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Evolve: Die Monsterhatz im Test

Cortyn
PC PS4 Xbox One

Knapp eine Woche hatte ich nun Zeit, Evolve, den neusten Shooter von Turtle Rock Studios ausführlich zu testen, Erfahrungen zu sammeln, Jäger in den Boden zu stampfen und genau so oft vernichtend geschlagen zu werden.

Evolve Cover

Evolve, erschienen am 10.2.2015.

Evolve hat sich das Prinzip von “4 gegen 1” auf die Fahne geschrieben und darum dreht es sich auch in ausnahmslos jeden Spielmodus.

Die Grundklassen schnell erklärt

 4 Spieler schlüpfen in die Rolle eines Jägers. Hierbei gibt es 4 unterschiedliche Klassen, die dann jeweils drei Männer oder Frauen zur Auswahl haben.

  • Der “Assault” besitzt schwere Waffen und ist hauptsächlich für den Schaden zuständig.
  • Der Trapper fängt das Monster und schränkt seine Bewegungsmöglichkeiten ein.
  • Für die Heilung der Gruppe und das Platzieren von Schwachpunkten auf dem Monster ist der Medic verantwortlich.
  • Zuletzt kümmert sich der Support um den “taktischen Vorteil” der Gruppe, entweder einen schützenden Schild, starke Geschütztürme oder großflächige Aufklärung.

Und dann gibt es da noch das Monster. Drei verschiedene Exemplare stehen zur Auswahl – natürlich wird es auch von einem Spieler kontrolliert.

  • Der Goliath kämpft mit roher Gewalt im Nahkampf, wirft Felsen und spuckt Feuer auf seine Feinde.
  • Der Kraken kann fliegen, konzentriert sich auf den Fernkampf und schleudert von dort Blitze auf die Jäger.
  • Zuletzt gibt es die Wraith, eine Schurkin, die einzelne Jäger von der Gruppe trennt und zerlegt, bevor das Team reagieren kann.

Egal, welche Rolle man spielt: Jeder Charakter ist unterschiedlich und unterscheidet sich stark von seinen Kollegen. Ganz egal ob Jäger oder Monster.

Eine Runde im Jagd-Modus

Goliath Evolve Stage

Sieht schlecht aus für den Jäger. Das Monster “Goliath” wird ihn gleich auffressen. Im Nahkampf zeigt er kein Erbarmen.

Aus Sicht des Monsters

Nachdem die Rollen ausgewählt wurden, bekommt das Monster 30 Sekunden Vorsprung, bevor die Jäger eintreffen. Man kann die Partie auf viele mögliche Arten anfangen: Entweder das Monster sprintet nun so weit es kann weg, dann hinterlässt es aber deutliche Spuren. Alternativ kann man aber auch schleichen, bewegt sich dabei nur langsam, hinterlässt aber kaum Anzeichen, wo man hingegangen ist.

Wer aufs Ganze gehen will, kann auch ohne Rücksicht direkt nach Futter suchen – denn das Monster beginnt auf “Stage 1” und muss erst fressen, um größer zu werden. Am Anfang ist es den Jägern nämlich hilflos unterlegen. Auf der Karte sind überall Wildtiere verstreut, die das Monster töten kann, um sie danach zu verspeisen – das generiert auf der einen Seite Rüstung, bringt aber auch Energie, die man benötigt um die nächste Stage zu erreichen. Dann bekommt man weitere Fähigkeitspunkte, mehr Lebensenergie und wird größer.

Generell ist die Lebensenergie ein wichtiger Aspekt – sie lässt sich als Monster nicht regenerieren, Rüstung aber schon. In Kämpfen muss man also vorsichtig sein und möglichst erst angreifen, wenn man Stage 3 unbeschadet erreicht hat. Das Entwickeln dauert geschlagene 10 Sekunden, in denen man sehr anfällig für Schaden ist. Wer unbedacht “V” drückt, um die Evolution einzuleiten, ist am Ende dieser vielleicht schon erschossen worden.

Aus Sicht der Jäger

Evolve Jäger Guide

Auf geht’s, Jäger! Lass uns das Monster aufspüren und im Team vernichten – möglichst schnell!

Nach der Landung beginnt die Suche nach dem Monster. Fußspuren, Kadaver und umgestürzte Bäume bieten Hinweise, wo sich der Gegenspieler aufhält. Wenn man absolut keine Spur hat, dann tauchen von Zeit zu Zeit Vögel auf, welche die exakte Position des Monsters verraten.

Das Ziel ist es nun, mithilfe des Trappers, das Monster einzusperren und zu töten, bevor es zu mächtig wird. Selbst wenn man in jedem Kampf nur wenige Prozente der Monster-HP wegballert, erreicht man einen Fortschritt. Am besten gönnt man der Kreatur niemals eine ruhige Minute, denn wenn sie nicht in Ruhe fressen kann, dann kann sie sich auch nicht entwickeln – und dann verliert sie nach 20 Minuten automatisch.

Wenn das Ungeheuer jedoch Stage 3 erreicht, ohne dass man ihr Schaden zugefügt hat, wird es sehr schwer, den Ausgang der Runde noch zu drehen. Denn ab diesem Moment ist der Generator der Karte angreifbar – ein optionales Ziel für das Monster, welches es zu zerstören gilt. Aus den Jägern werden nun die Gejagten und oft ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, solange zu überleben, bis Verstärkung eintrifft. Ein einmal getöteter Jäger taucht nämlich nach 2 Minuten wieder auf. Sind in diesem Zeitfenster aber alle Jäger gestorben, gewinnt das Monster ebenfalls.

Wer mehr zu den Spielweisen und unterschiedlichen Klassen erfahren will, sollte einen Blick auf unsere beiden Guides werfen, einmal für die Anfangsjäger und einmal für den Goliath.

Warum mir die Augen schmerzen

[intense_blockquote color=”#ffffff” font_color=”#f24343″ width=”30%” rightalign=”1″]Es ist das erste Mal, dass ich dem Spruch “Durchgezockt, bis die Augen bluten” wirklich nahe gekommen bin.[/intense_blockquote]

Nach den ersten beiden Tagen Evolve hatte ich unglaubliche Augenschmerzen. Ich musste eine Weile darüber nachdenken, woran das gelegen hat. Waren die farben zu grell für mich? Zu starke “aufblitzende” Effekte? Zu schnelle Kameraveränderungen? Nichts davon.

Der Grund war ungeheuer einfach: Die Atmosphäre des Spiels ist so intensiv und gut, dass ich während der laufenden Partien schlicht und ergreifend das Blinzeln vergessen habe. Egal was man vom Rest des Spiels halten mag: Eine so intensive Erfahrung ist auf jeden Fall einen Blick wert – in diesem Fall einen sehr langen. Es ist das erste Mal, dass ich dem Spruch “Durchgezockt, bis die Augen bluten” wirklich nahe gekommen bin.

Seite 2: “Evacuation” Kampagne, Spielmodi und der Einzelspielermodus
Cortyn
Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!