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Final Fantasy XIV: Wie hart darf eine Instanz sein, die alle machen?

Final Fantasy XIV: Wie hart darf eine Instanz sein, die alle machen?

Bei Final Fantasy XIV müssen alle Spieler am Endboss Shinryu der Erweiterung Stormblood vorbei. Aber das ist nicht so einfach. „Nerfen oder nicht nerfen?“, das ist die Frage bei der Königlichen Menagerie.

Der Ansatz von Final Fantasy XIV, auch in der Hauptquest auf knifflige Instanzen zu setzen, führt erneut zu Schwierigkeiten. Sollte Square Enix die Königliche Menagerie nerfen oder sollten Spieler einfach besser werden?

Hauptquests sind normalerweise leichte Singleplayer-Kost – In Final Fantasy XIV meistens auch, aber nicht immer

In den meisten MMORPGs wie WoW ist die Hauptquest für alle Spieler zugänglich und zu bewältigen. Sie ist nur „relativ leichte“ Singleplayer-Quest-Kost. Sachen, die man bequem alleine leisten kann und ohne sich besonderen spielerischen Herausforderungen zu stellen.

Es geht meistens darum, eine Geschichte zu erleben, nicht darum, spielerische Höchstleistungen zu bringen. Diese Leistungen sind für Raid und harte Inis reserviert. Die laufen aber parallel zur Hauptquest und sind nicht Teil davon.

Bei Final Fantasy XIV ist das weitgehend auch so, aber es gibt einige Hürden. Wer die Hauptquest von Stormblood erleben will, muss immer wieder in Instanzen hinein oder sogar an Bosskämpfen teilnehmen. Normalerweise sind die Spieler von Final Fantasy XIV das gewohnt und bewältigen die normalen 4er-Instanzen auch klaglos – da kommt es selten zu Wipes.

Allerdings ist der 8-Personen-Endkampf der aktuellen Erweiterung Stormblood wohl relativ heftig: In „The Royal Menagerie“ geht es gegen den riesenhaften Drachengott Shinryu. Da kommt es zu Wipes und Instanz-Abbrüchen.

Das Problem ist: Da jeder diese Quest machen muss und alle 8 Spieler halbwegs vernünftig spielen müssen, um die Instanz zu meistern, brauchen Gruppen häufig mehrere Tries dafür. Die Gruppen sind aber zufällig zusammengewürfelt. Viele bringen nicht die Frustrations-Toleranz auf, verschwinden dann aus der Gruppe oder votieren für einen Abbruch.

„Gelegenheitsspieler“, die sich für optimiertes Gear und Boss-Mechaniken wenig interessieren, prallen auf Vielspieler, die ganz andere Anforderungen und Fähigkeiten haben.

Das ist kein neues Problem bei Final Fantasy XIV, schon die Quest „Steps of Faith“ im Hauptspiel vor einigen Jahren stellte Spieler vor dasselbe Problem: Das Trial war ziemlich schwer, wurde oft versucht, oft abgebrochen. Das hat Square Enix letztlich generft.

“Git gud” oder “pls nerf?”

Wie so oft gibt es verschiedene Haltungen zu dem Thema.

  • Die einen sagen: „Die Instanz ist völlig in Ordnung. Die Königliche Menagerie wird automatisch leichter werden, wenn die Spieler besseres Gear bekommen. Es gehört auch mal dazu, sich durch so eine Instanz durchzukämpfen. Da muss nicht immer generft werden. Die Spieler müssen sich dran gewöhnen, besser zu werden und auch mal Niederlagen einstecken, das gehört zu MMORPGs dazu.“
  • Andere sagen: „Das macht doch keinen Spaß, da zu wipen, weil Leute die Boss-Mechaniken nicht raffen. Es ist doch frustrierend da mit Randoms zu wipen und dann ist wieder einer weg und wir fangen von vorne an. Wenn ich das machen wollte, würde ich raiden. Eine so schwere Instanz vor das Ende der Story zu setzen, wird Square Enix Abonnenten kosten und es ist schlecht fürs Geschäft.“
  • Square Enix sagt aktuell: „Wie bei all unseren Spielinhalten achten wir genau auf Feedback. Es gibt gemischte Reaktionen auf die Instanz. Wir haben noch keine Entscheidung getroffen, ob wir das nerfen oder nicht. Wir beobachten die Situation.“

Zwei-Klassengesellschaft in Instanzen, Zwei-Klassen-Gesellschaft im Housing:

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QUELLE polygon
Schuhmann

Schuhmann, das L steht für Niveau.

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