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The Elder Scrolls Online: Wir sind kein MMORPG und deshalb erfolgreich

Bei The Elder Scrolls Online sieht man sich selbst nicht als MMORPG und macht das für seinen Erfolg verantwortlich.

Matt Firor, der Boss von ESO, hat der britischen Seite Metro ein Interview gegeben. In dem tat er viel dafür, diesen „MMO-Begriff“ abzuschütteln.

Man sei im „traditionellen Sinne“ kein MMORPG, sagte Firor der Onlineseite. Intern verwende man den Begriff nicht häufig. Immerhin könne man ESO ebenso alleine spielen wie die anderen Elder-Scrolls- Titel. Wenn man aber „super-grindy“ spielen möchte mit Verliesen, Prüfungen und Gruppenbossen, dann könne man sich mit anderen zusammentun und diesen Spielstil auch innerhalb von The Elder Scrolls Online pflegen.

Man zwinge Spielern nichts auf.

The-Elder-Scrolls-Online-Verliess

The Elder Scrolls Online läuft fantastisch auch „unter dem Radar

Tatsächlich sei man„super-erfolgreich“ darin, Spieler, die nichts mit MMOs am Hut hatten, zu Online-Spielern zu machen. Der Erfolg von The Elder Scrolls Online sei vielleicht ein bisschen „unter dem Radar“ geblieben, es laufe aber einfach fantastisch.

Man selbst sieht sich als ein „Online-RPG.“ Am Begriff „MMORPG“ hinge viel Ballast. Den Begriff verbände man mit zahlreichen Vorurteilen, von denen die meisten veraltet und überholt seien.

Man habe Spielern vermitteln müssen, dass man kein traditionelles MMORPG wie aus dem Jahr 2004 sei, sondern ein „expansives Elder Scrolls Rollenspiel.“

Für Firor seien MMOs heute kein Genre, sondern viel mehr eine Technologie.

Übrigens: Firor verwendete im Interview mehrfach den Begriff „2004-style-MMORPG.“ Für alle die, das nicht sofort entschlüsseln können. Das MMORPG World of Warcraft erschien im November 2004 in den USA – von WoW und den Spielen in seinem Schlepptau will man sich wohl klar distanzieren.

Der Begriff “MMO” oder “MMORPG” ist wohl schwierig auf den Konsolen

Mein MMO meint: Das ist ein spannendes Thema, an dem zurzeit viel hängt. The Elder Scrolls Online ist “eigentlich” ein MMOPRG durch und durch und weist zahlreiche Parallelen zu den “klassischen MMORPGs” auf, sogar noch zu denen vor der Zeit von World of Warcraft. Die Wurzeln zu “Dark Age of Camelot”, einem früheren Spiel von Matt Firor sind nicht zu übersehen. Und natürlich konnten auch früher MMORPGs schon solo gespielt werden. Ein Trend, der in den letzten Jahren stark zunahm.

Southpark-WoW

Dass Spieler bei “MMORPG” als erstes an so etwas denken, bereitet Marketing-Leuten wohl Kopfzerbrechen.

Dass man den Begriff “MMORPG” trotzdem ablehnt, dürfte daran liege, dass die Zielgruppe klar “The Elder Scrolls”-Spieler sind. Diese Gruppe ist spätestens seit Skyrim eher konsolenaffin. Sie könnte der Gedanke “wie World of Warcraft” eher abschrecken. Da tauchen zu viele “Nerd-Vorurteile” auf, die alles andere als sexy sind.

Dieselben Phänomene sorgen dafür, dass Games wie Destiny oder The Division den Begriff “MMO” ablehnen und nicht mal in die ungefähre Nähe des Ganzen gehen, obwohl sie viele Elemente aus dem Genre verarbeiten.

Doch ziehen diese Games eher neue und unbelastete Begriffe wie “Action-Online-RPG” oder “Shared-World-Shooter” vor.

QUELLE Metro
Schuhmann

Schuhmann, das L steht für Niveau.

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