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Im Vergleich: Destiny vs. The Division vs. Call of Duty

Was haben Destiny, Call of Duty und The Division gemeinsam? Zunächst sind sie alle Shooter, gut. Aber welche weiteren Gemeinsamkeiten lassen sich feststellen? Was sind die besonderen Merkmale des jeweiligen Spiels? Wir wagen einen Vergleich.

Vorab: Dieser Vergleich der drei Spiele hat keinesfalls die Absicht, einen Shooter „besser“ oder „schlechter“ als den anderen erscheinen zu lassen. Zumal auf der einen Seite die CoD-Reihe bereits zu den größten und erfolgreichsten Spielefranchises überhaupt zählt, auf der anderen Seite sich The Division erst noch beweisen muss. Wie die Zukunft von Bungies Destiny aussieht, steht auch noch in den Sternen.

zusammenstellungDas Ziel dieser Gegenüberstellung ist vielmehr eine umfassende Übersicht der drei Spiele. Sind diese überhaupt sehr verschieden? Wo liegen jeweils die besonderen Merkmale? Unser Augenmerk wollen wir hierbei auf den Online-Aspekt legen.

Beginnen werden wir nun mit dem MMO-Shooter Destiny. Anschließend wollen wir eine seit Jahren etablierte Spieleserie im Shooter-Genre beleuchten: Call of Duty. Der aktuelle Teil der Reihe ist Black Ops III. Abschließend schauen wir, mit welchen Aspekten Ubisofts anstehender MMO-Shooter The Division punkten kann.

Das bietet “Destiny”

Destiny ist ein Online-Shooter, der von Bungie entwickelt und von Activision veröffentlicht wird. Der Release war der 09.09.2014. Es lässt sich klar als FPS einordnen, auch wenn es gelegentlich beim Einsatz von Nahkampfwaffen (Schwertern) oder speziellen Super-Angriffen in die Third-Person-Perspektive wechselt.Destiny-Duo

In welchem Setting spielt Destiny?

In Destiny werdet Ihr zu Hütern der letzten Stadt auf Erden. Diese müsst Ihr gegen die Gefahren der Dunkelheit beschützen.

Nach der Ankunft des „Reisenden“ wurde unserem Sonnensystem neues Leben eingehaucht: Regen tränkte den Mars, frische Luft erquickte den Himmel der Venus und die Menschen machten sich auf, die neuen Welten zu bevölkern. Dieses goldene Zeitalter ist nun aber 700 Jahre her und die Menschheit steht kurz vor der Auslöschung. Ihr müsst Euch fiesen Feinden stellen, die in den Tiefen des Universums auf Euch lauern. Werdet zur Legende.Blind Watch Destiny

Von einem realistischen Setting kann nicht unbedingt gesprochen werden. Es handelt sich um einen Sci-Fi-Shooter.

Welche Rolle hat der Online-Aspekt?

Destiny ist ein MMO-Shooter, den Ihr nur spielen könnt, wenn Ihr mit den Servern verbunden seid. Es herrscht Online-Zwang. Ihr begegnet auf Eurer Reise stets anderen Spielern in Form von Hütern.

Welche MMO-Features sind enthalten?

MMOs sind auf das Online-Gaming und der Möglichkeit, mit anderen zusammenzuspielen, ausgelegt. Soziale Features stehen im Vordergrund.

Bei Destiny können viele Menschen gleichzeitig innerhalb einer Spielwelt agieren. Als Beispiel kann der „Turm“ angeführt werden: er ist ein Treffpunkt, an dem die Spieler neue Aufträge entgegennehmen, die weitere Reise in der Spielwelt planen und sich mit anderen Spielern zusammenschließen können.Destiny-Turm-Scharlach

Weiterhin handelt es sich um eine persistente Welt, sprich, Ereignisse laufen auch dann ab, selbst wenn man sich nicht darin befindet. Sie ist theoretisch zu jeder Zeit für die Spieler zugänglich.

Ein wichtiges Merkmal eines MMOs ist der Aspekt, dass die Spieler in irgendeiner Form miteinander interagieren können und wechselseitig einen Einfluss auf das Spielgeschehen ausüben. Dies wird in Destiny beispielsweise in den Raids, also Gruppen-Aktivitäten, die für sechs Spieler ausgelegt sind, gewährleistet. In einem Dreier-Einsatztupp können Strikes und Missionen erledigt werden. Mit dem Schmelztiegel befindet sich außerdem ein großer PvP-Bereich in Destiny.

Wie sieht die Progression in Destiny aus?

Destiny vereint klassisches Shooter-Gameplay mit Progression-Mechaniken und Design-Ideen von MMORPGS. Seit der großen Erweiterung „König der Besessenen“ gilt es zunächst, seinen Charakter auf das Maximallevel 40 zu bringen. Danach steht das Lichtlevel im Vordergrund. Durch Abschluss bestimmter Aktivitäten erhaltet Ihr Belohnungen (Loot) in Form von Waffen, Rüstungsteilen und weiteren Items, die Euer Lichtlevel erhöhen können.

Destiny-Drei-HueterZurzeit ist das maximale Lichtlevel 320. Welches Level dabei die Drops besitzen, hängt von der jeweiligen Aktivität, von eurem eigenen Lichtlevel und natürlich auch von Glück ab. Ihr müsst also die schwersten Herausforderungen in Destiny öfters wiederholen, um Euren Charakter gemächlich an das maximale Lichtlevel heranzuführen.

Wie sieht der PvE-Content in Destiny aus?

Für viele besteht das Besondere an Destiny darin, sich gemeinsam computergesteuerten Gegnerhorden zu stellen, wobei am Ende meist ein dicker Endboss wartet, den es zu legen gilt. Der PvE-Content umfasst hierbei insbesondere Story-Missionen, Strikes (Dreier-Gruppen-Aktivitäten) und Raids (Gruppen-Aktivitäten, die für sechs Hüter ausgelegt sind). Gerade die Raids sind sehr beliebt, da sie einige Mechaniken beinhalten, die nur im Teamplay und mit Absprache gemeinsam bewältigt werden können.

Destiny-Vault-of-GlassDie Kampagne, also die Story-Missionen, können auch alleine bestritten werden. Einen Online-Zwang gibt es dennoch. Auch Strikes und Raids können solo gestartet werden, in den meisten Fällen kommt man alleine aber nicht weit.

Wie sieht der PvP-Content aus?

Wie bei den klassischen Online-Shootern auch, gibt es in Destiny einen PvP-Bereich, also einen Ort, an dem Spieler gegen Spieler antreten. Hier stehen diverse Modi zur Verfügung, um für Abwechslung zu sorgen. Außerdem gibt es jede Woche das PvP-Event „Prüfungen von Osiris“, in dem es schicken Loot abzugreifen gilt. Alle paar Wochen zieht auch das Eisenbanner-Event in das Destiny-Universum ein.Destiny PvP

Was kann man über den eSport-Bereich sagen?

Bei Destiny sieht der eSport-Bereich sehr dürftig aus. Da es keine Custom und Private Matches gibt, können auch keine Turniere oder „Clan-versus-Clan-Gefechte“ abgehalten werden. Das Matchmaking führt stets zu zufälligen Gegnern.

Daher stehen Private Matches ganz weit oben auf der Wunschliste der Destiny-Spieler. Bisher hält sich Bungie diesbezüglich aber bedeckt und vermeidet konkrete Aussagen. Vermutlich wird es noch eine Weile dauern, bis sich in Destiny der eSport etablieren wird.

Für wen eignet sich Destiny?

Destiny ist ein Spiel, das sich an Shooter-Freunde richtet, die gerne auch soziale Features genießen möchten. Es gibt umfangreichen PvE- sowie PvP-Content und die Charakter-Entwicklung sorgt für Langzeitspaß. Wem es obendrauf auch noch gefällt, zur Abwechslung mal nicht nur auf andere Menschen (wie in The Division oder CoD), sondern auf verschiedene Alienrassen zu ballern, der dürfte mit Destiny glücklich sein.Destiny-Drifter-Drei

Destiny ist laut Alterseinstufung der USK ab 16 Jahren freigegeben.


Auf den nächsten Seiten nehmen wir Call of Duty: Black Ops III und The Division unter die Lupe. Am Ende ziehen wir ein Fazit. Hier geht es zu Seite 2 unseres Vergleichs.

Tom Rothstein
Tom "Ttime" ist seit Anfang 2016 mit an Bord. Er bleibt für Euch vor allem bei The Division, Destiny und der FIFA-Reihe am virtuellen Ball.