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Mass Effect: Andromeda – Die 10-Stunden-Test-Version war ein Fehler

Die Test-Version von Mass Effect: Andromeda kam nur „so mittel“ an – Fehler und Langeweile plagten viele Spieler. Wir haben deutlich mehr Zeit in Mass Effect: Andromeda verbracht und können in einem Vorab-Review sagen: Das wird noch viel besser.

Vor einigen Tagen freuten sich die Fans riesig, denn die lange Warterei auf den neusten Teil von Mass Effect wurden ein bisschen verkürzt. Schon vor dem offiziellen Release des Spiels konnte man auf PC und Xbox One in eine 10-Stunden-Testversion des Spiels reinschauen.

Test-Version ist absolut nicht repräsentativ für Mass Effect: Andromeda

Und genau hier kommt mein Kritikpunkt: Die ersten 3-4 Spielstunden sind absolut nicht repräsentativ für das ganze Spiel. Ich lebe in dem Luxus, bereits die Vollversion des Spiels vor dem Release zocken zu können und kann einfach nicht nachvollziehen, warum EA diesen „Deal“ gemacht hat.

Ich will das Ganze nicht beschönigen. Die ersten Stunden von Andromeda sind nicht schön. Sie sind „okay“, aber in keinem Fall mehr. Die Gesichtsanimationen, der überhetzte Spieleinstieg und die Storyentwicklungen, bei denen man die Augen mehr als einmal im Kopf verdreht, werden dem Vermächtnis der Spielereihe nicht gerecht.

Mass Effect Andromeda Kett Ship

Story, Gameplay, Freiheit – alles zieht an. Aber erst nach der Testphase.

Aber genau das ändert sich drastisch. Sobald man den Einstieg hinter sich gelassen hat – ziemlich exakt alles, was man in der Testversion spielen kann – ist es ein vollkommen anderes Erlebnis. Es fällt mir schwer, mich von Andromeda zu lösen. Ich habe Raids abgesagt, um noch weiter Planeten zu erforschen, und habe mir die Nacht um die Ohren geschlagen, um nur noch eine Nebenquest zu absolvieren.

Ich glaube unter irgendeinem Artikel die Befürchtung gelesen zu haben, dass „nur die ersten 10 Stunden von Andromeda cool sind, weil EA die im Early Access zeigt“ und bin zum vollkommen gegenteiligen Schluss gekommen. Die ersten Stunden sind ein Witz verglichen mit dem, was danach kommt.

Nach dem Spielen der Vollversion versteh ich nicht, wie es zu dieser Test-Version kam

Es ist mir unbegreiflich, warum BioWare sich zu dieser Testversion hat hinreißen lassen. Ich kann mir wirklich nur vorstellen, dass das ungefähr so ausgesehen hat:

EA-PR-Typ: Wir brauchen etwas, um die Spieler anzufixen!
BioWare Mitarbeiter 1: Wir könnten den Multiplayer ein paar Stunden zugänglich machen.
EA-PR-Typ: Gute Idee! Aber wir brauchen mehr! Wie wär’s mit der Story? 10 Stunden?
BioWare-Mitarbeiter 1: Äh, nur der Einstieg könnte die Leute eher verschreck-
<BioWare-Mitarbeiter 1 wird von BioWare-Mitarbeiter 2 in die Seite gestoßen>
BioWare-Mitarbeiter 2: Pssst, der bezahlt uns!

Was ich damit sagen möchte: Für alle „Mass Effect“-Fans, die von der Testversion enttäuscht sind – keine Sorge. Das Spiel wird mit jeder vergangenen Minute danach besser.

Mehr dazu gibt es nachher in einem ausführlichen Review zu Mass Effect: Andromeda.


Für Mass Effect: Andromeda haben wir inzwischen sogar eine eigene Themenseite, auf der alle News und Artikel gesammelt sind.

Cortyn
Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!
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