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ESO Morrowind: Beute, Probleme, Möglichkeiten der neuen Schlachtfelder

ESO Morrowind: Beute, Probleme, Möglichkeiten der neuen Schlachtfelder

The Elder Scrolls Online: Morrowind bringt Schlachtfelder als neue PvP-Arenen. In einem Interview erklärte Brian Wheeler, der PvP-Chef von Zenimax, wie die Battlegrounds ablaufen und wie es um das Cyrodiil-PvP steht.

Morrowind, das kommende Stand-Alone-Addon für The Edler Scrolls Online, bringt ein lang erwünschtes PvP-Feature in Spiel. Die sogenannten Schlachtfelder (Battlegrounds) sind überschaubare Arenen, in denen je drei Vierer-Teams in kurzen Gefechten um die Vorherrschaft ringen. Es gibt einen Team-Deathmatch-Modus sowie Capture The Flag.

Interview mit dem Schlachtfeld-König

Zu den Schlachtfeldern haben die Kollegen von MMORPG.com Brian Wheeler von ZeniMax befragt. Wheeler ist der Chef der PvP-Abteilung in The Elder Scrolls Online. Im Interview kamen ein paar interessante Details zum PvP vor:

  • Es wird vier bis fünf Lootsets aus den Battlegrounds geben. Diese sind komplett mit Waffen, Rüstungen und Accessoires. Sie werden aber nicht leuchten und funkeln, der ESO-Stil bleibt nach wie vor gediegen. Ob das neue Zeug nur im PvP interessant sein wird oder auch PvE-Fans glücklich macht, ließ Wheeler offen.
  • In den Battlegrounds könnt ihr euch Medaillen für besondere Aktionen verdienen, beispielsweise wenn man Crits im Wert von 5.000 Schaden anrichtet, das erste Mal einen Gegner tötet, viele Feinde erschlägt oder die Missionsziele optimal verteidigt. Diese Medaillen werden am Ende des Gefechts die Belohnung verbessern. Es gibt aufgrund der verschiedenen Spielweisen andere Medaillen im Deathmatch als im CTF-Modus. Ersterer belohnt mehr Abschüsse und Kills, letzterer Teamwork und Eroberung.
  • Es gibt Items der Qualitätsstufen Grün, Blau und Purpur zu verdienen, je nachdem, ob ihr gewinnt und wie viele Medaillen ihr habt. Auch Verlierer bekommen Beute, nur wer vorher das Gefecht verlässt, erhält gar nix! Leaver sollen auch zusätzlich bestraft werden, beispielsweise durch zweitweisen Bann vom PvP. Ein genaues Konzept sei noch in Planung.
  • Womöglich will man noch weitere Beute als Siegerprämien einführen. Beispielsweise Ressourcen-Beutel wie in der Kaiserstadt. So würde PvP auch für Spieler interessant werden, die gerne craften und ihre guten Ressourcen sonst aus Dungeons und Raids beziehen.
  • Die PvP-Belohnungen sind voraussichtlich erst beim Anlegen gebunden. Ihr solltet sie also weiterverkaufen oder verschenken können.
  • Später soll es noch Ranglisten geben. Dafür sind weitere Belohnungen geplant. Höchstwahrscheinlich weitere Purpur-Items.

The Elder Scrolls Online Morrowind

ESO-PVP – Kurioses Matchmaking und Ranglisten-Turniere

Neben den Details zum Belohnungssystem gab Brian Wheeler auch Auskunft über zukünftige Inhalte und nannte ein kontroverses Feature des Matchmakings.

  • Es sind weitere Battlegrounds nach dem Release von Morrowind geplant. Höchstwahrscheinlich als Bestandteile weiterer DLCs oder dem übernächsten Kapitel-Addon. Darunter werden auch asymmetrische Schlachtfelder sein, die jetzigen sind hingegen ziemlich symmetrisch.
  • Das Matchmaking weist eine kuriose Eigenheit auf. Es interessiert sich nämlich laut Brian Wheeler nicht für die Klassenrolle der Spieler. So können Runden existieren, in denen nur Tanks gegen eine Horde Heiler antreten. Es bleibt abzuwarten, wie oft dies tatsächlich passiert und ob ZeniMax diese potentielle Problem-Baustelle nochmal angeht.
  • Sobald die Ranglisten implementiert sind, soll es auch Turniere geben. Dies wird aber erst später nach dem Release von Morrowind passieren, da viele an PvP interessierte Spieler von Ranglisten und gewerteten Kämpfen eingeschüchtert sein könnten.
  • In den Schlachtfeldern seid ihr zwar nach wie vor Mitglieder eurer Allianz, aber ihr kämpft für eines von drei farblich unterschiedlichen Teams, die Mitglieder aller drei Allianzen enthalten können. So wird der Spielerpool nicht unnötig aufgeteilt und jeder darf mitmischen.

Allianz-PvP – In Cyrodiil nichts Neues?

Die Schlachtfelder sind klar das neue große Ding im ESO-PvP. Doch auch das bisherige Open-World-PvP in Cyrodiil ist noch aktuell. Dort wird vor allem an der Balance und Server-Stabilität gefeilt.

  • Die Server Leistung ist ein wichtiges Thema, da viele Spieler in Cyrodiil zugleich um den Kaiserthron kämpfen. Vor allem in Kampagnen wie „Trueflame“, wo Helden auf Maximalstufe mit passiven Championskills zugelassen sind, gehen die Server schon Mal in die Knie. In Kampagnen wie Blackwater Blade oder Azura‘s Star sei es hingegen weniger schlimm, weil dort weniger extreme Builds der Spieler am Start wären (Blackwater ist nur für Spieler unterhalb der Maximalstufe und Azura‘s Star erlaubt keine Champion-Passives).
  • Um die Serverleistung zu erhöhen, wurden die Serverressourcen besser aufgeteilt. Den größten Leistungsboost erzielte man aber mit einer optimierten Auslagerung von wichtigen Daten. Da diese nun einen eigenen Cache haben, geht alles schneller.
  • Ansonsten arbeitet man vor allem an der Balance. So wurde erst vor kurzem implementiert, dass eingenommene Minen und Farmen so viele Punkte wert sind wie ein erschlagener Spielerheld der Gegenseite. So sollen sich die Spieler mehr um die kleinen Eroberungsziele auf der Map kümmern. Diese waren für viele Spieler bislang nicht attraktiv genug.
  • Ebenfalls angesprochen: Weltbosse im PvP. Darauf wollte Brian Wheeler aber nicht groß eingehen, da solche Sachen immer eine große Balance-Baustelle mit sich bringen. Möglich wäre es jedoch.
  • Alles in Allem wäre das Cyrodiil-PvP jedoch bei den Spielern beliebt und würde gut laufen.

The Elder Scrolls Online

Passend zum Thema: The Edler Scrolls Online – Jedes Jahr ein Addon und DLCs geplant

QUELLE MMORPG
Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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