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Hearthstone: Profi winkt, Community wirft ihm Sexismus-Mobbing vor

Hearthstone: Profi winkt, Community wirft ihm Sexismus-Mobbing vor

Ein freundliches Winken oder ein fieser Diss? Die Community von Hearthstone ist wütend über eine mehrdeutige Geste.

In der Welt des Sports können kleine Gesten als gemeine Unsportlichkeiten gelten – und das ist beim eSport nicht anders. Das durfte jetzt der Spieler Chang-Hyun Kim erleben, der besser als Cocosasa bekannt ist.

Am vergangenen Wochenende fanden die Summer Hearthstone Championships in Los Angeles statt. Dort trat Cocosasa gegen die Spielerin Wang XinYu alias BaiZe an. Die meiste Zeit lief das Match relativ unspektakulär ab. Doch dann rief Cocosasa mit seinem Priester die legendäre Karte Prophet Velen herbei und hob winkend die rechte Hand in die Kamera.

Die Kommentatoren fragten sofort: „Hat er sie gerade verabschiedet?“

Was eigentlich eine unverfängliche Geste sein könnte, steht im Kontrast zum Rest des Spiels. Zuvor hatte Cocosasa seine Gegenspielerin förmlich ignoriert und ein „Pokerface“ aufgelegt.

Mit einem Wink zum Sexisten

Dann geschah, was geschehen musste: Die Community wurde wütend und beleidigte Cocosasa für sein unsportliches Verhalten. Es wurden Forderungen laut, dass er dafür von zukünftigen Turnieren ausgeschlossen werden sollte. Wieder andere empfanden es sogar als sexistische Herabwertung von BaiZe und behaupten, dass er damit bewusst Frauen entmutigen wollte, in diesem eSport Fuß zu fassen.

Andere Streamer sprangen Cocosasa gleich zur Seite und verteidigten ihn. Man solle nicht überreagieren und eine verspielte Geste gleich zum Sexismus-Akt aufblasen.

In Korea winkt man manchen Hearthstone-Dienern zu

Cocosasa hat sich zu Beginn der Woche dann bei BaiZe und den Zuschauern entschuldigt und erklärt, dass er Hearthstone immer mit „ganzem Körpereinsatz“ spiele, wodurch solche Gesten zustande kommen. Das Winken sei nicht als „Auf Wiedersehen“ für seine Kontrahentin gedacht, sondern ein „Hallo“ auf Prophet Velen hin.

Das ist bei Streamern durchaus üblich, dass sie legendäre Karten auf diese Art und Weise „begrüßen“. Auf reddit sprangen ihm Verteidiger bei, die sagten: “Das sei ein koreanischer Brauch, das Velen-hi, um Velen zu begrüßen.”

Allerdings wirft dieser Vorfall auch die spannende Frage auf: Was zählt in einem Hearthstone-Turnier als unsportlich? Darf man seinen Gegner durch solche Gesten provozieren, um ihm einen Fehler oder Unaufmerksamkeit abzuluchsen? Oder sollte man möglichst emotionslos das Match „herunterspielen“?

Cortyn meint: Man kann aus einer Mücke echt einen Elefanten machen. Für mich sieht das nach einem traditionellen Fall von übermotivierten SJWs aus. Das Ganze ist nur ein Skandal, wenn man es krampfhaft so sehen möchte. Im schlimmsten Fall ist es eine kleine Unsportlichkeit, die aber keine so großen Wellen schlagen sollte. Wir reden hier über ein einfaches Winken – und nicht über einen erhobenen Mittelfinger oder eine andere unflätige Geste. Besonders bei lebenslustigen Streamern, die ihre Community immer mal wieder mit Gesten und Bewegungen bei Laune halten, sollte man den Ball flach halten.


Habt ihr schon das Doppelklassen-Event in Hearthstone gesehen? Nur zu Halloween!

QUELLE kotaku.com
Cortyn

Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!

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