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Kein Fallout Online, dafür Fallout 4

Gestern kündigte Bethesda Softworks ein neues Spiel aus der Fallout-Reihe an. Doch dabei handelt es sich nicht um Fallout Online.

Interplay wollte vor einiger Zeit ein MMORPG zu Fallout entwickeln, doch Bethesda Softworks machte diese Pläne zunichte. Viele Fans hofften, dass der Grund dafür war, dass Bethesda selbst ein Fallout Online in den Handel bringen wollte. Nun wurde gestern enthüllt, woran das Entwicklerstudio arbeitet: Es ist Fallout 4. Ein neuer Single-Player-Teil der Serie.

Kein MMORPG in der Endzeit

Eigentlich war es abzusehen. Mit einem weiteren MMORPG würde sich Bethesda nur selbst Konkurrenz zu The Elder Scrolls Online machen und die Spielerschaft spalten. Daher machte nur ein Single-Player-RPG Sinn. Ein neues The-Elder-Scrolls-Spiel war auch eher unwahrscheinlich, konzentriert sich diese Serie doch momentan auf TESO. Dennoch hätte ein Fallout Online durchaus Potenzial. Ein MMORPG mit Endzeit-Szenario wäre mal etwas anderes zum Fantasy-Einheitsbrei. Und der Hintergrund von Fallout ist auch nicht einfach Standard-Endzeit. Der schwarze Humor und das Setting, das auf Zukunftsvisionen aus den 1950er Jahren basiert, ist schon speziell.

fallout 4

Wer Fallout 3 oder Fallout: New Vegas gespielt hat, der wird sich oft gewünscht haben, mit einigen Freunden die zerstörten Städte und radioaktiv verseuchten Wüsten zu erkunden. Ob Fallout 4 einen Multiplayer-Modus haben wird, ist momentan noch nicht bekannt. Es wäre definitiv ein interessantes Feature. Es muss ja nicht gleich MMO-Ausmaße annehmen, sondern könnte sich auf kooperative Abenteuer in kleinen Gruppen beschränken. Am 15. Juni um 4 Uhr MESZ will Bethesda mehr zu Fallout 4 verraten. Vielleicht überrascht man uns dann mit einem Mehrspieler-Modus.

Wer nun enttäuscht ist und sich wünscht, ein Endzeit-MMORPG spielen zu können, der muss auf Spiele wie Xyson oder Fallen Earth ausweichen oder auf das Onlinegame Crossout von Gaijin Entertainment warten, was aber mehr in die Kerbe von World of Tanks schlägt.

Andreas Bertits blickt auf über 10 Jahre Berufserfahrung im Gaming-Journalismus zurück. Er war 6 Jahre Redakteur des Spielemagazins PC Games, bevor er sich selbstständig machte und ist nach wie vor leidenschaftlicher Gamer.