OnlineWelten Netzwerk
› Mass Effect: Andromeda Review – Das BioWare-RPG im XXL-Test
Mass Effect: Andromeda Review – Das BioWare-RPG im XXL-Test

Mass Effect: Andromeda Review – Das BioWare-RPG im XXL-Test

Besser als der Hate, schlechter als der Hype

Mass Effect Andromeda Review: Grafik und Präsentation – Wunderschön mit Einschränkungen

Die Entwickler haben nicht zu viel versprochen, dass die Welt von Andromeda groß ist. Aber Größe zu erschaffen ist einfach – sieht das Spiel denn auch gut aus? Sind die Welten mit spannenden Inhalten gefüllt?

Egal ob wir auf dem Dschungelplaneten Havarl, den Wüsten von Eos oder dem Marktplatz von Aya unterwegs sind: Die Welt von Andromeda ist schön, mystisch und atemberaubend.

Als ich die Umgebungen auf den ersten Screenshots sah, dachte ich, dass man nachgeholfen hätte und diese bearbeitet hat. Jetzt bin ich mir relativ sicher: Nein, diese Welten sind so schön. Selbst die giftigen, nuklearverseuchten Seen eines sterbenden Planeten, in denen die Leichen von Banditen zu Hauf schwimmen, haben eine grausige Anziehungskraft.

Mass Effect Andromeda Angara Planet

Die Dschungelwelt Havarl lädt zum Erforschen ein. Doch im Dickicht verstecken sich viele Gefahren …

Besonders erwähnenswert finde ich die Ruinen der Remnant, die sich oft weit unter die Oberfläche des Planeten erstrecken. Die akustische und optische Kulisse ist gruselig, spannend und zum ersten Mal seit langer Zeit hat man wirklich das Gefühl, etwas vollkommen Fremdes zu betreten. Etwas, das man nicht versteht und vielleicht auch niemals ganz in seinem Umfang begreifen wird.

Dunkle Gänge, die von blauen Lichtern beleuchtet werden, während mechanische Geräusche durch die Wände hallen. Stets fragt man sich: Was macht diese Geräusche? Was ist der Zweck dieses Gebäudes? Und was zur Hölle atmet mir da gerade in den Nacken?

Ungewissheit ist ein wichtiger Faktor von ME:A und die Tatsache, dass wir mit SAMs Hilfe die meisten Dinge „einfach aktivieren können“, ohne die Konsequenzen zu kennen, macht jeden Tastendruck zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle.

Mass Effect Andromeda Remnant Cave

Die Ruinen der Remnant gehören zu den Highlights. Die Atmosphäre ist düster und die Geräuschkulisse gruselig.

„Facial Expressions“ – Das Grauen hat ein Gesicht

So schön die Spielwelt, die Zwischensequenzen, die Aliens und die ganze Inszenierung der Welt ist, desto stärker fällt die mangelhafte Gesichtsanimation auf.

Fans hoffen zwar, dass das „mit einem Patch“ behoben wird, aber da bin ich skeptisch. Das würde nämlich bedeuten, dass die Entwickler jede einzelne Szene nachbearbeiten und ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Aufwand betrieben wird.

Davon abgesehen gibt es für diese Gesichtsanimationen absolut keine Entschuldigung. So etwas darf bei einem Titel, der ansonsten vor Grafikpracht strotzt, nicht passieren. Da kann mir auch niemand erzählen, dass das bei BioWare keinem aufgefallen ist.

Abmildernd muss ich jedoch anfügen, dass man sich an das Problem „gewöhnt“. Nach ein paar Stunden lebt man damit, dass Ryders Gesicht immer ein bisschen ausdruckslos oder debil lächelnd ist. Im Regelfall wird das von der (englischen) Synchronstimme übertönt und geht im Gesamtbild der Szene unter.

Ryder ist verdammt cool und letztlich sind die Fehler bei den Gesichtern – trotz allem Hohn und Spott, den sie verdient haben – nur ein Negativpunkt, der das Gesamterlebnis nicht ruiniert.


Auf der nächsten Seite geht es um die offene Spielwelt von Andromeda.

Cortyn
Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!
Mass Effect: Andromeda Review – Das BioWare-RPG im XXL-Test

Mass Effect: Andromeda

PC PS4 Xbox One