Hüter spielt 6924 Stunden Destiny – Wir haben ihn gefragt: Warum?

Wir haben mit einem Hüter gesprochen, der 6924 Stunden im MMO-Shooter Destiny verbracht hat. Und damit ist er noch nicht mal in den Top 25.

Keine Frage: Leute verbringen wahnsinnig viel Zeit in Destiny. Wenn man auf der Seite „Time Wasted on Destiny“ nachschaut, liegt der Rekord bei 12.232 Stunden – das sind 510 Tage.

Wir haben mit dem deutschen Spieler „Durle_the_Boss“ gesprochen, der kommt auf 6924 Stunden – das sind etwa 289 Tage. Das reicht aktuell für Platz 28 weltweit.

Typische Destiny-Karriere: Vom PvE ins PvP

Der Hüter sagt, er hat auf den Release von Destiny damals hingefiebert, war pünktlich um Mitternacht an der Konsole. Als Spieler machte er eine Karriere durch, die für Vielspieler typisch ist. Am Anfang interessierte ihn vor allem das PvE, dort stieg er immer weiter ein, bis er die Raids aus dem Effeff beherrschte. 800-mal wurde Crota bezwungen, oft hatte man Neulinge im Schlepptau.

Später, als der PvE-Content in Destiny langsam versiegte, sattelte er auf PvP um und hat es da dank seiner Ausdauer zu erheblichem Erfolg gebracht. Nun ging‘s vor allem darum, Hüter auf den Leuchtturm zu bringen, Raids wurden zur Nebensache.

Ziel: Rang 1000 im Schmelztiegel

Anfang 2017 hat er sich zum Ziel gesetzt, Rang 1000 im Schmelztiegel zu erreichen und hat es mit eisernem Willen durchgezogen. Er glaubt, er ist der erste Deutsche, der es so hoch geschafft hat.

Seine Tipps für den Schmelztiegel:

  • Gerade im 3v3 kann man es nur zusammen schaffen.
  • Fehler muss man ansprechen, auch wenn nach Niederlagen manchmal Spannung in der Luft liegt. Dann gilt es ruhig und sachlich zu bleiben.
  • Am besten sei es, sich Ziele zu setzen: „Heute schaffen wir makellos“, das schafft Anspannung, jeder bleibt bei der Sache. Auch persönliche Ziele, wie Rang 1000 zu erreichen, geben zusätzlich Motivation.

Destiny als wichtiger Anker im Leben

Im Gespräch wird klar, dass Destiny eine wichtige Rolle in seinem Leben einnimmt. Zum Release damals hat er sich einen neuen LCD-Fernseher geholt, ist von PC auf PlayStation 4 umgestiegen. Seine Freundin hat er vom Shooter längst überzeugt – nach dem Release hat sich das Paar eine zweite Konsole gekauft und zog fortan gemeinsam über die Planeten.

Abseits von Destiny leidet der Hüter unter Panikattacken. Die schränken ihn stark ein. An guten Tagen klappt fast alles, an schlechten fällt es ihm schwer, den Alltag zu bewältigen. Während andere bei schönem Wetter an den See fahren, muss er schauen, dass er es überhaupt schafft. Die Community von Destiny hat ihm dabei geholfen, wieder neuen Mut zu fassen.

Er sagt: Fast 7000 Stunden Destiny, da werden sicher Kommentare kommen wie „Du hast kein Leben.“ Ob es gut oder schlecht ist, so viel Zeit in Destiny zu verbringen, das sei dahingestellt, sagt er. Ihm hat es geholfen. Er hat viele Leute in der Zeit kennengelernt. Einige sind zu guten Freunden geworden. Darum ist er froh.


Destiny beeinflusst das Leben seiner Spieler wie wenig andere Games:

Destiny: Leuchtturm – Freunde erfüllen todkrankem Spieler einen Wunsch

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