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Landmark wird eingestellt – Ableger von Everquest Next hält kein Jahr

Das Builder-MMO Landmark wird eingestellt. Der Spross von Everquest Next schaffte es nicht einmal ein Jahr.

Everquest Next sollte das nächste, große Ding am MMORPG-Markt werden. Es wurde aber in der Entwicklung schon eingestellt. Als „spielbare Alpha und Werkzeugbox“ zu EQ Next existierte lange Zeit Landmark. Hier konnten Spieler schon bauen und werkeln, hatten die Tools zur Verfügung, die auch die „richtigen Entwickler“ für Everquest Next haben sollten.

Das Spiel blieb ewig in einer Closed Beta. Da konnte man sich den Zugang über Gründerpakete erkaufen. Es hatte ein bisschen was von „Schnuppert schon mal die Zukunftsluft von EQ Next.“

Everquest Next Screenshot 5Nach dem Ende von Everquest Next wurde Landmark im letzten Jahr ohne viel Fanfaren veröffentlicht, ohne vorher in eine lang erwartete Open Beta zu wechseln. Der Release am 10. Juni löste dann  Kopfschütteln aus. Der Sinn von Landmark ohne ein Everquest Next wollte sich den meisten einfach nicht erschließen.

Landmark wurde als Budget-Titel für 10$ auf den Markt geworfen. Schon der Release verlief lautlos, viel hat man seitdem nicht mehr von Landmark gehört.

Jetzt ist es auch schon vorbei, am 21. Februar wird Landmark offline gehen und mit ihm alle Foren und Kanäle der sozialen Medien zum Spiel. Jetzt schon ist Landmark nicht mehr auf Steam gelistet und verkauft wird es auch nicht mehr.

Everquest und Everquest 2 laufen weiter.

Everquest Next: Trauriges Kapitel der MMO-Geschichte nimmt ein Ende

Mein MMO meint: Everquest Next ist allgemein eine traurige Geschichte. Im Rückblick hätte man Landmark damals wohl einfach still und stumm mit Everquest Next beerdigen sollen. Den Release von Landmark im Juni 2016 hätte man sich sparen können. Viel Geld hat das sicher nicht eingebracht und dem Ruf von Daybreak hat es geschadet.

Der Release von Landmark als absehbare Todgeburt hat damals schon keinen guten Eindruck gemacht und jetzt im Rückblick erst recht nicht. Spiele, die so lang in einer Entwicklung stecken und zu denen man sich Zutritt für teuer Geld erkaufen kann und die dann versanden … das gibt den Kritikern solcher „Early Access“ und „Baukasten-Entwicklungs“-Systeme Recht.

Everquest Next MMORPGTeuer, aber fair wäre es wohl gewesen, den Gründern ihr Geld zurückzugeben – wie das bei gescheiterten Crowdfunding-Projekten üblich ist. Zugegeben, Landmark war kein Crowdfunding-Projekt. Die Mechanismen waren aber ähnlich. Man investiert in eine Zukunft, an die man glaubt und auf die man hofft.


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