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H1Z1-Unterhosen

H1Z1 King of the Kill: Wie McDonalds – Schlechte Kritiken, viel Erfolg

Der Battle-Royale-Shooter H1Z1: King of the Kill ist wie „McDonalds”: Obwohl er scharf kritisiert wird, gibt es zahlreiche Kunden.

Die US-Seite Kotaku hat sich mit einem interessanten Phänomen beschäftigt: Der Battle-Royale-Shooter H1Z1: King of the Kill gehört zu den meistgespielten Games auf Steam, laut deren Statistik. Aber er weist nur durchwachsene Werte bei den Reviews auf.

Normalerweise sind die Games, die in den Top 10 der Spiele mit den meisten Nutzern auftauchen, wohlgelitten in den Steam-Reviews.

  • Dota 2 wird „sehr positiv“ bewertet
  • Counter-Strike: Global Offensive – ebenfalls sehr positiv
  • Grand Theft Auto V größtenteils positiv
  • H1Z1: King of the Kill kommt hingegen nur auf ein „Ausgeglichen“ und hat im Verhältnis zu den anderen Games auf den Top-Positionen viele negative Bewertungen. Bei knapp 64000 Reviews sind 25000 negativ.

Vor allem kritisieren die Fans, dass H1Z1 unfertig und buggy ist. Daybreak Games wird vorgeworfen, sich mehr um Mikrotransaktionen zu kümmern, als das Spiel fertigzustellen.

Über 100.000 Leute spielen gleichzeitig H1Z1: King of the Kill

Dagegen spricht aber die Erfolgsgeschichte des Shooters. H1Z1: King of the Kill entstand im Februar 2016 als Abkopplung des Zombie-MMOs H1Z1 und gewann langsam aber sicher an Popularität auf Steam.

In den ersten Monaten stand man so bei 19.000 Spielern, die gleichzeitig online waren, als Höchstwert. Zu Beginn von 2017 war man schon bei 40.000 angelangt, mittlerweile sind es immer öfter über 100.000 Spieler.

H1Z1-Steam10Als Grund für den Erfolg wird vor allem die Präsenz von H1Z1 auf Twitch ausgemacht, wo das attraktive Battle-Royale-Konzept viele Zuschauer anzieht.

H1Z1: King of the Kill – Leider geil

Wie passt das zusammen? Es ist ein seltsames Phänomen. In den negativen Reviews heißt es immer wieder: Bugs! Dieselben Bugs sind seit 2 Jahren im Spiel. Zu wenige Updates, es tut sich zu wenig.

Auch in den positiven Reviews heißt es: Ja, es sind Bugs im Spiel, aber das Gefühl, wenn man gewinnt, ist einfach zu toll und entschädigt für vieles.

Wie die Reviews zeigen, spielen auch Leute, die H1Z1 angeblich abgrundtief hassen, es immer weiter und immer wieder. Einer sagt, er habe H1Z1 schon viermal deinstalliert. Viele der Steam-Kritiker, die negativ urteilen, haben 50 Stunden und mehr mit H1Z1 verbracht.

H1Z1-FeuerWie McDonalds

Ein ähnliches Phänomen wie bei der Fast-Food-Kette McDonalds. Auch da war und ist der Ruf umstritten. Die Leute wandern aber trotzdem in Scharen in die Fresstempel. Es schmeckt ihnen angeblich nicht, essen tun sie aber doch dort.

Offenbar ist das Spielkonzept der Battle-Royale, wo Frust und Triumph so nah aneinander liegen, eine Erfolgsformel. Sie bringt Spieler in die tiefsten Tiefen und höchsten Höhen. Eine Hassliebe zwischen Spiel und Spieler entsteht – die Leute können einfach nicht aufhören H1Z1 zu spielen, auch wenn sie es angeblich hassen.

H1Z1 vs. PlayerUnknwon’s Battlegrounds

Allerdings: Mit PlayerUnknown’s Battlegrounds ist H1Z1 nun ein Battle-Royale-Konkurrent gewachsen, der auf dasselbe Konzept setzt und in kurzer Zeit großen Erfolg erzielt hat. Im Vergleich zu H1Z1, das eher auf schnelle Action und Arcade setzt, ist Battlegrounds realistischer.

BattlegroundsAber H1Z1 kann sich gegen den Neuling gut behaupten. Offenbar ist Platz genug für zwei Battle-Royale-Spiele auf dem Markt. Es ist ja auch genug Platz für Burger King neben McDonalds.


Einige der Probleme geht H1Z1: King of the Kill dann doch an:

Bei H1Z1: King of the Kill sollt Ihr bald sehen können, auf was Ihr ballert

QUELLE Kotaku
Schuhmann

Schuhmann, das L steht für Niveau.