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Mecker Mittwoch: Smite – Warum spielen, wenn man auch aufgeben kann?

Smite, Smite und immer wieder Smite…

Wisst ihr, was ich neben Flamern, Hatern und Trollen so gar nicht leiden kann? Aufgeber, die ein Spiel nicht ordnungsgemäß zu Ende bringen können, nur weil sie im vermeintlich unterlegenen Team spielen. In den extremsten Fällen geht das sogar so weit, dass einige Spieler die Flinte bereits nach drei Minuten ins Korn werfen, dafür genügt es schon, wenn das “First Blood”, also der erste Tod eines Spielers in der Runde, vom gegnerischen Team eingeheimst wurde.

Nicht selten bekommt der getötete Spieler gleich sarkastische und demütigende Emotes wie “Super!” und “Du bist der Beste” an den Kopf geworfen. Sobald es möglich ist (erfreulicherweise geht das erst nach einigen Minuten), wird dann sofort mit F6 eine Abfrage gestartet, ob man die Runde nicht aufgeben will.

Also ehrlich: Nach dem ersten Spielertod aufgeben, kommt mir so vor, als wenn eine Fußballmannschaft aufgibt, wenn sie beim Münzwurf nicht den Anstoß bekommen hat. Woher kommt diese ungeheure Demotivation nur?

Freunde sind mächtiger als F6!

Smite Gameplay

Kampf den F6ern: Mit Freunden an deiner Seite kann man Partien auch bis zum Ende “genießen”.

Dies ist übrigens ein weiterer Grund, warum ihr mindestens immer mit zwei euch bekannten Mitspielern in die Schlachtfelder von SMITE ziehen solltet: Denn dann kann eine Anfrage zum direkten Aufgeben nicht gelingen, weil mehr als die Hälfte der Spieler zustimmen muss. Und wenn ich ehrlich bin, dann habe ich aus den Niederlagen deutlich mehr gelernt als aus den leichten Siegen. Wenn man mal so richtig “überrollt” wurde, sieht man oft einige Götterkombinationen und Angriffsstrategien, auf die man selber gar nicht gekommen wäre, und ist wieder ein bisschen besser vorbereitet. Wer nur die Runden beendet, in denen man einen leichten oder gar unverdienten Sieg einheimst (etwa, weil ein Gegner das Spiel verlassen hat), der wird sich auch nicht verbessern.

[quote_right]Nicht mit mir, Schwächlinge![/quote_right]Natürlich können Niederlagen demotivierend sein, mich persönlich spornen sie aber eher zu neuen Höchstleistungen an. Und wenn die ersten “Schwächlinge” nach fünf Minuten “F6” drücken, um einer Aufgabe zuzustimmen, dann entflammt bei mir erst so richtig der Wille, das Ruder noch mal rumzureißen und beherzt auf meine mittlerweile arg abgenutzte “F7”-Taste zu hämmern, um das Spiel fortzuführen.

Nur eine ehrliche Niederlage ist eine gute Niederlage

Smite Phoenix

Ein weiterer Punkt ist, dass ich mich schlecht fühlen würde, wenn ich aufgebe. Mich selber macht es immer ein wenig traurig, wenn das gegnerische Team das Spiel vor dem wirklichen Ende abbricht – ein Sieg durch feindliche Kapitulation fühlt sich einfach nicht “richtig” an. Für mich ist es nun mal Teil des Spiels, den Phönix und dann den feindlichen Titanen zu verprügeln und dann anständig zu gewinnen – vor allem, weil man bei diesen letzten Schlachten in der feindlichen Basis oft noch einmal das Steuer aus der Hand geben kann, da die Feinde hier klar im Vorteil sind. Gleichzeitig will ich auf dem Gegnerteam dieses schöne, euphorische Gefühl zugestehen, unsere Basis zu erstürmen, damit sie “den Sack zumachen” können, wie man so schön sagt.

[quote_right]Wer nicht verlieren kann, der sollte auch nicht spielen.[/quote_right]Oft genug hört man dann Kommentare wie “Verschwendet meine Zeit nicht” oder “OMG, bitte gebt auf, ihr könnt nichts”, aber auch das motiviert mich nur weiter.

Also hier ein Aufruf an alle meine lieben Aufgeber da draußen: Wenn ihr eine Runde nicht zu Ende spielen wollt, egal wie schlecht sie verläuft – dann startet das Spiel doch gar nicht erst. Wer nicht verlieren kann, der sollte auch nicht spielen.

Cortyn

Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!

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