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FF XIV: Jump-Potion-Test – Noob boostet sich auf 60 und nach Stormblood

FF XIV: Jump-Potion-Test – Noob boostet sich auf 60 und nach Stormblood

Leya hat den Test gemacht und sich als totaler Noob Jumping-Potions für Final Fantasy XIV besorgt. Mit dem Potion-Boost überspringt man die Hauptstory und der Held wird auf eine hohe Stufe gesetzt. Dadurch ist es möglich, sein Abenteuer direkt in der neuen Erweiterung Stoormblood zu starten. Was passiert, wenn man die Skip-Items benutzt und wie sich unserere Autorin im End-Content fühlte, erfahrt Ihr hier.

Final Fantasy XIV ist ein Meister darin, seiner Welt mit einer imposanten Story Leben einzuhauchen. Es scheint, als hätten alle Bewohner von Eorzea eine spannende Geschichte zu erzählen. Alles ist brillant miteinander verbunden. Das macht die Story von Final Fantasy XIV zu einer der besten aller MMORPGs. Die Rassen, die Landschaft, die Organisationen – alles ist mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und fließt zusammen.

So habe ich zumindest gehört. Denn ich habe das alles übersprungen.

Ich weiß nicht, was das Grundspiel und die erste, große Erweiterung Heavensward zu erzählen haben. Ich habe die neuen Jumping-Potions benutzt, um mich direkt in die neue Erweiterung Stormblood zu katapultieren. Meine Final-Fantasy-Geschichte startet hier.

Darf ich vorstellen?

Die Katzen-Dame unten im Bild heißt Auryn Ende – Eine Mondstreunerin, die gerade erst in Eorzea angekommen ist. Noch ist sie klein und schwach, doch das wird sich innerhalb von Minuten ändern.

Bevor ich mit dem Test-Bericht starte, erkläre ich kurz, was die Jumping Potions überhaupt sind.

Final Fantasy XIV – Jumping Potions – Geben Story-Skip & Level-Boost

Final Fantasy 14 besitzt einen Story-Lock. Man muss eigentlich durch die gesamte Geschichte questen, um in fortgeschrittene Gebiete zu gelangen. Wer das Grundspiel nicht abgeschlossen hat, kommt nicht in Heavensward hinein und wer mit Heavensward nicht durch ist, kommt auch nicht nach Stormblood.

Es sei denn, man greift in die Tasche. Mit Stormblood kamen zwei neue Boost-Items in den Shop, auch bekannt als Jumping Potions.

  • Job-Level-Boost: Mit dem Job-Level-Boost wird ein Job einmalig direkt auf Level 60 gesetzt und der Charakter ist bereit für das Endgebiet. Der Boost kann pro Account nur einmal verwendet werden. Dieser Boost kostet 21,75 Euro
  • Scenario-Shortcut: Mit diesem Boost überspringt man Spielinhalte und die Story. Wenn man nur das Grundspiel überspringen möchte, kostet das 15,75 Euro. Packt man die Erweiterung Heavensward oben drauf, kostet das Überspringen von Grundspiel und Erweiterung 21,75 Euro.

Wer den Job-Boost und den großen Scenario-Shortcut besorgt, bezahlt einen Gesamtpreis von 43,50 Euro. Das ist der Preis von einem neuen Spiel. Wer Final Fantasy XIV noch nicht besitzt, bezahlt zusätzlich noch die Kosten vom Spiel selbst und oben drauf kommen monatliche Abo-Gebühren.

Ich besorgte mir beide Potions.

Die Qual der Wahl – Welchen Job soll ich nur boosten?

Der Job-Level-Boost darf pro Account nur ein einziges mal benutzt werden. Ich hätte mir also wirklich gut überlegen sollen, welchen Job ich auf Level 60 haben möchte. Tat ich aber nicht.

Final Fantasy XIV bietet insgesamt 15 Jobs, darunter sind zu finden: Weißmagier, Ninja, Barde, Krieger oder Dragoon. Für die neuen Jobs Samurai und Rotmagier kann man keinen Job-Boost kaufen. Ich war heiß darauf, schnell loszulegen und wusste nicht so recht, welche Jobs tauglich für Anfänger sind. Ich beschloss, einfach einen Job zu nehmen, der mir vermutlich Spaß machen würde – ohne mich groß zu informieren.

Ich entschied mich für den Job Beschwörer.

Der Beschwörer ist ein Fernkampf-DD, der magischen Schaden verursacht. Er gehört zu der Klasse des Hermetikers und bevorzugt schwarze Magie. Dem Beschwörer stehen Familiars zur Seite. Das sind Seelen-Wesen, die für den Magier kämpfen und ihn beschützen. Die Handhabung der Familiars macht viel am Gameplay des Beschwörers aus.

Der Beschwörer kann einen Familiar herbeirufen, der für ihn kämpft und ihn verteidigt. Passend zu einem Schwarzmagier hat der Familiar die Gestalt eines Dämons.

Zuerst spielte ich brav das erste Tutorial – Zumindest kurz

Nachdem ich die Entscheidung traf, welchen Job ich gerne auf Level 60 hätte, fing das Abenteuer an. Bevor ich die Jumping Potions einsetzte, machte ich erst mal die kurze Spieleinführung mit. Ich hatte die Befürchtung, dass ich absolut verloren wäre, wenn ich ohne die Grundkenntnisse ins Endgebiet laufe.

Ich lernte unter anderem, was Ätherkristalle sind und wie ich sie benutzen muss. Sie transportieren mich von Ort zu Ort und ich kann einen Heimat-Ätherkristall festlegen. Mir wurde verraten wie der Markt und Handel funktioniert. Auch die Quest-Marker in Final Fantasy XIV  wurden erklärt.

Meine Ungeduld sagte: Das reicht, es ist Zeit für die Boost-Items!

Neugierig machte ich mich auf den Weg, mit meinem Charakter Auryn, die Welt von Final Fantasy zu erkunden.

Job-Level-Boost: Ich lief durch die Zauberkugel und bekam einen coolen Hut

Ich fing an mit dem Job-Level-Boost. Ich hatte ein Item im Inventar, das mir die Geheimnisse des Beschwörers beibringen sollte. Ich wählte es an und mein Spiel startete neu. Als ich wieder in der Charakterauswahl gelandet war, schaute mir plötzlich ein Level 60 Beschwörer entgegen. Zusammen mit dem Job-Boost bekam ich auch direkt eine Ausrüstung, die an das neue hohe Level angepasst war.

Sobald ich wieder in Final Fantasy “aufwachte”, bekam ich den Hinweis, dass ich einem Tutorial für meine neue Klasse folgen kann. Ein großer Pluspunkt! Ich werde nicht komplett im Regen stehen gelassen mit meinem Job. Ich stürzte mich ins Tutorial.

Für das Tutorial wurde meine Stufe angepasst und ich konnte nur die anfänglichen Skills des Beschwörers nutzen. Es gab mehrere Tutorials, die mir alle Grundlagen des Kämpfens beibrachten.

Mir wurden aber tatsächlich nur die Grundlagen meiner Klasse gezeigt. Ich lernte, was mein Job als Fernkampf-DD ist und worauf ich zu achten habe. So wurde mir etwa erklärt, dass ich immer den Heiler in der Gruppe beschützen muss oder wie ich Flächenangriffen ausweichen.

Wie genau ich meine Skills anwende, blieb erst mal im Verborgenen.

Festzuhalten ist, dass über den Job-Boost nachgedacht wurde. Das erste, was mir gezeigt wurde, war die Möglichkeit ein Tutorial von meinem neuen Job abzuschließen. Ich weiß zumindest wie die Grundlagen funktionieren und kenne meine Aufgaben im Kampf.

Scenario-Shortcut: Ich kann mir die gesamte Story ansehen, aber …

Der Job-Boost war schon mal vollbracht. Jetzt kam der nächste Zaubertrank – Der Scenario-Shortcut. Mit diesem Item übersprang ich genau das, was die Fans so an Final Fantasy XIV schätzen, die gesamte Geschichte.

Als ich das Item benutzte, musste ich mich wieder erneut einloggen. Ich war bis ins Endgebiet gesprungen und mir wurde bereits die erste Quest für die Hauptstory von Stormblood angezeigt, “Über dem Wall”.

Diesmal wachte ich in einem Hotel-Zimmer auf und fand direkt vor meiner Nase ein Reisetagebuch. In dem Tagebuch befand sich, bis zum Punkt von Stormblood, die komplette Story von Final Fantasy XIV zum Nachblättern. Zusätzlich fand ich im Tagebuch alle wichtigen Story-Szenen in animierter Version.

Ich merkte allerdings schnell, dass es für mich absolut nicht interessant war, mir die komplette Geschichte nur durchzulesen. Das würde Stunden dauern. Ich widmete mich der ersten Cut-Szene, die es im Büchlein zu finden gab.

Kein großer Erfolg.

Denn schnell merkte ich, dass ich mit den Personen die da so vorkamen nichts anfangen konnte. Ich wusste nicht, wer sie waren und warum ich bei ihnen war. Ich habe die Story nicht erlebt und konnte keinen Bezug aufbauen.

Es war seltsam, Teil des Gesprächs der Figuren zu sein. Ich fühlte mich komplett deplaziert und wie ein Fremder. Der ich eigentlich auch war.

Ich schloss das Büchlein wieder und akzeptierte, dass Stormblood der Beginn meiner Geschichte werden müsste.

Stormblood: Ich kam, ich sah, ich war erstaunt – Und dann starb ich

Es wurde Zeit nach Stormblood aufzubrechen und der ersten Quest nachzugehen. Zum ersten mal wurde ich mir der verwunschenen Umgebung bewusst.

Hier begann das echte Spielen für mich. Ich sah mir die mystische Umgebung genauer an und wurde mir klar, wie viel Liebe zum Detail in Final Fantasy XIV steckt. Ich entdeckte viele fantasievolle Kreaturen und lief ein wenig umher, nur um alles um mich aufzusaugen.

Die Wiesen, die Wesen, die Welt – Alles wirkt wie im Traum.

Genug mit dem Herumlaufen, Taten warten! Ich begab mich zur ersten Quest von Stormblood und musste “Auf sicheren Pfaden” mit Lyse sprechen. So sicher waren die Pfade aber nicht. Ich wurde angegriffen und überlebte schon meinen ersten Kampf mit einer zufälligen Kreatur nicht.

Ich hatte zwar die Grundlagen des Kämpfens im Anfänger-Tutorial gelernt, aber so richtig wusste ich immer noch nicht, was ich als Beschwörer machen muss. Ich probierte meine Skills zu lesen und sie zu verstehen. Die richtige Reihenfolge und das gute “Timing” waren mir jedoch schleierhaft.

Es kam als keine große Überraschung für mich, dass ich schnell verunglückte. Ich sprang schließlich ohne Vorkenntnisse direkt ins End-Getümmel und konnte nicht erwarten direkt der große Profi zu sein.

Ich probierte es wieder und wieder und wieder. So langsam fing ich an den Dreh rauszubekommen, was der Familiar für Schaden anrichtet, wie ich mich am Leben halte und was andere Kreaturen so machen.

Praktisch: Jedes mal, wenn mir etwas neues passiert, taucht ein Pop-Up auf und erklärt mir, was eigentlich geschehen ist.

Wo ein Wille ist, da ist ein Weg – Auch für blinde Hühner

Bisher habe ich ungefähr 30 Stunden in Final Fantasy XIV mit meiner Katzen-Dame Auryn als Level 60 Beschwörer verbracht. Den größten Teil davon in Stormblood. Ich fühle mich immer noch wie ein blindes Huhn, das hier und da Mal ein Körnchen des Erfolges aufpickt.

Schlimm finde ich das jedoch nicht und ich habe meinen Spaß daran, mich reinzufuchsen. Jetzt bin ich allerdings an einem Punkt, wo ich nicht mehr ohne zusätzliche Guides und Tutorials auskommen würde. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass es auch als Voll-Noob machbar ist, im Endspiel mitzuhalten.

Ja, man muss Mühe aufwenden, um sich vollkommen in Final Fantasy XIV einzuleben. Es bleibt ein komplexes Spiel und die Verschlankungen, die mit Stormblood kamen, haben die Skills für Anfänger auch nicht viel zugänglicher gemacht. Ich kann allerdings nicht beurteilen, wie es vorher war und ob es dann deutlich schwieriger für mich gewesen wäre quer einzusteigen.

Wer aber den Willen hat, direkt in Stormblood einzusteigen und alles zu lernen, der würde das sicher auch mit Hilfe von Google und YouTube hinbekommen. Oder mit einem netten Veteranen-Freund.

Jumping Potions haben eine Daseins-Berechtigung und leisten gute Dienste

Ich müsste mich jetzt noch eine Weile abmühen, um komplett in Stormblood eintauchen zu können. Hätte ich Freunde, mit denen ich in den Endgebieten zusammen spielen wollen würde, wäre es mir die Mühe und das Geld wert.

Das ist eigentlich der Sinn hinter den Potions: Nicht, dass man als “Noob” alleine im Endgame steckt, sondern dass man zu Freunden aufschließt, die einen an die Hand nehmen und in die Welt von Final Fantasy XIV begleiten.

Schade ist auf jeden Fall, dass die Story vom Grundspiel und Heavenswardschwer zu genießen sind mit dem Scenario-Shortcut. Es ist zwar nett, dass das Reisetagebuch die Geschichte zeigt, aber das richtige Gefühl dazu kam bei mir nicht auf. Stundenlang in dem Büchlein schmökern, war keine Option für mich, aber vielleicht finden andere das super und können sich auf diese Weise einleben.

Wer direkt in Stormblood einsteigen und die Story der Vergangenheit erleben möchte, könnte später mit einem Zweit-Charakter das Grundspiel und Heavensward nachholen. In Final Fantasy XIV kann man mehrere Charaktere spielen.

Der Job-Level-Boost war durchdacht und gut umgesetzt. Ich wusste nach den Tutorials zumindest genug, um mich für den Anfang zurechtzufinden. Den Rest, muss man sich selber erarbeiten.

Jump-Potions: Vor allem für zwei Arten von Spielern vernünftig

Am praktischsten dürften die Potions für diejenigen sein, die sich sich einen zweiten Charakter schnell hochleveln möchten. Aber auch Noobs, die im End-Content spielen möchten, können von den Potions profitieren. Das liegt dann an dem Anfänger selbst und wie sehr er bereit ist, Wissen aufzuarbeiten, auch in eigenständiger Recherche. Sicher hilft es, wenn die “Jumper” schon Freunde haben, die bereits im Endgame sind und mit denen sie zusammen spielen möchten.

Wer Final Fantasy XIV in seiner fantasievollen Gesamtheit erleben möchte, der kann aber auch einfach am Start beginnen.

Ich habe mein kleines Experiment jedenfalls genossen und werde Eorzea sicher nochmal den einen oder anderen Besuch abstatten.

Wieso die Jumping Potions zu Final Fantasy XIV kamen, erfahrt Ihr hier: Zelda ist Schuld, dass in Stormblood alles ander wird.

FF XIV: Jump-Potion-Test – Noob boostet sich auf 60 und nach Stormblood

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