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Fortnite: Wie spielt sich der Battle-Royale-Modus? Konkurrenz für PUBG?

In Fortnite könnt ihr den neuen Battle-Royale-Modus schon vor dem Release testen. Wir waren zusammen mit 99 Feinden unterwegs und haben den neuen PvP-Modus angetestet. Kann er PUBG das Wasser reichen?

Fortnite ist ein erfolgreicher bunter Coop-Shooter von Epic-Games. Ihr seid mit bis zu drei Mitspielern unterwegs und baut Ressourcen ab, um dicke Festungen gegen Zombiehorden zu errichten. Also ein reines PvE-Erlebnis.Fortnite-PvP

Zusätzlich zum regulären Spiel könnt ihr aber jetzt einen, streng vom PvE-Teil abgeschotteten, Battle-Royale-PvP-Modus á la PlayerUnknown’s Battlegrounds zocken.

Doch taugt das auch etwas? Wir haben uns die Beta-Version des neuen Spielmodus näher angesehen – der offizielle Release ist erst am 26. September.

Fortnite – Battle-Royale – Mit dem fliegenden Party-Bus ins Gemetzel

Das Spielprinzip von Battle-Royale in Fortnite ist ähnlich wie das des großen Vorbilds Player-Unknown’s Battlegrounds: 100 Spieler springen über einer einsamen Insel ab und müssen sich alle gegenseitig umbringen, Wer am Ende übrig bleibt, gewinnt.

Teams sind derzeit noch nicht möglich, wer sich dennoch mit anderen Spielern zusammentut, wird gebannt.

Im Spiel sucht ihr euch allerlei Waffen, die überall auf der Insel herumliegen. Die Neubewaffnung ist allein schon deswegen nötig, da ihr einen komplett unbewaffneten Helden spielt. Eure Fortschritte und Baupläne aus dem PvE-Modus sind im PvP irrelevant.

Doch Fortnite wäre nicht Fortnite, wenn es nicht ein paar seiner Eigenheiten in den PvP-Modus einbauen würde. Das fängt schon damit an, dass ihr nicht mit einem Flugzeug, sondern mit einem fliegenden „Battle-Bus“ über die Insel schwebt, bevor ihr abspringt. Aus dem Bus dringt übrigens gedämpfte Party-Mucke. Fortnite nahm die Apokalypse eh nie so richtig ernst.

Fortnite: Battle Royale – schneller als PlayerUnknown’s Battlegrounds

Nach dem Absprung aus dem fliegenden Bus segelt ihr per Gleiter hinab auf die Insel des Todes! Doch anders als in PUBG ist die Kampfinsel kleiner und überschaubarer. Außerdem geht alles schneller, sowohl die Gleiter, mit denen ihr sicher landet, als auch das Bewegungstempo eurer Spielfiguren: Alles ist dezent schneller als bei der Konkurrenz.

Durch die hohe Geschwindigkeit und das vergleichsweise kleine Areal trefft ihr quasi immer schon kurz nach der Landung auf Feinde. Anders als in PUBG, wo man sich als vorsichtiger Spieler leicht verbergen kann,  entbrennt sofort ein wilder Kampf um die ersten Waffen. Denn bis auf eure treue Spitzhacke habt ihr nach dem Absprung erstmal nix!

Battle Royale – Mehr PUBG, weniger Fortnite

Sobald erste Spieler sich mit Wummen eingedeckt haben, geht das große Sterben los und in wenigen Minuten hat sich die Spielerzahl meist halbiert. Da ihr ständig bedroht werdet und jeden Moment ein anderer Spieler euch umnieten könnte, kommen die typischen Gameplay-Aspekte von Fortnite oft zu kurz: das Ressourcen-Sammeln und Festungen bauen.

Wann immer ich versucht habe, länger Materialien zu sammeln, wurde ich hinterrücks erledigt. Außerdem könnt ihr nicht einfach so irgendwas bauen. Lediglich die üblichen Wände, Böden und Decken stehen euch zur Verfügung. Wer beispielsweise Fallen aufstellen möchte, muss erstmal die seltenen Blaupausen dazu finden.

Das ist mir übrigens erst einmal geglückt und bevor ich eine Falle fertig hatte, wurde ich von einem anderen Spieler erschossen.

Ein ganz anderes Gameplay als im regulären Fortnite

Daher spielen die meisten Spieler gerade den Battle-Royale-Modus wie in PUBG. Sie bauen nichts, aber campen dafür umso lieber. Festungsbau lohnt sich zu Beginn einer Runde allein daher schon nicht, weil eh irgendwann der Sturm (Die Fortnite-Version des PUBG-Kraftfelds) den Spielplatz verringert und ihr eure fette Burg zwangsläufig aufgeben müsst.

Nur am Ende einer Session können sich Befestigungen lohnen, denn anders als in PUBG sind fast alle Objekte in Fortnite zerstörbar und eure Deckung kann zu Klump geschossen werden. Allerdings kostet das Munition und wer clever baut, kann dem Feind so womöglich wertvolle Kugeln rauben, die ihm dann später fehlen.

Viele Spieler bauten dazu auch Mauern mitten im Kampf, die zwar gleich wieder zerlegt waren, aber den Feind verwirrten und Munition verschwenden ließen.

Fortnite: Battle Royale – Fazit – Vielversprechender Anfang, großes Potential

Bereits in der Test-Phase, in der noch allerlei Lags das Spiel plagen, spielt sich der Battle-Royale-Modus spaßig und gut. Allerdings ist mir das Tempo gerade etwas zu hoch, ich bevorzuge es eher, mich gemütlich auszurüsten und dann durch die Gegend zu stromern.

Das könnte man in Fortnite noch besser, indem man derweil Ressourcen abbaut. Durch das hohe Tempo und das kleinere Spielfeld ist Ressourcen-Sammeln in Fortnite gerade aber eher eine Einladung für hinterlistige Angriffe.

Aber der neue Spielmodus steckt ja noch in den Kinderschuhen und ist noch nicht mal offiziell erschienen. Wenn die Entwickler hier ähnlich fleißig sind wie im regulären Fortnite, dürfte der PvP-Modus noch die ein oder andere Neuerung bekommen.

Beispielsweise Klassen, spezielle Bau-Optionen und größere Maps. Dann könnte Fortnite: Battle Royale eine coole, bunte und peppige Alternative zu PUBG werden.

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Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.