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Erwartet uns eine neue Tank-Meta in Overwatch?

Dass sich Blizzards Heldenshooter Overwatch aktuell in einer Phase der Wandlung befindet, bemerkt wohl jeder aktive Spieler. Die Meta pendelt sich nach Doomfists Release erst langsam ein. Nun gräbt ein chinesisches Team das „Game-of-Tanks“ wieder aus.

Overwatch und die Balance

Ein gutes Team in Overwatch sollte ausbalanciert sein: Unterstützer, Tanks, Helden für den Schaden, für Flankenangriffe oder für Kontrolle. Das kommt allerdings eher selten vor, und ist genauso selten das bestmögliche Team.

Overwatch Helden Umfrage

Die Möglichkeiten einer Heldenzusammenstellung in Overwatch sind groß – die einer optimalen eher klein.

 

Die Meta („Most Effectve Tactic Available“) in Overwatch war zu fast jedem Zeitpunkt des Spiels etwas, das von einer „Balance“ weit abweicht. Relativ zu Beginn der kompetitiven Szene von Overwatch kam zum Beispiel die Tank-Meta auf. Hier wurde der Fokus auf drei oder sogar vier Tanks, ein bis zwei Heiler (im Regelfall Ana) und keinem DD oder einem schweren DD gelegt.

Überraschende Taktik von MT1

Nach Anpassungen an den Tanks, an den Antitanks und vor allem an Ana ist diese Strategie jedoch bald wieder verschwunden – bis jetzt. Das chinesische Team WMiracle Team 1“ spielte in der Overwatch Premier Series gegen FTD Club auf King‘s Row mit gleich 5 Tanks: Zarya, Reinhardt, Winston, Roadhog und D.Va.

Als einzigen Support haben sie dazu Lucio gewählt, um maximale Gruppenheilung zu ermöglichen und möglichst lange als „Wand“ zu funktionieren. Eigentlich ist eine solche Zusammenstellung eine schlechte Idee. Das Team ist stationär und der große HP-Pool der Tanks lädt gegnerische Ultimates schnell auf.

FTD Club hat erst auf dem letzten Punkt Reaper und Roadhog gewählt. Zu spät, um die Dampfwalze noch aufzuhalten. Die Karte ging mit 3:2 an MT1, welche mit insgesamt 3:0 die Begegnung für sich entschieden haben.

Overwatch Premiers Tank Meta Miracle Team One

MT1 nach ihrem Sieg.

Erwartet uns eine neue Tankmeta?

Die große Frage, die im Raum steht, ist, ob diese „Meat Wall Meta“ sich durchsetzen kann. Die Prognosen dazu sind eher gespalten. Da sich, nicht zuletzt durch Doomfist, die Meta ohnehin neu einpendeln muss, ist eine Vorhersage eher schwer.

Benedict meint: Ich halte eine Tank-Meta für unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.

Dafür sprechen die Änderungen an Mercy, Roadhog und D.Va, die allesamt durch die letzten Patches sehr viel stärker wurden. Insbesondere Mercys Fähigkeit, nun alle 30 Sekunden wiederbeleben zu können, ersetzt den Zwang, Gegner schnell zu töten. Auch die verstärkte Selbsterhaltung von Roadhog und der gesteigerte Schaden von D.Va sprechen dafür.

Mercy-Year

Mercy könnte nach ihrem Rework ein wichtiger Faktor in der Bestimmung der Meta sein.

Man sollte allerdings dagegenhalten, dass die schon etwas ältere, dennoch sehr gute Änderung an Reaper ihn zu einem noch stärkeren Tank-Schreck macht. Das gilt insbesondere, wenn eine gute Absprache mit einem Zenyatta vorhanden ist. Auch gegen Kombinationen wie Pharah und Mercy oder Ana und Junkrat sind die Tanks eher anfällig, da sie der Mobiltät und der Kontrolle nicht folgen können. Sogar Bastion und Mei haben Chancen, in einer solchen Situation mehr als nur relevant zu sein.

Das einzige, was diese Taktik wirklich gut kann, ist, Doomfist komplett unnütz zu machen. Der Talon-Schläger mit der Powerfaust kann gegen Tanks nur wenig ausrichten.

Was meint ihr? Ist eine neue, noch ausgeprägtere Tank-Meta ein mögliches Szenario, ein vorübergehender Trend oder eine einmalige Sache?

Neben der Meta gibt es noch weitere Änderungen: Blizzard entfernt 4 Maps aus der Deathmatch-Rotation!

QUELLE kotaku