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Landmark schließt: „Alles umsonst – so eine Verschwendung“

Das Sandbox-Spiel Landmark schließt, damit verschwinden auch alle Reste von Everquest Next. Das Projekt sollte einmal das MMORPG-Genre revolutionieren, jetzt endete es unspektakulär.

„Die Welt wird nicht mit einem Knall zu Ende gehen, sondern mit einem Flüstern“, heißt es in einem Gedicht von T.S. Eliot und so endete gestern wie angekündigt Landmark, nachdem sich die großen Hoffnungen zum Spiel und für was es stand, schon vor einiger Zeit erledigt haben – mit einem leise, schleichenden Tod.

Das Sandbox-MMO Landmark hat kein Jahr durchgehalten, bevor die Lichter ausgingen. Mit Landmark endet auch der Traum von Everquest Next endgültig. Für dieses MMORPG der „nächsten Generation“ mit zerstörbarer Landschaft und dynamischer KI war Landmark einmal als eine Art „Toolbox“ und „spielbarer Alpha-Test” gedacht. Nachdem die Entwicklung an Everquest Next aber eingestellt wurde, hatte auch Landmark keine rechte Zukunft mehr.

Everquest Next Screenshot 5Everquest Next sei einfach nie zusammengekommen, habe keinen Spaß gemacht, lautete die Begründung damals. Es mögen auch finanzielle Gründe eine Rolle gespielt haben. Immerhin wechselte das Team von Sony, einem Konzern, das sich ein Prestige-Projekt leisten konnte, zu einer Investorengruppe. Da passten die Zahlen nicht mehr. Everquest Next galt als zu ambitioniert, als zu gewagt.

Landmark wurde als Spiel zwar noch auf den Markt geworfen, eine faire Chance hatte es aber wohl nicht mehr. Denn wozu braucht es einen Baukasten, wenn man mit den Ergebnissen nie richtig spielen wird?

Die US-Seite Massively Overpowered hat die letzten Momente von Landmark mit einem Stream begleitet.

Vor allem hat MO aber auch Tweets von ehemaligen Entwicklern zusammengestellt, von denen die meisten schon nicht mehr in der Firma sind, manche schon lange nicht mehr. Einige der entlassenen Entwickler hatten schon zwischendrin gesagt: „Wir hätten das hinbekommen, wenn sie uns nur mehr Zeit gegeben hätten.“ Auch jetzt ist der Ton voll mit Bedauern, aber auch dem Gefühl, dass etwas Großes zu Ende gegangen und gescheitert ist, obwohl es ganz anders hätte laufen sollen.

Der ehemalige Präsident von SOE John Smedley spricht von einer Tragödie. EQ Next wäre so glanzvoll gewesen. Man hätte das schaffen können. Smedley spricht von einer Verschwendung.

Der Kopf hinter EQ Next, David Georgeson, zitiert Shakespeares Hamlet zum Abschied.

Eric Smith, ein früherer Producer bei SOE, sagt: Er sei traurig, die Arbeit des Teams und die der Fans so verschwendet zu sehen.

Mehr zum angekündigten Ende von Everquest Next lest Ihr hier:

Landmark wird eingestellt – Ableger von Everquest Next hält kein Jahr

Hoffnung, dass die Ideen von Everquest Next in anderen Spielen weiterleben, gibt es. Als heißer Kandidat gilt hier Ashes of Creation, ein Studio mit ehemaligen SOE-Mitarbeitern.

Ashes of Creation klingt nach Everquest Next – Ihr formt die Welt

QUELLE MO
Schuhmann

Schuhmann, das L steht für Niveau.

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