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Dreadnought: Raumschiff-Schlachten im “World of Tanks”-Style

Dreadnought: Raumschiff-Schlachten im “World of Tanks”-Style

Dreadnought lädt aktuell Spieler zu der Open-Beta ein und ich hab mir meine Tastatur sowie Maus geschnappt, um ein paar erste Einblicke zu gewinnen. Ob sich das taktische Action-Spiel ala World of Tanks/Warships lohnt und was ich mit meinem dicken Raumschiff alles niedermähte, erfahrt ihr in meiner Preview.

Dieser Text stammt von unserem Gastautor Dennis Zühlke.

Ach ja, Raumschiffe. Ich liebe sie. Fliegende Konstrukte mit dicken Laser-Wummen – was gibt es Schöneres? Ich habe Angst, denn ich muss diesen dicken Koloss irgendwie durch den Asteroiden-Gürtel fliegen und da sah ich auch schon meine ersten Gegner. Ich ließ meine Laser-Kanonen auf die Feinde los und sah zu, wie sich der gegnerische Kreuzer in Schutt und Asche verwandelte. Für einen kurzen Moment vergaß ich, dass ich eigentlich auf einem herkömmlichen Bürostuhl im heimischen Wohnzimmer sitze und nicht Kommandant eines riesigen Raumschiffes bin.

Mit Dreadnought vom Entwickler Yager möchte man genau dieses Feeling in dir auslösen. Derzeit arbeitet das Studio an einem neuen Spiel, in welchem ihr euch gegenseitig mit Raumschiffen aufs Auge gebt. Viele Fans vergleichen das Spiel mit World of Tanks und anderen Genre-Vertretern wie World of Warships oder das sehr ähnliche Cloud Pirates. Statt Panzer auf dem Boden gibt es hier fette Raumschiffe mit mächtigen Laser-Geschossen und Raketensilos.

Auftanken und Schiffe zerstören

Dreadnought bietet momentan drei verschiedene Spielmodi an. Zum einen das klassische Team-Deathmatch, in dem ihr 4 Punkte pro zerstörtem Raumschiff erhaltet. Das Team, welches zuerst die 100 Punkte erreicht, gewinnt die Runde. Im Elimination-Modus habt ihr nur eine begrenzte Anzahl an Schiffen und dürft nach eurem letzten Ableben nur mit kleinen Jägern oder Bombern ins Spielgeschehen zurückkehren. Hier wird also der virtuelle Tod viel härter bestraft als in den übrigen Modi. Zu guter Letzt gibt es noch die 8vs8-Variante namens Onslaught. Dort werdet ihr zusätzlich durch KI-Schiffe unterstützt.

Vom Dickschiff bis zum kleinen Flitzer

Wie schon bei den Vorbildern von Wargaming sind eure Schiffe in fünf Klassen eingeteilt. Jeder Schiffstyp hat andere Stärken und Schwächen:

  • Dreadnought: Die namensgebenden Dickschiffe sind sehr groß und schwer gepanzert. Sie haben beeindruckende Bewaffnung und halten viel aus. Daher sind sie optimal als Tanks einsetzbar. Dreadnoughts sind allerdings träge und langsam und können leicht ausmanövriert werden.
  • Zerstörer: Diese Schiffe sind ordentlich bewaffnet, wendig und angemessen gepanzert. Sie sind gute Allrounder, die ideal im Zusammenspiel mit Dreadnoughts agieren. Konzentriertes Feuer halten sie aber nicht lange aus.
  • Taktische Kreuzer: Diese Schiffe sind offensiv keine großen Leuchten, aber ihre Stärke liegt darin, das eigene Team zu unterstützen. Die Taktik-Kreuzer sind nämlich die Heiler in Dreadnought und können ihre verbündeten Schiffe mittels Reparaturstrahl ruck-zuck wieder einsatzbereit machen. Ein gut gespielter Taktik-Kreuzer ist ein Garant für den Sieg!
  • Korvette: Korvetten sind kleine und sehr schnelle Schiffe. Dafür sind die kleinen Flitzer kaum gepanzert und platzen schon nach wenigen Treffern. Doch wenn ihr euch mit einer Korvette längeren Schusswechseln stellen müsst, habt ihr eh was falsch gemacht. Idealerweise kundschaftet ihr mit Korvetten den Feind aus, erobert unbewachte Punkte oder räumt wehrlose oder angeschlagene Gegner im Hinterland ab.
  • Artillerie-Kreuzer: Diese Schiffe sind eigentlich nur gigantische Kanonen mit Triebwerken. Ein Artillerie-Kreuzer hat im Nahkampf nichts verloren, vielmehr handelt es sich hier um einen „Sniper“, der aus hoher Distanz mit der dicken Railgun schießt. Da diese Schiffe aber im Nahkampf hoffnungslos unterlegen sind, solltet ihr immer wieder die Position wechseln und eure Tarnvorrichtung nutzen.

Jedes dieser Schiffstypen ist in verschiedene Stufen eingeteilt. Je höher die Stufe, desto stärker das Schiff und desto höher wird es vom Matchmaking eingeteilt. So garantiert Dreadnought möglichst faire Gefechte.

Spielmodi für jeden Geschmack

Im Hauptmenü habt ihr euren Hangar, wo ihr eure Schiffe weiter verbessert und auch euren Kommandanten wählt. Hier erinnert das Spiel ein bisschen an World of Tanks, in welchem ihr auch verschiedene Besatzungsmitglieder auswählt und Verbesserungen an den Panzern vornehmt. Neben den PvP-Modi gibt es auch noch eine Koop-Version namens ‘Havoc’, die momentan aber nur für Besitzer einer Playstation 4 verfügbar ist. In dieser Variante spielt ihr mit bis zu 4 Mitspielern und verteidigt euch gegen Wellen von feindlichen Schiffen – quasi ein Horde-Modus, wie man es von Spielen wie zum Beispiel Killing Floor kennt.

Zwischen den Wellen könnt ihr jederzeit euer Schiff wechseln und auch ergatterte Punkte für besondere Boni – wie zum Beispiel dickere Schilde oder einen höheren Waffenschaden – ausgeben. Der Schiffswechsel ist übrigens auch nach jedem Ableben eine Option. Wer also mit seinem Zerstörer ständig platzt, wird vielleicht mit der dicken Dreadnought oder dem hilfreichen Taktik-Kreuzer glücklicher.

Eine schöne Welt

Sobald ihr euer Schiff gewählt habt und bereit seid, ein paar feindliche Raumschiffe zu zerlegen, startet ihr auf den verschiedenen Maps, die im Weltall oder auf Planetenoberflächen stattfinden. So gibt es einige Karten mit gefallenen Stadtruinen oder Schwärmen von Asteroiden, welche euch genug Raum geben, um auch einen heimlichen Flanken-Angriff zu starten. Hier sorgt Yager für eine Menge Abwechslung, allerdings bleibt da noch die Frage, was es mit der Story von Dreadnought auf sich hat. Derzeit sei keine Einzelspieler-Kampagne geplant.

Dass es keine anderen Völker aus den Weiten des Alls gibt, wundert mich ein bisschen. Ich finde hier sollten die Entwickler noch ein bisschen nachlegen und mehr Story-Elemente bieten. Das coole SciFi-Setting würde jedenfalls genug hergeben. Die verschiedenen Karten sehen stimmig aus und auch manch ein gigantisches Raumschiff sorgt für große Augen. Dann gibt es noch die Option, eure Schiffe beliebig mit Skins zu stylen, welche ihr im Shop des Spiels erwerbt.

Ich habe doch keinen Flugschein

Kommen wir zu der Steuerung und hier muss ich sagen, dass diese zumindest für mich am Anfang ein bisschen kompliziert war. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich Spiele wie zum Beispiel das actionreiche ‘World of Warships’ oder das für Realismus-Fans geeignete ‘War Tunder’ eher weniger gewohnt bin. Doch auch hier zählt: je mehr man spielt, desto schneller hat man den Dreh zwischen horizontalen sowie vertikalen Achsen raus und schenkt den Feinden ordentlich ein.

Ein weiteres Feature der Steuerung ist übrigens die Energiekontrolle. Ihr dürft die Energie eures Schiffes zeitweise von den Schilden auf den Antrieb oder die Geschütze lenken. Dann verliert ihr zwar stetig Schilde, ballert aber viel stärker oder flitzt ungleich schneller durchs All. Ihr könnt sogar eure Schilde auf diese Art kurzzeitig überladen und so besonders viel Schaden schlucken. Danach habt ihr aber erstmal gar keinen Schutz mehr. Eine wertvolle taktische Komponente, die man geschickt einsetzen sollte.

Faires FreeToPlay-Modell

Dreadnought soll zukünftig als FreeToPlay-Titel erscheinen. Es wird also komplett kostenlos für Spieler zugänglich sein. Dennoch gibt es die Möglichkeit, durch Mikrotransaktionen verschiedene Items wie zum Beispiel Skins für eure Raumschiffe oder auch neue Skills zu kaufen. Alternativ kann man diese Dinge mit ein bisschen Geduld auch mit der im Spiel verdienten Währung erwerben. Laut den Entwickler soll das Spiel auf keinen Fall zu einem Pay2Win-Titel verfallen. Doch welches Studio würde auch offen sagen „bei uns ist Pay2Win voll super“? Hier heißt es nur Abwarten und Tee trinken, wie Dreadnought sich zum Zeitpunkt des Release entwickeln wird.

Fazit

Ich muss sagen, das Spiel läuft flüssig und macht Laune. Zwar muss man sich ein bisschen in die Steuerung reinfuchsen, aber dies ist eher eine kleine Nebensache. Wer sich mit Spielen wie „World of Tanks“ oder auch „War Thunder“ beschäftigt und dazu auf  SciFi-Schlachten steht, sollte sich das Spiel unbedingt anschauen. Wie bereits gesagt, steht der Anmeldung zur offene Beta nichts im Wege und mit einem Klick landet das Spiel mitsamt eigenem Launcher auf dem heimischen PC. Playstation-4-Spieler müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden oder auf einen Key hoffen, denn die PS4-Version befindet sich momentan noch in der Closed-Beta.


Dieser Text stammt von unserem Gastautor Dennis Zühlke.

Dieser Beitrag stammt von einem Gastautor, der nicht zur Redaktion von Mein MMO gehört. Wenn du auch Interesse hast, einen Gastartikel zu verfassen, dann kontaktiere uns über das Kontaktformular.

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