Wird Diablo 4 ein MMO oder ein Spiel wie Destiny 2?

Eine neue Jobanzeige für ein mögliches Diablo 4 zeigt eine neue Richtung der Franchise auf: Könnte Diablo 4 ein MMO oder ein Spiel wie Destiny werden?

„Solche Chancen kommen nicht alle Tage“, so beginnt eine Stellenanzeige von Blizzard.

Die Spieleschmiede sucht einen „Production Director“, der die Diablo-Franchise in die Zukunft führen soll. Ein Production Director ist im Gaming sowas wie der Top-Manager einer Reihe, der sich um die Organisation und die praktische Ausführung kümmert. Er ist der Chef-Stratege und Planer.

Neuer Diablo-Chef sollte MMO-Erfahrung haben

Ein passender Kandidat soll ein erfahrener Organisator sein mit all den richtigen Skills. Blizzard weiß, was für einen Job man da anbietet: Das ist ein Job, der eine Karriere prägen kann, glaubt Blizzard.

Blizzard weiß auch, dass es nur wenige gibt, die Diablo in die Zukunft führen können und versucht, über die Jobanzeige einen der wenigen Ideal-Kandidaten zu erreichen.

Das Interessante ist, dass zu der Vielzahl von Fähigkeiten, die der neue Kandidat mitbringen soll, auch ein Bonus-Punkt gehört: „Erfahrung im Entwickeln von Massive-Multiplayer-Spielerfahrungen.“ Das wird als Plus vermerkt.

Stellenausschreibung passt zu den Gerüchten

Um was für ein Spiel es genau geht, sagt Blizzard noch nicht. Man spricht nur über ein „noch nicht angekündigtes Projekt“ der Diablo-Franchise.

Diese Stellenausschreibung passt zu den Informationen, die wir zu Blizzards geplanten neuen Spielen haben:

Es liegt jetzt nahe, die neuen Informationen zu Diablo mit dem „Action-Spiel“ zu verbinden. Mit den neuen Informationen könnte es gut sein, dass Blizzard ein Spiel wie Destiny plant – ein Actionspiel mit MMO- und RPG-Elementen, bei dem sich die Spieler eine Welt teilen. Gerade Diablo würde sich als Hintergrund für so eine Welt anbieten – Systeme wie Loot oder das Qual-Level sind schon vorhanden.

Es könnte aber auch sein, dass man Diablo 4 nicht als Shooter konzipiert, sondern in eine andere Richtung geht, die mehr auf RPG setzt und das Hack’n Slash beibehält. Die “MMO-Erfahrung” wäre dann nur ein Bonus-Punkt, etwa um das Spiel insgesamt breiter und sozialer zu machen.

Dass Blizzard die Formel von Diablo ändern wird, ist so gut wie sicher: Das Problem mit Diablo 3 ist vor allem der fehlende Content-Nachschub. Das mag daran liegen, dass Blizzard Probleme mit der Monetarisierung hat.

Das anfängliche Konzept mit einem Echtgeld-Auktionshaus schlug fehl – Diablo 3 über Erweiterungen und DLC-Packs zu monetarisieren, scheint nicht wirklich der Plan zu sein. Blizzard kann Diablo 3 offenbar nicht beliebig erweitern – die Fans gieren seit Jahren nach mehr.

Mit 15€ für einen DLC, der im Prinzip nur aus einer neuen Klassen besteht, haderten die Fans zuletzt eher.

Wo liegt die Zukunft von Diablo? Lost Ark oder Destiny?

Ein Diablo 4, das von Beginn an mit starken MMO-Elementen versorgt wird, könnte hier Abhilfe schaffen. Die Genre-Konkurrenz in Asien, wie Lost Ark, setzt verstärkt auf MMORPG-Elemente.

Die Zukunft der Diablo-Franchise scheint aktuell offen. Drei Möglichkeiten bieten sich an:

  • Bleibt Diablo 4 dem jetzigen Konzept des Hack’n Slay treu? Geht vielleicht eher zu Diablo 2 zurück, wie sich das Veteranen wünschen würde
  • Geht es eher in die MMORPG-Richtung wie Lost Ark – behält zwar die Optik von Diablo 3 bei, bringt aber mehr RPG-Elemente und Abwechslung?
  • Oder probiert man tatsächlich eine Richtung als MMO-Action-Spiel wie Destiny 2 vielleicht sogar mit Shooter-Mechaniken, um selbst einen Titel in diesem Bereich ins Rennen zu schicken?

Aktuell sind das noch Spekulationen, wohl auch Spekulationen, die noch länger unbeantwortet bleiben werden. Auf der Blizzcon 2017 soll es keine Ankündigungen zu Diablo geben, intern arbeitet man aber an der Zukunft der Franchise.

Diablo 3: Keine News auf der BlizzCon 2017 – Auch nichts zu Diablo 4