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The Elder Scrolls 6 immer noch nicht in Entwicklung – Gut für ESO?

The Elder Scrolls 6 immer noch nicht in Entwicklung – Gut für ESO?

Jüngst wurde auf der E3 2017 bekannt, dass sich das heiß erwartete Elder Scrolls 6 noch nicht mal in der Entwicklung befindet. Und auch wenn viele ein neues Skyrim herbeisehnen, hat die Verzögerung für MMO-Freunde etwas Gutes. Ohne Elder Scrolls 6 bleibt The Elder Scrolls Online länger im Fokus der Entwicklung.

Wer sich von der E3 handfeste Infos zum nächsten Elder-Scrolls-Spiel seit Skyrim erhofft hat, wurde bitter enttäuscht. Auf der Messe hatte Bethesda-Sprecher Pete Hines in aller Deutlichkeit gesagt „Elder Scrolls 6 ist noch nicht mal in der Entwicklung“. Das Spiel sei bisher nur als Planungskonzept vorhanden und ein Release läge in weiter Ferne.

Das ist für Fans der Serie freilich erst einmal ein ordentlicher Tiefschlag, doch die Sache hat auch ein paar gute Seiten.

ESO profitiert von der Elder-Scrolls-6-Verschiebung

Ich gehe davon aus, Elder Scrolls 6 kommt frühestens 2020.

Wenn der sechste Elder-Scrolls-Teil erst in vielen Jahren kommt, hat The Elder Scrolls Online keine hausgemachte Konkurrenz. Denn der zeitnahe Release eines neuen ES-Spiels würde massig Spieler von ESO abziehen, die sich dann erstmal für Wochen und Monate dem neuen Spiel widmen werden.

Das wäre für ESO alles andere als positiv und würde die Entwicklung des Spiels behindern, das gerade dank dem gelungenen Morrowind-Kapitel ordentlich Zuwachs bekommen hat. Ein MMO lebt von den vielen Spielern, die es aktiv spielen und eine leere Welt ist nicht im Interesse von Zenimax oder Bethesda.

ESO als Ergänzung zu Elder Scrolls 6

Bleibt der nächste große Teil der Solo-Spieler-Saga jedoch für ein paar Jahre aus, hat ESO viel Zeit, um weiter zu wachsen und zu gedeihen. Gerade die neuen Kapitel, die mit Morrowind ihren Anfang nahmen und ab jetzt jedes Jahr eine neue Region einführen, dürften das Spiel nach und nach immer komplexer und vielfältiger machen. So sollte schließlich ein echtes „Online-Tamriel“ entstehen, in dem ihr wirklich jeden Landstrich bereisen dürft.

Wenn Zenimax in dem Tempo weitermacht, das es bisher an den Tag legt, dürfte ESO bis ins Jahr 2020 nochmals drei weitere Kapitel und 9 DLCs bekommen haben. Das ist eine Menge Content.

Und je nachdem, wohin die Reise bei ES 6 geht (ein Insider meinte vor kurzem mir gegenüber, dass es laut internen Gerüchten zu den Khajiit nach Elsweyr ginge),  könnte man besonders gut Verbindungen zwischen den beiden Spielen schaffen. So könnten sich Spieler abwechselnd in beiden Spielen sehen lassen.

Dass so etwas klappt, setzt allerdings voraus, dass ESO bis zum Release von TES 6 schon so weit gewachsen ist, um die neuen Regionen aus dem kommenden Solo-Spiel problemlos aufzufangen.

ESO wächst und Elder Scrolls 6 wird episch – Eine Win-Win-Situation

Jürgen meint: So gern ich auch ein neues Elder Scrolls als Solo-Spiel hätte, so bin ich auch glücklich, dass auf diese Art ESO noch länger in Ruhe und ohne selbstgemachten Konkurrenzdruck weiter wachsen kann. Das neue Kapitel Morrowind gefiel mir außerordentlich gut und laut Matt Firor sollen sich zig neue Ideen zu DLCs und Kapiteln bei Zenimax bereit liegen.esokronenkisten

Das alles kann aber nur gut funktionieren, wenn demnächst kein neues Solo-ES dazwischenfunkt. Und nach dem lieblosen Fallout 4 ist es auch mir auch nur Recht, wenn man sich für Elder Scrolls 6 ordentlich Zeit nimmt und nicht „Skyrim in Grün“ raushaut. Vor allem, da nach dem Erfolg von The Witcher 3 ein neues Elder Scrolls sich zwangsweise an diesem Meisterwerk genauso messen lassen muss wie am grandiosen Skyrim. Und das dauert nun mal seine Zeit.

Somit ist es eigentlich eine Win-Win-Situation. Elder Scrolls 6 wird durch lange Entwicklungszeit ein würdiger Skyrim-Nachfolger und ESO kann in dieser Zeit ein besseres Online-Tamriel werden. Passt doch!

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Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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