von den Ausgangswerten – auf einer Wellenlinie mit Euch liegen?

Cortyn

Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!